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  • Von der GFS für die Europäische Gemeinschaft durchzuführendes spezifisches Programm für Forschung und technologische Entwicklung, einschliesslich Demonstration (direkte Aktionen) - Umwelt und Klima - 1995-1998

Rahmenprogramm

FP4

Vorheriges Programm

JRC-ENVPROT 6C

Programmfinanzierung

EUR 294 million

Referenz zum Amtsblatt

L 361 von 1994-12-31

Rechtsrahmen

918/94/EC von 1995-12-15
Institutionelle Forschungstätigkeiten und institutionelle wissenschaftliche und technische Unterstützungstätigkeiten zur Durchführung des Programms Umwelt und Klima und zur Ausarbeitung und Durchführung der Umweltpolitik der Gemeinschaft.

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des Vierten FTE-Rahmenprogramms (1994-1998) führt die GFS sowohl institutionelle Forschungstätigkeiten als auch institutionelle wissenschaftliche und technische Unterstützungstätigkeiten für das spezifische FTE-Programm auf dem Gebiet Umwelt und Klima durch. Diese Tätigkeiten bauen auf GFS-Aktionen auf, die im Rahmen früherer Progamme auf dem Gebiet des Umweltschutzes durchgeführt wurden, und setzt diese fort.

Die direkten GFS-Aktionen haben zwei Komponenten: institutionelle Forschungstätigkeiten, die als die Tätigkeiten beschrieben werden, für die die GFS über Sachkenntnis und besondere, wenn nicht gemeinschaftsweit einzigartige Einrichtungen verfügt, die zur Durchführung der FTE-Politik der Gemeinschaft beitragen; und institutionelle wissenschaftliche und technische Unterstützungstätigkeiten, die als die Tätigkeiten definiert sind, die zur Ausarbeitung und Durchführung von Gemeinschaftspolitiken notwendig sind, sowie andere Aufgaben, die die Neutralität der GFS erfordern. Zur Unterstützung des Programms Umwelt und Klima führt die GFS beide Arten von Tätigkeiten durch.

Schwerpunkt der institutionellen Forschungstätigkeiten ist das Thema der globalen Veränderungen (Global Change). Diese Tätigkeiten sollen zu internationalen kooperativen Programmen beitragen, wie dem "International Geosphere Biosphere Programme" (IGBP), und insbesondere den folgenden IGBP-Projekten: "International Global Atmospheric Chemistry" (IGAC), "Joint Global Ocean Flux Study, Global Change and Terrestrial Ecosystems" (GCTE), "Biosphere Aspects of the Hydrological Cycle" (BAHC) und "Global Atmosphere Watch" (GAW). Die GFS trägt weiterhin zur Einrichtung des Europäischen Erdbeobachtungssystems (EEOS) bei und leistet durch Bereitstellen ihrer wissenschaftlichen Arbeiten über globale Veränderungen und durch ihren Beitrag, von einem wissenschaftlichen und technischen Standpunkt, zu der Koordinierung der Tätigkeiten einen Beitrag zum ENRICH-Netz. Bei der Durchführung der institutionellen Forschung wird die GFS Verbindungen mit den entsprechenden EUREKA-Vorhaben sicherstellen.

Schwerpunkt der institutionellen wissenschaftlichen und technologischen Unterstützungstätigkeiten ist der Beitrag zur Entwicklung der Umweltpolitik der Gemeinschaft (vor allem dem Fünften Aktionsprogramm Umwelt) und insbesondere die Unterstützung der Durchführung bestehender Richtlinien und der Ausarbeitung neuer. Die von der GFS durchgefuehrten institutionellen Unterstützungstätigkeiten werden allgemein in enger Zusammenarbeit zwischen den GFS-Programmverwaltern und den Verwaltern der entsprechenden Generaldirektionen definiert und durchgeführt.

Zusätzlich zu den direkten Aktionen kann sich die GFS im Rahmen eines wettbewerbsorientierten Ansatzes für die Durchführung anderer Unterstützungstätigkeiten bewerben. Aktionen in diesem Rahmen werden durch Arbeiten abgewickelt, die sich für einen wettbewerbsorientierten Ansatz im Auftraggeber-Auftragnehmer-Verhältnis eignen.

