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  • Ein von der GFS (direkte Aktionen) für die Europäische Gemeinschaft auszuführendes spezifisches Programm für die Forschung und technologische Entwicklung, einschließlich der Demonstration -, 1995-1998

Rahmenprogramm

FP4

Programmfinanzierung

EUR 11 million

Referenz zum Amtsblatt

L 361 von 1994-12-31

Rechtsrahmen

94/918/EC von 1995-12-15
Institutionelle wissenschaftliche und technische Unterstützungsaktivitäten, die einen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit und Systemverläßlichkeit leisten sollen.

Kurzbeschreibung

Auf Anfrage der GD III bietet die GFS institutionelle wissenschaftliche und technische Unterstützung bei Durchführung des spezifischen FTE-Programms unter dem Vierten Rahmenprogramm (1994-1998) im Bereich der Informationstechnologie.
%Als institutionelle wissenschaftliche und technische Unterstützungsaktivitäten, die ein Element der direkten Aktion der GFS darstellen, sind solche Aktivitäten zu bezeichnen, die zur Verwirklichung und Durchführung der Gemeinschaftspolitiken und anderer Aufgaben der Kommission erforderlich sind, die die Unabhängigkeit der GFS benötigen. Das andere Element der direkten Aktion der GFS sind institutionelle Forschungstätigkeiten, die als solche bezeichnet werden, wenn die GFS dafür über besonderes Fachwissen und besondere oder sogar in der Gemeinschaft einzigartige Voraussetzungen verfügt, die zu der Umsetzung der FTE-Politik in der Gemeinschaft beitragen. Die von der GFS durchgeführten institutionellen Forschungstätigkeiten unterstützen nicht das Informationstechnologie-Programm.

Im Mittelpunkt der von der GFS durchgeführten Arbeit steht in erster Linie einen Beitrag zur Sicherheit und Zuverlässigkeit von Systemen zu leisten, einschließlich von sicherheitskritischen Computern, Robotern und sicherheitsrelevanten Computersystemen. Die pränormative Arbeit hat unter Berücksichtigung des stärker hervortretenden paneuropäischen sicherheitskritischen Markts für Computersysteme die Förderung des Binnenmarkts der Gemeinschaft zum Ziel, wobei der Beitrag der GFS sich insbesondere konzentriert auf:

- Den Technologietransfer mit der Industrie, der wissenschaftlichen Gemeinschaft und den relevanten Dienstleistungen der Kommission;
-Die Unterstützung, in Zusammenarbeit mit der Industrie, von bereits existierender und geplanter FTE-Arbeit;
- Die Unterstützung der GD III bei vorzubereitender und pränormativer Arbeit bezüglich der Verwaltung des Informationsflusses von informationstechnologischen Forschungsprojekten an Normungsbehörden und umgekehrt.

Die GFS wird möglicherweise auch beauftragt, eine Test-Anlage zur Überprüfung der Konformität von spezialisierter Software einzurichten sowie andere Beiträge im Bereich der Informationstechnologie zu leisten, wie beispielsweise die Entwicklung von Test-Methoden oder die Organisation von Workshops und Schulungsaktivitäten.

Zusätzlich zu den direkten Aktionen kann sich die GFS um Verträge zur Durchführung von Unterstützungsaktivitäten im Rahmen wettbewerbsorientierter Tätigkeiten bemühen. Aktionen innerhalb dieses Rahmenprogramms werden durch wettbewerbsorientierte Tätigkeiten im Kontext einer Beziehung zwischen Kunde/Vertragsschließenden und zur wissenschaftlichen und technischen Unterstützung der Gemeinschaftspolitiken durchgeführt.

Unter dem spezifischen Programm im Bereich der Informationstechnologie haben diese Tätigkeiten zum Ziel, die Kommission zu befähigen, die IT-Politik der Gemeinschaft fortzuführen, insbesondere in den Bereichen Softwaretechnologie, -komponenten und -systeme oder Multimediatechnologie sowie in anderen Prioritätsbereichen, wie beispielsweise hochleistungsfähigen Computersystemen, Mikroprozessor-Systemen und bei der Integration dieser Systeme in ein professionelles Umfeld.

Unterteilung

Institutionelle wissenschaftliche und technische Unterstützungsaktivitäten:

Erster Bereich:

- Sicherheit und Verläßlichkeit von Systemen:
Einen Beitrag zur Errichtung eines paneuropäischen, pränormativen Rahmenwerks für Design- und Bewertungsmethoden bei sicherheitskritischen Computersystemen zu leisten (SCCS). Besondere Themen umfassen:
. Die Datensammlung und -analyse von Systemfehlern bei Software-/Hardware-Ausfällen, und Fehlern bei der Interaktionen von Mensch und Computer, einschließlich der möglichen Einrichtung eines SCCS-Dokumentationszentrums für die Berichterstattung von Software-Problemen;
.Die Entwicklung einer systematischen Methode zur Durchführung einer Funktionsanalyse eines Industriesystems mit eingegliederten Software-Elementen und menschlichen Interaktionen;
. Die Unterstützung der GD III bei der Organisation von Bewertungsverfahren für verschiedene Bewertungstechniken in der Softwareentwicklung und deren Auswirkungen auf die Systemverläßlichkeit;
. Roboter Fallstudie: Anwendung von besten Praktiken bei der Softwareentwicklung sowie von Bewertungstechniken bei der Entwicklung von sicherheitskritischer Überprüfungssoftware für Robotersystemen;
. Studie von spezifischen Techniken zur Überprüfung von Software, die auf der Benutzung von Experten-Systemtechnologie und auf erprobten Systemen beruht;
. Entwicklung von erprobten Werkzeugen für die Unterstützung von guten Praktiken in der Softwareentwicklung, die insbesondere für die Entwicklung von hochqualitativer und verläßlicher Software notwendig ist;
. Ausbildung und Schulung durch Workshops und Seminare sowie Informationsverbreitung über Tätigkeiten im Bereich der SCCS;
. Unterstützung bei der Planung von SCCS-Tätigkeiten im Rahmen des spezifischen ETE-Programms im Bereich der Informationstechnologie;
. Unterstützung der GD III zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit und Stimulierung sowie der Beteiligung an Netzwerken und Interessengruppen im SCCS-Bereich und in der Softwareentwicklung.

