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Rahmenprogramm

FP4

Vorheriges Programm

JRC-CEO 1C

Referenz zum Amtsblatt

L 361 von 1994-12-31

Rechtsrahmen

94/918/EC
Bereitstellen des europäischen Brennpunkts für Erdbeobachtung und Beitrag zur Einrichtung, in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und den Mitgliedstaaten, des Europäischen Erdbeobachtungssystems (EEOS).

Kurzbeschreibung

Die GFS beteiligt sich mit anderen Dienststellen der Kommission, der Europäischen Umweltagentur (EUA), der Europäischen Weltraumorganisation (EWO) und im Rahmen nationaler Organisationen an der Einrichtung eines koordinierten, dezentralisierten Erdbeobachtungsnetzes mit der Bezeichnung Europäisches Erdbeobachtungssystem (EEOS). Seit 1992 entwickelt die GFS als Beitrag der EG zum EEOS das CEO, ein dezentralisiertes europäisches Datenverwaltungs- und Informationssystem.

Das CEO besteht in dieser Hinsicht aus einem Arbeitsprogramm, das zur erfolgreichen operationellen Einrichtung des EEOS beiträgt. Innerhalb des EEOS wird das CEO die Entwicklung von Anwendungen von Erdbeobachtungsdaten förden, die den spezifizierten Informationserfordernissen wissenschaftlicher, operationeller und gewerblicher Benutzer entsprechen. Dadurch wird gewährleistet werden, dass entsprechende Produkte und Informationen mit höherem Niveau produziert und verfügbar gemacht werden.

Die Arbeit am CEO begann im Dritten Rahmenprogramm mit der "Durchführbarkeitsphase", die im Juli 1993 abgeschlossen wurde. Ihr folgte die "Pfadfinderphase", deren Ziel es ist, einen Projektplan für die "Konzipierungs- und Durchführungsphase" zu produzieren, die genug Informationen und Kenntnisse über das System enthält, um es erfolgreich in Betrieb zu setzen. Die "Pfadfinder-Phase" wird voraussichtlich Ende 1995 abgeschlossen werden.

Schwerpunkt der Forschungstätigkeiten während der zweiten Phase des spezifischen Programms CEO werden somit die Fertigstellung der "Pfadfinder-Phase" und Beginn und Fertigstellung der "Konzipierungs- und Durchführungsphase" sein. Die Arbeit an dieser Phase wird voraussichtlich bis Ende 1998 laufen, wenn eine Version des CEO eingerichtet sein wird.

Unterteilung

Gegenwärtig liegt keine Information vor.

Ausführung

Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) trägt durch die Durchführung institutioneller Forschungstätigkeiten zu den Tätigkeiten des Zentrums für Erdbeobachtung bei. Diese umfassen Aktionen auf den Bereichen Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration, für die die GFS über Sachkenntnis und besondere, wenn nicht einzigartige Einrichtungen verfügt.

Die Kommission, unterstützt durch den Aufsichtsrat der GFS, ist für die Durchführung des spezifischen CEO-Programms zuständig und nimmt zu diesem Zweck die Dienste der GFS in Anspruch. Das Institut für Systemtechnik und Information (ISEI) in Ispra trägt die Verantwortung für die allgemein Koordinierung und Verwaltung der Tätigkeiten, die das CEO unterstützen. Das Institut für Anwendungen der Fernerkundung (IRSA), ebenfalls in Ispra, liefert Unterstützung auf dem Bereich der Validierung/Standards, vor allem in Anwendungen, in denen es Zuständigkeiten hat, wie Vegetations-, Ozean- und Landwirtschaftsüberwachung.

Das Programm umfasst institutionelle Forschungstätigkeiten, die durch Projekte auf Kostenteilungsbasis, konzertierte Aktionen und direkte Forschungstätigkeiten ausgeführt werden. Es sind eine Anzahl von begleitenden Massnahmen vorgesehen:

- die Organisation des Aufenthalts von Stipendiaten, Gastwissenschaftlern und abgeordneten Experten in den Instituten der GFS;
- die Organisation der Abordnung wissenschaftlicher Mitarbeiter der GFS in nationale Labors, Industrielabors und Hochschulen;
- der systematische Informationsaustausch, unter anderem durch die Organisation von wissenschaftlichen Seminaren, Workshops und wissenschaftlichen Kolloquien sowie durch wissenschaftliche Veröffentlichungen;
- Fachausbildung mit Betonung der Multidisziplinarität;
- die unabhängige wissenschaftliche und strategische Bewertung der Ausführung von Projekten und Programmen.

Die für die Durchführung der spezifischen Programme der GFS im Bereich der Umwelt für erforderlich gehaltenen Mittel belaufen sich insgesamt auf 320 Millionen ECU, hiervon sind 294 ECU für direkte Aktionen der GFS (einschliesslich einem etwa 6 % entsprechenden Betrag, der für die orientierende Forschung verwendet werden kann) und 26 Millionen Ecu für wettbewerbsorientierte Unterstützungstätigkeiten reserviert sind.

Die finanzielle Unterstützung für das CEO-Programm wird aus dem für direkte GFS-Aktionen im Vierten Rahmenprogramm bestimmten Budget und durch Mittel für Aktionen auf Kostenteilungsbasis vom Weltraumreferat von GD XII zur Verfügung gestellt. Es werden angemessene Massnahmen getroffen werden, um sicherzustellen, dass bei der Verwaltung des CEO-Programms die Vereinbarkeit dieser beiden Finanzierungsquellen gewährleistet ist.

Bei der Durchführung der institutionellen Tätigkeiten muss die GFS sich an Netzen öffentlicher und privater Labore in den Mitgliedstaaten oder an europäischen Forschungskonsortien beteiligen oder solche organisieren. Besondere Beachtung muss dabei die Zusammenarbeit mit der Industrie, insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), finden.

Die Kommission kann unter Anwendung des Kriteriums des gegenseitigen Nutzens die GFS um Durchführung von Projekten in Zusammenarbeit mit juristischen Personen aus Drittstaaten ersuchen, wenn deren Teilnahme effizient zur Durchführung der institutionellen Tätigkeiten der GFS beiträgt. Für die Beteiligung juristischer Personen aus Drittstaaten ist im Rahmen dieses Programms aber keine finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft vorgesehen. Besondere Beachtung findet die Zusammenarbeit mit Forschungslabors und -instituten in den mittel- und osteuropäischen Ländern und der früheren Sowjetunion.

Die Kommission überprüft ständig und systematisch die Fortschritte bei der Durchführung der Aktionen im Rahmen des Programms. Sie bewertet insbesondere, ob die Ziele, Prioritäten und Fnanzmittel noch der jeweiligen Entwicklung entsprechen.

Die Kommission muss jedes Jahr vor dem 15. April einen Bericht über die Durchführung der GFS-Aktionen im Rahmen des spezifischen Programms auf dem Gebiet der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration, die von der GFS im Vierten Rahmenprogramm durchzuführen sind, unterbreiten. Darüber hinaus muss die Kommission eine externe Bewertung der spezifischen Tätigkeiten der GFS in den unter dieses Programm fallenden Bereichen und deren Verwaltung während der letzten fünf Jahre vor dieser Bewertung durch unabhängige Experten organisieren. Die Ergebnisse dieser Bewertung sowie die Jahresberichte werden dem Rat, dem Europäischen Parlament und dem Wirtschafts- und Sozialausschuss übermittelt werden.

Fachgebiete

Meteorologie - Umweltschutz
Datensatznummer: 519 / Zuletzt geändert am: 2012-05-11
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