Im Rahmen des spezifischen Programms im Bereich Umwelt und Klima liegt der Schwerpunkt der Aktionen mit wettbewerbsorientiertem Ansatz auf der Unterstützung der Rechtssetzungsmassnahmen im allgemeinen Rahmen der Umweltpolitik, einschliesslich der Entwicklung von Analysemethoden und der Durchführung, durch ein Netz analytischer Labors, einer Reihe von Prüfungen der Umweltverschmutzung, der Wasserqualität, des Abfalls und der Umweltverschmutzung an Land. Eine besondere Tätigkeit ist die Verwendung von Fernerkundungsmethoden aus der Luft und aus dem Weltraum für die Überwachung von Tropenwäldern, Desertifikation und Meeresproduktivität. Es können auch einige Themen über die Rechtssetzung hinsichtlich der industriellen Risiken und einige Massnahmen auf dem Gebiet der industriellen Sicherheit, einschliesslich Biotechnologie, behandelt werden.

Unterteilung

Institutionelle Forschung:

Sieben Bereiche:

- Atmosphärische Prozesse:
Ziel ist, zur Bewertung von Klimastörungen in der Troposphäre und unteren Stratosphäre beizutragen, die durch die atmosphärischen chemischen Prozesse anthropogener und natürlicher Emissionen in Europa bedingt sind. Die GFS-Tätigkeiten erfolgen im Rahmen internationaler Kooperationsprogramme, wie dem IGBP (International Geosphere Biosphere Programme) und dem GAW (Global Atmosphere Watch). Besondere Aufmerksamkeit ist dem troposphärischen Ozon und der oxidativen Effizienz der Atmosphäre und der Rolle von Aerosol-Vorläuferstoffen sowie den Wechselwirkungen zwischen Aerosolen und Wolken zu widmen.

-Umweltqualität:
Forschung über ausgewählte Aspekte der gesamten chemischen Verunreinigung auf der Grundlage europäischer Zusammenarbeit und zur Unterstützung der pränormativen Forschung für den Europäischen Binnenmarkt. Forschungsthemen:
. chemische Verunreinigung von Boden und Wasser; Übersäuerung durch Schadstoffeintrag, biologische Prozesse und entsprechende Überwachung;
. Gesamtexposition des Menschen gegenüber chemischen Stoffen: Umweltkompartimente, Aufnahmewege und gesundheitliche Auswirkungen bei Spurenmetallen und ausgewählten Gruppen organischer Stoffe;
. Datenverarbeitung und -verwaltung, z.B. Anpassung geographischer Informationssysteme.

- Zuverlässigkeit industrieller Systeme:
Das Ziel ist, gemeinsam mit der Industrie, mit öffentlichen Behörden und nationalen Laboratorien eine solide wissenschaftliche Grundlage für die Erhöhung der Sicherheit und der Umweltverträglichkeit der Technik zu schaffen, z.B. Entwicklung von Verfahren mit mehrfachen Kriterien für die Definition von Gesamtindikatoren für den Zustand der Umwelt; Entwicklung neuer Methoden für die Bewertung der Sicherheit und Zuverlässigkeit industrieller Systeme; Bereitstellung neuer Konstruktionsverfahren und experimentell geprüfter Kalkulationsinstrumente für den sicheren Betrieb chemischer Reaktoren. Die Forschungsthemen behandeln hauptsächlich:
.chemische Verunreinigung von Boden und Wasser; Übersäuerung durch Schadstoffeintrag, biologische Prozesse und entsprechende Überwachung;
. Gesamtexposition des Menschen gegenüber chemischen Stoffen: Umweltkompartimente, Aufnahmewege und gesundheitliche Auswirkungen bei Spurenmetallen und ausgewählten Gruppen organischer Stoffe;
. Datenverarbeitung und -verwaltung, z.B. Anpassung geographischer Informationssysteme.

Fernerkundung der Biosphäre der Erde und des Meeres:
Ziel dieser Arbeit ist, die Funktionsweise der Biosphäre der Erde und des Meeres global zu dokumentieren und zu verstehen. Die damit verbundenen Tätigkeiten konzentrieren sich auf die Entwicklung und die kombinierte Anwendung von Fernerkundungstechniken und Modellen und unterstützen unmittelbar die Bemühungen der Wissenschaftsgemeinschaft bei der Erforschung des Ökosystems vom Weltall aus. Besonderes Gewicht soll auf die Überwachung und das Verständnis der Biosphäre und ihrer Wechselwirkungen mit den anderen Komponenten des globalen Klimasystems, insbesondere der Atmosphäre, gelegt werden.

