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Nachfolgeprogramm

PRE-RADPROT 5C

Programmfinanzierung

EUR 39 million

Referenz zum Amtsblatt

L 74 von 1976-03-20

Rechtsrahmen

76/309/Euratom von 1976-03-15
Zur Ergänzung, Erweiterung und Vertiefung der wissenschaftlichen und technischen Kenntnisse, die zur Bestimmung und Aktualisierung der zulässigen Strahlungswerte beim Menschen und der zulässigen Kontaminierungswerte verschiedener Umweltkomponente erforderlich sind, sowie zur Verbesserung der praktischen Organisation des Strahlenschutzes durch die Mitgliedstaaten.

Kurzbeschreibung

Dieses Strahlenschutzprogramm 1976-1980 war das vierte Programm, das in diesem Bereich seit 1959 umgesetzt wurde. Das erste Jahr seiner Laufzeit überlappte das letzte Jahr des vorigen Programms. Die aus dem vorigen Programm verbleibenden Geldmittel wurden in das nächste Budget übernommen.

Die Forschungsaktivitäten wurden teilweise durch die Biologiegruppe der Kommission durchgeführt, die in der GFS-Einrichtung in Ispra beheimatet ist.

Die Kontinuität dieses Programms wurde von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften angesichts der stetig zunehmenden Nutzung von Kernenergie, der zunehmenden Handhabung von Kernbrennstoffen während ihres gesamten Kreislaufs einschl. Kraftwerke, Abflüsse und Abfälle, sowie des zunehmenden Einsatzes von ionisierender Strahlung und Radioisotopen in der Medizin und Industrie als erforderlich erachtet.

Unterteilung

Sechs Sektoren:

- Strahlungsdosimetrie und ihre Interpretation:
. Strahlung und Messung bestimmter Strahlenschutzmengen;
. Organdosimetrie und innere Dosimetrie;
. Strahlungsphysik und Mikrodosimetrie;
. Interpretation von Dosis-Effekt-Verhältnissen;
. Entwicklung von Instrumenten und Methoden;
. Erfassung und Auswertung dosimetrischer Daten, Vergleichsprüfungsprogramme;
. Biologische und Unfalldosimetrie;

- Verhalten und Bekämpfung von Radionukliden in der Umwelt:
. Meeres- und Kontinentalwasserumgebungen;
. Erdoberflächen;
. atmosphärische Umgebungen;
. Auswertung der Dosenexposition beim Menschen;
. Einschränkung kontaminierter Gebiete;
. herkömmliche Umweltbelastung durch Kernkraftwerke;
. Entweichen von Radionukliden aus nichtnuklearen Werken;

- kurzfristige somatische Strahlungsauswirkungen:
. Primärauswirkungen ionisierender Strahlung auf Nukleinsäuren;
. kurzfristige somatische Auswirkungen ionisierender Strahlung;

- späte somatische Auswirkungen ionisierender Strahlung:
. nichtstochastische Auswirkungen;
. stochastische Auswirkungen;
. Verbreitung und Stoffwechsel von Radionukliden;
. Dekorporierung von Radionukliden;
. epidemiologische Studien in Humanpopulationen;
. Exposition bei ärztlichen Untersuchungen;

- Genetische Auswirkungen ionisierender Strahlung:
. Biochemie von Empfindlichkeit und Reparatur;
. Beschaffenheit genetischer Schäden bei Eukaryoten;
. Dosis-Effekt-Verhältnisse bei Eukaryoten;

- Auswertung von Strahlungsrisiken:
. Projekt 1: Methoden zur Auswertung individueller und kollektiver Dosen infolge normaler Abgabe und versehentlichen Entweichens;
. Methoden zur Auswertung radiologischer Schädigung beim Menschen;
. Methoden zur Auswertung wirtschaftlicher und sozialer Folgeerscheinungen der Bestrahlung.

Ausführung

Die Kommission war für die Umsetzung des Programms vermittels Verträgen auf Kostenteilungsbasis, Assoziationsverträgen sowie an der Gemeinsamen Forschungsstelle in Ispra durchgeführten, internen Forschungsarbeiten zuständig.

Fachgebiete

Strahlenschutz
Datensatznummer: 51 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05