Ausführung

Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) leistet durch die Durchführung institutioneller wissenschaftlicher und technischer Unterstützungsaktivitäten (Siehe die Definition unter dem Abschnitt "Allgemeine Information" in diesen Angaben)einen Beitrag zu den Tätigkeiten des spezifischen FTE-Programms im Bereich der Informationstechnologien (1994-1998).

Die Tätigkeiten werden mit Unterstützung der Programme für Informationstechnologie von dem GFS-Institut für Systementwicklung und Informatik (ISEI) durchgeführt, das sich in ISPRA befindet.

Die Kommission ist mit Unterstützung des Aufsichtsrat der GFS für die Durchführung dieser Tätigkeiten verantwortlich, und zwar in Übereinstimmung mit der die spezifischen Programme der direkten Aktionen der GFS verabschiedenden Entscheidung, daß sie mit Unterstützung von bestimmten Programmen unter dem vierten Rahmenprogramm durchgeführt werden, auf Wettbewerbsbasis beruhen sowie das Ziel der Gemeinschaftspolitiken in wissenschaftlicher und technischer Hinsicht unterstützen.

Bei der Durchführung ihrer institutionellen Tätigkeiten beteiligt sich die GFS an Netzen von öffentlichen und privaten Laboratorien in den Mitgliedstaaten bzw. europäischen Forschungskonsortien oder organisiert solche Netze, sofern dies angemessen und durchführbar ist. Besondere Beachtung findet dabei die Zusammenarbeit mit der Industrie, insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Die Kommission kann unter Zugrundelegung des Kriteriums des gegenseitigen Nutzens die GFS um die Durchführung von Projekten in Zusammenarbeit mit juristischen Personen ersuchen, die in Drittländern ansässig sind, sofern dies effektiv zur Durchführung der Tätigkeiten der GFS beiträgt. Für die Teilnahme von juristischen Personen aus Drittländern kann die Gemeinschaftsfinanzierung im Rahmen dieses Programms nicht in Anspruch genommen werden. Besondere Beachtung findet dabei die Zusammenarbeit mit Forschungslaboren und -instituten in den Mittel- und osteuropäischen Ländern und der früheren Sowjetunion.

Im Rahmen des Programms werden Vorrichtungen für mehrere flankierende Maßnahmen getroffen, die beinhalten:

- Die Organisation des Aufenthalts von Stipendiaten, Gastwissenschaftlern und abgeordneten Experten in den Instituten der GFS;
- Die Organisation der Abordnung wissenschaftlicher Mitarbeiter der GFS in nationale Labors, Industrielabors oder Hochschulen;
- Systematischer Informationsaustausch, u.a. durch die Veranstaltung von Seminaren, Workshops und wissenschaftlichen Kolloquien sowie durch wissenschaftliche Veröffentlichungen etc.;
- Fachausbildung mit Betonung der Multidisziplinarität;
- Die unabhängige wissenschaftliche und strategische Bewertung der Ausführung von Projekten und Programmen.

Die für die Durchführung der direkten Tätigkeiten der GFS für notwendig erachteten finanziellen Mittel unter dem vierten Rahmenprogramm belaufen sich auf 600 Millionen ECU, wobei der Betrag von 11 Millionen ECU für die Durchführung von direkten Aktionen zurückgestellt wird, die ein spezifisches Programm im Bereich der Informationstechnologie unterstützen.

Ein zusätzlicher Gesamtbetrag von 128 Millionen ECU wird unter dem Vierten Rahmenprogramm für die Durchführung von wettbewerbsfähigen Unterstützungsaktivitäten zurückgestellt, von denen 10 Millionen ECU für Aktionen zur Durchführung von Programmen im Bereich der Informationstechnologie vorgesehen sind. Wettbewerbsorientierte Tätigkeiten werden von der Kommission Forschungsinstituten und -Zentren zugeteilt, einschließlich der GFS, Hochschulen und Ausschreiben auf Wettbewerbsbasis

Die Kommission überwacht kontinuierlich und systematisch, welche Fortschritte bei der Durchführung der Aktionen unter diesem Programm erzielt werden, wobei sie insbesondere überprüft, ob die Ziele, Prioritäten und Finanzmittel der verschiedenen Aktionen noch angemessen sind

Die Kommission legt jährlich vor dem 15. April einen Jahresbericht über die Durchführung der GFS-Aktionen unter den spezifischen Forschungsprogramm, der technologischen Entwicklung und Demonstration vor, die von der GFS unter dem Vierten Rahmenprogramm durchzuführen sind. Zusätzlich beauftragt die Kommission unabhängige Sachverständige mit der externen Bewertung der spezifischen Tätigkeiten, die unter dem GFS-Programm und dessen Management während der fünf Jahre vor dieser Bewertung durchgeführt wurden. Die Ergebnisse dieser Bewertung werden gemeinsam mit den Jahresberichten dem Rat, dem Europäischen Parlament und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß unterbreitet.
Datensatznummer: 538 / Zuletzt geändert am: 2012-05-11