- Fortschrittliche Erdbeobachtungstechniken:
Ziel ist die Bewertung und Entwicklung von Anwendungsmöglichkeiten für Fernerkundungstechniken unter Einbeziehung des Europäischen Mikrowellensignaturlabors (European Microwave Signature Laboratory) und des gemeinsamen Projekts mit der Europäischen Weltraumorganisation, des sogenannten EARSEC (European Airborne Remote Sensing Capabilities). Damit wird die Vorbereitung der Wissenschaftsgemeinschaft für die Verwendung von Daten von Erdbeobachtungssensoren, die Entwicklung von Verfahren zur Interpretation von Satellitendaten und die Auswertung fortschrittlicher Erdbeobachtungstechniken angestrebt. Die vorgesehene Arbeit umfasst:
. Fortschrittliche Methoden für die Analyse von Umweltdaten;
. Fortschrittliche Techniken für das Erfassen von Fernerkundungsdaten.

- Fernüberwachung:
Die Forschung ist auf die Entwicklung von Fernerkundungsmethoden ausgerichtet, die in der Zukunft zu Anwendungsprojekten in den verschiedenen Generaldirektionen, z.B. GD I (Auswärtige Angelegenheiten), GD VIII (Entwicklung) und GD XI (Umwelt) führen könnten. Die in diesem Rahmen durchgeführten Tätigkeiten beziehen die Arbeiten von Instituten und Organisationen in den Mitgliedstaaten ein und behandeln:
. Tropenwald-Informationssystem;
. Ökosystemüberwachung in der afrikanischen Savanne;
. Überwachung der Verbrennung von Biomasse und Bewertung der Auswirkungen;
. Europäische Umweltüberwachung;
. Fernerkundungsdaten und Meeresinformationssystem;
. Meeresfarbe;
. Überwachung der Atmosphäre;
. Entwicklung von Verfahren, die zum Schutz der Bevölkerung auf eine bessere Ermittlung von gefährlichen Objekten abzielen, wobei das European Microwave Signature Laboratory eingesetzt wird.

- Zentrum für Erdbeobachtung:
Beitrag, zusammen mit der Europäischen Weltraumorganisation und anderen europäischen Organisationen wie EUMETSTAT zur Planungs- und Durchführungsphase des Zentrums für Erdbeobachtung, um ein koordiniertes, dezentralisiertes Erdbeobachtungsnetz, das Europäische Erdbeobachtungssystem (EEOS), einzurichten.
(Ausführlichere Einzelheiten der Beteiligung der GFS am CEO sind im Text "CEO 2" in der Datenbank RTD-PROGRAMMES enthalten).

- Institutionelle wissenschaftliche und technische Unterstützungstätigkeiten:
Sieben Bereiche:

- Europäisches Zentrallabor für Luftverschmutzung (Erlap):
Die Tätigkeiten bestehen in der wissenschaftlichen und technischen Unterstützung für die Regelungsmassnahmen der Kommission in den Bereichen Luftqualität, Industrieemissionen und Informationsaustausch über Umweltradioaktivität. Schwerpunkte der Arbeit sind:
. Ausarbeitung und Durchführung der EG-Richtlinien über Luftqualität unter besonderer Berücksichtigung der städtischen Umwelt und der Industrieemissionen in Zusammenarbeit mit dem neu eingerichteten Erlap. Die Ausarbeitung von Harmonisierungsverfahren zur Gewährleistung einer absoluten Kohärenz der Informationen aus den verschiedenen Mitgliedstaaten ist vorrangig;
. Durchführung von EG-Richtlinien über Radioaktivität in der Umwelt, insbesondere die Richtlinien in Zusammenhang mit dem Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten unter normalen Bedingungen und im Anschluss an einen Unfall.

- Unterstützung der Europäischen Umweltagentur (EUA):
Die Aufgabe der GFS ist gemäss der Verordnung des Rates zur Errichtung der EUA die wissenschaftliche und technische Unterstützung der Agentur. Die vorrangigen Aufgaben sind folgende:
. Harmonisierung der Methoden zur Messung der Umweltparameter;
. gegenseitige Abstimmung der Messinstrumente;
. Normung der Datenformate;
. Entwicklung neuer Methoden und neuer Instrumente zur Messung der Umweltparameter;
. sonstige Aufgaben gemäss Übereinkunft zwischen dem Exekutivdirektor der Agentur und dem Generaldirektor der GFS.

- Europäisches Zentrum für die Validierung alternativer Prüfverfahren (ECVAM):
ECVAM soll bei der Ausarbeitung der Gemeinschaftsvorschriften wissenschaftlich-technische Unterstützung leisten. ECVAM koordiniert die Bemühungen, die eine ordnungsgemässe wissenschaftliche und gesetzgeberische Akzeptanz alternativer Verfahren (zur Vivisektion) fördern sollen, die für die Biowissenschaften von Bedeutung sind und die Zahl der Tierversuche verringern bzw. diese verbessern oder ersetzen können.

