Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Task Forces für die Entwicklung von Prioritäten bei Forschungsprojekten von gemeinsamem industriellen Interesse zur Vereinfachung der Koordination europäischer Bemühungen, die auf die Verbesserung der allen Eisenbahnbenutzern angebotenen Dienste abzielen.

Kurzbeschreibung

Die Task Force über den Zug der Zukunft ist eine der zahlreichen Task Forces, die auf Initiative der Kommissionsmitglieder Cresson (Forschung, allgemeine und berufliche Bildung), Bangemann (Industrie, Telekommunikation und Informationstechnologien) und Kinnock (Verkehr) zum Zweck der Entwicklung der Prioritäten für Forschungsprojekte von gemeinsamem industriellen Interesse zurückgeht. Die Task Forces sind auf klar definierte Bereiche fokussiert und beabsichtigen in erster Linie die Bestimmung und anschließend die Koordinierung der Forschungsbemühungen, die in jedem Bereich (sowohl auf privater als auch auf öffentlicher Ebene) in den einzelnen Mitgliedstaaten und im Rahmen der entsprechenden Programme der europäischen Union unternommen werden, vor allem in bezug auf die im Vierten FTE-Rahmenprogramm ausgeführte Forschung.

Die Begründung der Task Forces ist die Bereinigung der gegenwärtigen Situation, wo Forschungsprojekten mit europäischer Kooperation 13% der öffentlichen Forschungshaushalte zugeteilt werden, im Gegensatz zu 87% für ausschließlich nationale Forschung. Größere Koordination zwischen den Forschungstätigkeiten der Mitgliedstaaten ist zur Verringerung der teuren und verschwenderischen Verdopplung der Bemühung notwendig und wird letztendlich die Wettbewerbsfähigkeit Europas in der globalen Wirtschaft verbessern. Die Liste ist unbegrenzt, und in der Zukunft können neue Task Forces eingerichtet werden. Diese können solche Themen wie saubere Technologien, Anwendungen für die Informationsgesellschaft, Baumaterialien, die Seefahrtindustrie usw. behandeln

Trotz der extrem günstigen technologischen Position im Sektor für Hochgeschwindigkeitszüge besteht sehr wenig Koordination der zwischen den Mitgliedstaaten, zwischen der Europäischen Union und nationalen Forschungsprogrammen durchgeführten Tätigkeiten. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt die Task Force, die Koordinierung der Tätigkeiten über technologische Entwicklung zu unterstützen, die die allen Eisenbahnbenutzern angebotenen Dienste verbessern werden, durch Förderung der Forschung folgender Aspekte auf europäischer Ebene:

- Entwicklung elektromagnetischer Antrieb für Einschienenbahn- und Hochgeschwindigkeitszüge sowie von Schienenverkehrssystemen für den städtischen Verkehr und Nahverkehr;
- Verbesserung der Kapazität von Strecken durch verbessertes Verkehrsmanagement;
- Verbesserung und Verstärkung der Wirksamkeit von Signalsystemen;
- Verbesserung der Sicherheit, Pünktlichkeit und des Komforts durch Nutzung neuer Datenverarbeitung und Technologien.

Die Task Force arbeitet an der Identifizierung der Prioritäten für technologische und industrielle Entwicklung zur Schaffung der Bedingungen, die Forschungstätigkeiten auf der Ebene der Europäischen Union einen Antrieb geben und zur Anregung verstärkter Kooperation zwischen großen industriellen Gruppen.

Unterteilung

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Ausführung

Die Task Forces sind zunächst für die Bewertung der Lage in ihrem spezifischen Bereich verantwortlich sowie für die Erstellung eines Verzeichnisses zu den aktuellen Forschungsvorhaben und der Festlegung von Prioritäten für die Forschung nach ausführlicher Beratung mit der Industrie und ihren Anwendern. Auf Grundlage dieser Analyse wird ein Schema zur Kombination von Prioritätsprojekten mit den relevanten spezifischen Programmen unter dem Vierten Rahmenprogramm erstellt.

Die Task Forces verwalten und finanzieren die Projekte gegenwärtig nicht selber; sie können jedoch den Inhalt von ausstehenden Anträgen zu Vorschlägen unter dem Vierten Rahmenprogramm und die Struktur sowie den Inhalt des Fünften Rahmenprogramms beeinflussen. Die Task Forces können sich auch auf verschiedene Bestimmungen in dem Absatz unter dem Titel Forschung & Entwicklung im Vertrag zur Europäischen Union beziehen: Artikel 130k enthält die Bewilligung zur Erstellung von zusätzlichen F&E-Programmen mit der Teilnahme von einigen bestimmten Mitgliedstaaten, Artikel 130l sieht eine gemeinsame Teilnahme bei von mehreren Mitgliedstaaten verfolgten F&E-Programmen vor oder Artikel 130n, gemäß welchem innerhalb der Gemeinschaft gemeinsame Projekte für Forschungszwecke zugelassen sind.

Fachgebiete

Verkehr
Datensatznummer: 548 / Zuletzt geändert am: 1998-05-05
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