Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Nachfolgeprogramm

FP1-DECOM 2C

Programmfinanzierung

EUR 4,7 million

Referenz zum Amtsblatt

L 83 von 1979-04-03

Rechtsrahmen

79/344/Euratom von 1979-03-27
Zur gemeinsamen Entwicklung eines Systems zur Bewirtschaftung von redundanten Kernkraftanlagen sowie der radioaktiven Abfälle, die sich aus ihrem Abbruch ableiten, wobei sowohl der Menschheit als auch der Umwelt der bestmögliche Schutz vor den potentiellen Gefahren der Stillegung gewährt wird.

Kurzbeschreibung

Durch das zweite gemeinschaftliche Umweltaktionsprogramm (1977-1981) wurde der Bedarf an gemeinschaftlichen Maßnahmen betreffend die Stillegung von Kernkraftwerken hervorgehoben. In diesem Zusammenhang wurden der Inhalt und die Verfahrensweisen für die Umsetzung derartiger Maßnahmen festgelegt.

Dieses erste Forschungsprogramm auf dem Gebiet war auf die Stillegung von Kernkraftwerken beschränkt, während nachfolgende Programme sich mit Kernkraftanlagen allgemein befaßt haben.

Unterteilung

- Forschungs- und Entwicklungsprojekte betreffend:
. Langfristige Integrität von Gebäuden und Systemen;
. Dekontaminierung für Stillegungszwecke;
- Abbruchmethoden;
. Behandlung bestimmter Abfallstoffe: Stahl, Beton und Graphit;
. große Transportcontainer für radioaktiven Abfall, der beim Abbruch von Kernkraftwerken entsteht;
. Schätzung der Mengen von radioaktivem Abfall, der bei der Stillegung von Kernkraftwerken in der Gemeinschaft entsteht;
. Der Einfluß von Auslegungsmerkmalen bei Kernkraftwerken auf die Stillegung;

- Identifikation von Leitlinien, wie u.a.:
. hinsichtlich Konstruktion und Betrieb von Kernkraftwerken zur Vereinfachung ihrer späteren Stillegung;
. hinsichtlich Stillegung von Kernkraftwerken, zur Definition der grundlegenden Elemente einer gemeinschaftlichen Politik auf diesem Gebiet.

Ausführung

Die Kommission war für die Durchführung des Programms durch Verträge auf Kostenteilungsbasis mit öffentlichen Organisationen und Privatunternehmen in den Mitgliedstaaten zuständig. Dabei wurde sie durch den Beratenden Ausschuß für Programm-Management (ACPM) im Bereich Stillegung von Kernkraftanlagen sowie durch vier Arbeitsgruppen unterstützt, die sich aus Fachleuten zusammensetzten, die von den ACPM-Delegierten aus den einzelnen Mitgliedstaaten ernannt wurden. Bei diesen Fachleuten handelte es sich um Vertreter von Auftragnehmern sowie um Mitarbeiter der Kommission.

Im Rahmen internationaler Organisationen (IAEA, NEA) nahmen die Programmmitarbeiter an den Stillegungs-Arbeitsgruppen teil bzw. leisteten Beiträge zu den jeweiligen Arbeitsgruppen.

Die Ergebnisse von Forschungsaufträgen erschienen in Abschlußberichten, die nach Abschluß der einzelnen Aufträge erstellt wurden. Die Kommission veröffentlichte ferner vier jährliche Fortschrittsberichte über das Programm. Eine Sonderkonferenz über die Programmergebnisse wurde vom 22. bis 24. Mai 1984 in Luxemburg abgehalten.
Datensatznummer: 53 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05