-Betriebssicherheit von Industrieanlagen:

Zwei Tätigkeiten:
. Unterstützung der Umsetzung von Umweltrichtlinien über grössere industrielle Risiken, biotechnologische Risiken, Umweltverträglichkeitsprüfungen und Sicherheit am Arbeitsplatz.
. Die Analyse der sicheren Handhabung gefährlicher Produkte während der gesamten Produktlebensdauer, insbesondere bei Beförderung und Lagerung.

- Europäisches Büro für chemische Stoffe (ECB):
Technische Anlaufstelle für auf Forschung beruhende Arbeiten zur Umsetzung von Verordnungen und Richtlinien der Gemeinschaft im Bereich der Kontrolle chemischer Erzeugnisse. Die Tätigkeiten fallen in die folgenden Bereiche:
. Klassifizierung und Etikettierung gefährlicher Stoffe;
. Umsetzung des Benachrichtigungssystems für neue Stoffe;
. Prüfverfahren;
. Bestehende Vorschriften für chemische Stoffe;
. Importieren/Exportieren gefährlicher Stoffe.

- Nahrungsmittel und europäisches Netzwerk für gemeinschaftliche pharmazeutische Produkte (ECPHIN):
Zwei Tätigkeiten:
. Technische und wissenschaftliche Unterstützung der entsprechenden Dienststellen der Kommission bei der Harmonisierung von Analysemethoden für Nahrungsmittel und Verbrauchsgüter;
. Integrierte Informations- und Kommunikationsdienstleistungen zur Unterstützung der entsprechenden Dienststellen der Kommission und des Europäischen Amtes für die Begutachtung von Arzneimitteln bei der Überwachung der Markttransparenz (wissenschaftliche Information und Preise) medizinischer Produkte und beim elektronischen Austausch von Dokumenten/Daten mit einzelstaatlichen Stellen.

- Qualitätskontrolle von Verbrauchsgütern:
Zwei Tätigkeiten:
. Erbringung unparteiischer Dienstleistungen durch Bereitstellen wissenschaftlich-technischer Mittel für die GD XXIV (Verbraucherpolitik) zur Kontrolle von Spurenverunreinigungen in zum allgemeinen Verbrauch bestimmten Industrieerzeugnissen;
. Unterstützung von GD XXIV bei der Festlegung und Überprüfung der Produktsicherheit und Bereitstellung von Methoden für die Qualitätskontrolle.

Ausführung

Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) trägt durch die Durchführung institutioneller Forschungstätigkeiten und institutioneller wissenschaftlicher und technischer Unterstützungstätigkeiten (siehe Definition im Abschnitt "Allgemeine Informationen" dieser Beschreibung) zu den Tätigkeiten des spezifischen FTE-Programms im Bereich Umwelt und Klima (1994-1998) bei.

An der Durchführung der direkten Aktionen sind vier GFS-Einrichtungen beteiligt:

- Institut für Systemtechnik und Informatik (für Tätigkeiten, die Aspekte des Zentrums für Erdbeobachtung, der Umweltqualität und der Zuverlässigkeit industrieller Systeme betreffen);
- Umweltinstitut (für Tätigkeiten, die Aspekte des Zentrums für Erdbeobachtung, der atmosphärischen Prozesse und der fortgeschrittenen Erdbeobachtungsverfahren betreffen);
- Institut für Fernerkundungsanwendungen (für Tätigkeiten, die Aspekte des Zentrums für Erdbeobachtung, der Fernerkundung für die terrestrische Biosphäre und die Meeresbiosphäre, der Fernüberwachung, der fortgeschrittenen Erdbeobachtungstechniken und der Umweltqualität betreffen);
- Institut für Sicherheitstechnologie (Tätigkeiten, die die Zuverlässigkeit industrieller Systeme betreffen).

Für die Durchführung der direkten Aktionen in Übereinstimmung mit der Entscheidung zur Annahme des spezifischen Programms der direkten GFS-Aktionen, die zur Unterstützung bestimmter Programme im Vierten Rahmenprogramm durchzuführen sind, und der Tätigkeiten, die im Rahmen eines wettbewerbsorientierten Ansatzes durchzuführen und für die wissenschaftliche und technische Unterstützung der Gemeinschaftspolitiken bestimmt sind, ist die Kommission, unterstützt vom Aufsichtsrat der GFS, zuständig.

