Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Zur Entwicklung von Prioritäten bei Forschungsprojekten von gemeinsamem industriellen Interesse zur Vereinfachung der Entwicklung einer neuen Automobil-Generation, die sehr geringere oder kein Emissionen produziert.

Kurzbeschreibung

Die Task Force über das Auto der Zukunft ist eine von mehreren, die auf Initiative der Kommissionsmitglieder Cresson (Forschung, allgemeine und berufliche Bildung), Bangemann (Industrie, Telekommunikation und Informationstechnologien) und Kinnock (Verkehr) zum Zweck der Entwicklung der Prioritäten für Forschungsprojekte von gemeinsamem industriellen Interesse zurückgeht. Die Task Forces sind auf klar definierte Bereiche fokussiert und beabsichtigen in erster Linie die Bestimmung und anschließend die Koordinierung der Forschungsbemühungen, die in jedem Bereich (sowohl auf privater als auch auf öffentlicher Ebene) in den einzelnen Mitgliedstaaten und im Rahmen der entsprechenden Programme der europäischen Union unternommen werden, vor allem in bezug auf die im Vierten FTE-Rahmenprogramm ausgeführte Forschung.

Die Begründung der Task Forces ist die Bereinigung der gegenwärtigen Situation, wo Forschungsprojekten mit europäischer Kooperation 13% der öffentlichen Forschungshaushalte zugeteilt werden, im Gegensatz zu 87% für ausschließlich nationale Forschung. Größere Koordination zwischen den Forschungstätigkeiten der Mitgliedstaaten ist zur Verringerung der teuren und verschwenderischen Verdopplung der Bemühung notwendig und wird letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der globalen Wirtschaft verbessern. Die Task Forces wurden Anfang 1995 gegründet und umfassen sechs Bereiche: Lernprogramme und Multimedia; das Auto der Zukunft; die neue Flugzeug-Generation; Impfstoffe und Viruserkrankungen; der Zug der Zukunft; Transport mit mehreren Verkehrsmitteln. Die Liste ist unbegrenzt, und in der Zukunft können neue Task Forces eingerichtet werden. Diese können solche Themen wie saubere Technologien, Anwendungen für die Informationsgesellschaft, Baumaterialien, die Seefahrtindustrie usw. behandeln.

Trotz der bedeutenden Forschungsressourcen, die in die europäische Automobilindustrie, in das spezifische Gebiet der Forschung in saubere Autos und elektrisch angetrieben Autos investiert worden sind, hinken die Bemühungen der europäischen Industrie hinter den ausländischen Konkurrenten her, vor allem hinter den USA und Japan.

Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die Task Force, die erforderlichen Forschungs- und Demonstrationstätigkeiten zu erleichtern, um während der nächsten fünf bis zehn Jahre durch Förderung der intensivierten Koordination für die Produktion eines Autos zu entwickeln, das geringe oder keine Emissionen produziert. Im Mittelpunkt stehen die kritischen technologischen Faktoren, die die schnelle Entwicklung von Fahrzeugen dieser Art einschränkt, vor allem:

- Fortgeschrittene Technologien für Energiespeicherung und Antrieb, insbesondere Technologie mit Batterieantrieb;
- Die wichtigsten ergänzenden Technologien (Elektronik, leichte Werkstoffe, rechnergestützte Systeme);
- Integration dieser Technologien in Fahrzeuge, die wenig oder keine Emissionen produzieren oder in Hybridfahrzeuge, in enger Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie.

Um eine besseres Bild der Erfordernisse und Prioritäten zu erlangen, hat die Task Force bereits informelle Kontakte mit der Automobilindustrie und damit zusammenhängenden Industrien, einschließlich KMU und Energieproduzenten und Vertriebsgesellschaften aufgenommen. Die Treffen werden mit Vertretern aus allen Sektoren abgehalten, um die wissenschaftlichen und technologischen Aspekte des Aktionsplans zu bestimmen. Wie die anderen Task Forces wird dieser Aktionsplan Vorschläge für die Mobilisierung von Mitteln machen, die auf nationaler und europäischer Ebene in einer stärker koordinierten Art verfügbar sind, um F&E, die Verbreitung und Innovationstätigkeiten zu fördern. Dazu können Vorschläge für die Verbindung ausgewählter Projekte innerhalb der entsprechenden spezifischen Programme im Vierten Rahmenprogramm gehören.

Unterteilung

Keine weiteren Angaben für diesen Abschnitt verfügbar.

Ausführung

Die Task Forces sind zunächst für die Bewertung der Lage in ihrem spezifischen Bereich verantwortlich sowie für die Erstellung eines Verzeichnisses zu den aktuellen Forschungsvorhaben und der Festlegung von Prioritäten für die Forschung nach ausführlicher Beratung mit der Industrie und ihren Anwendern. Auf Grundlage dieser Analyse wird ein Schema zur Kombination von Prioritätsprojekten mit den relevanten spezifischen Programmen unter dem Vierten Rahmenprogramm erstellt.

Die Task Forces verwalten und finanzieren die Projekte gegenwärtig nicht selber; sie können jedoch den Inhalt von ausstehenden Anträgen zu Vorschlägen unter dem Vierten Rahmenprogramm und die Struktur sowie den Inhalt des Fünften Rahmenprogramms beeinflussen. Die Task Forces können sich auch auf verschiedene Bestimmungen in dem Absatz unter dem Titel Forschung & Entwicklung im Vertrag zur Europäischen Union beziehen: Artikel 130k enthält die Bewilligung zur Erstellung von zusätzlichen F&E-Programmen mit der Teilnahme von einigen bestimmten Mitgliedstaaten, Artikel 130l sieht eine gemeinsame Teilnahme bei von mehreren Mitgliedstaaten verfolgten F&E-Programmen vor oder Artikel 130n, gemäß welchem innerhalb der Gemeinschaft gemeinsame Projekte für Forschungszwecke zugelassen sind.

Fachgebiete

Verkehr
Datensatznummer: 547 / Zuletzt geändert am: 1998-05-05
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