Bei der Durchführung institutioneller Tätigkeiten muss die GFS, wenn angebracht und praktisch durchführbar, sich an Netzen öffentlicher und privater Labore in den Mitgliedstaaten oder an europäischen Forschungskonsortien beteiligen oder solche organisieren. Besondere Beachtung muss dabei die Zusammenarbeit mit der Industrie, insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), finden.

Die Kommission kann unter Anwendung des Kriteriums des gegenseitigen Nutzens die GFS um Durchführung von Projekten in Zusammenarbeit mit juristischen Personen aus Drittstaaten ersuchen, wenn deren Teilnahme effizient zur Durchführung der institutionellen Tätigkeiten der GFS beiträgt. Für die Beteiligung juristischer Personen aus Drittstaaten ist im Rahmen dieses Programms aber keine finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft vorgesehen. Besondere Beachtung findet die Zusammenarbeit mit Forschungslabors und -instituten in den mittel- und osteuropäischen Ländern und der früheren Sowjetunion.

Im Rahmen des Programms ist eine Reihe von begleitenden Massnahmen vorgesehen, die folgendes beinhalten:

- die Organisation des Aufenthalts von Stipendiaten, Gastwissenschaftlern und abgeordneten Experten in den Instituten der GFS;
- die Organisation der Abordnung wissenschaftlicher Mitarbeiter der GFS in nationale Labors, Industrielabors und Hochschulen;
- der systematische Informationsaustausch, unter anderem durch die Organisation von wissenschaftlichen Seminaren, Workshops und wissenschaftlichen Kolloquien sowie durch wissenschaftliche Veröffentlichungen;
- Fachausbildung mit Betonung der Multidisziplinarität;
- die unabhängige wissenschaftliche und strategische Bewertung der Ausführung von Projekten und Programmen.

Der für die Durchführung der direkten GFS-Aktionen im Vierten Rahmenprogramm für notwendig erachtete Gesamtbetrag beläuft sich auf 600 Millionen ECU, hiervon ist ein Betrag von 294 Millionen ECU für die Durchführung direkter Aktionen zur Unterstützung des spezifischen Programms im Bereich Umwelt und Klima reserviert. Der GFS-Gesamthaushalt beinhaltet Rückstellungen für orientierende Forschung (rund 6 % des Gesamtbetrags) und den erforderlichen Haushaltsbeitrag der GFS für ihre Beteiligung an Aktionen auf Kostenteilungsbasis. Ungefähr ein Drittel des Gesamthaushalts ist für die institutionellen Unterstützungstätigkeiten vorgesehen.

Im Rahmen des Vierten Rahmenprogramms ist ein weiterer Gesamthaushalt von 128 Millionen ECU für die Durchführung wettbewerbsorientierter Unterstützungstätigkeiten zurückgestellt, hiervon sind 26 Millionen ECU für im Bereich Umwelt und Klima durchzuführende Aktionen reserviert. Die Aktionen im Rahmen eines wettbewerbsorientierten Ansatzes werden von der Kommission auf Wettbewerbsbasis Forschungsorganen und -stellen, einschliesslich der GFS, Universitäten und Unternehmen, zugewiesen.

Die Kommission wird die bei der Durchführung der Aktionen im Rahmen des Programms erzielten Fortschritte ständig und systematisch überprüfen. Sie bewertet insbesondere, ob die Ziele, Prioritäten und Finanzmittel der verschiedenen Aktionen noch der jeweiligen Entwicklung entsprechen.
%Die Kommission muss jedes Jahr vor dem 15. April einen Bericht über die Durchführung der GFS-Aktionen im Rahmen des spezifischen Programms auf dem Gebiet der Forschung, technologischen Entwicklung und Demonstration, die von der GFS im Vierten Rahmenprogramm durchzuführen sind, unterbreiten.

Unabhängige Sachverständigen werden regelmässige Bewertungen der vom ersten Abschnitt des Programms (direkte Aktionen) abgedeckten Tätigkeiten durchführen. Nach Ablauf des Programms werden diese Sachverständigen eine Endbewertung durchführen, bei der die erzielten Ergebnisse mit den ursprünglichen Zielen verglichen werden. Ein Bericht dieser Endbewertung wird dem Rat, dem Europäischen Parlament und dem Wirtschafts- und Sozialausschuss übermittelt werden. Darüber hinaus muss die Kommission eine externe Bewertung der spezifischen Tätigkeiten der GFS in den unter dieses Programm fallenden Bereichen und deren Verwaltung während der letzten fünf Jahre vor dieser Bewertung durch unabhängige Experten organisieren. Die Ergebnisse dieser Bewertung werden dem Rat, dem Europäischen Parlament und dem Wirtschafts- und Sozialausschuss vorgelegt.
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