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  • Programm (EWG) über die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Industrie im Bereich der Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Technologie (COMETT II), 1990-1994

Vorheriges Programm

ET-COMETT 1

Nachfolgeprogramm

ET-LEONARDO DA VINCI 1

Programmfinanzierung

EUR 200 million

Referenz zum Amtsblatt

L 13 von 1989-01-17

Rechtsrahmen

89/27/EEC von 1988-12-16
Um der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen im Hinblick auf technologische Aus- und Weiterbildung sowie im Hinblick auf die Vollendung des Binnenmarktes eine europäische Dimension zu verleihen, durch Förderung der gemeinsamen Entwicklung von Ausbildungsprogrammen, des Erfahrungsaustauschs, der optimalen Nutzung gemeinschaftlicher Bildungsressourcen und einer Anhebung des Angebots an lokalen, regionalen und einzelstaatlichen Bildungsmöglichkeiten sowie durch Identifizierung von Prioritäten, die zusätzlicher Maßnahmen bedürfen.

Kurzbeschreibung

Dieses zweite COMETT Programm fußt wie das erste (1986-1989) auf einem Ratsbeschluß vom 2. April 1963, in dem die allgemeinen Grundsätze zur Verwirklichung einer gemeinschaftlichen Ausbildungspolitik festgesetzt wurden.

Es ist mit Programmen verwandt, die zum Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung (1987-1991) gehören und auf die Verstärkung der technologischen und industriellen Zusammenarbeit auf Gemeinschaftsebene - insbesondere ESPRIT, BRITE/EURAM, SCIENCE und DELTA - abzielen, wobei letzteres speziell auf Lerntechnologien ausgerichtet ist. Ferner ist es mit dem Programm ERASMUS über die Mobilität von Hochschulstudenten, dem Programm EUROTECNET für berufliche Bildung sowie mit den Gemeinschaftsaktionen verwandt, die zugunsten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) durchgeführt werden.

Das Programm umfaßt eine Reihe von grenzübergreifenden Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen im Hinblick auf fortgeschrittene Aus- und Weiterbildung zur Anpassung an den technologischen und sozialen Wandel.

Unterteilung

Vier Maßnahmen:

- Europäisches Netzwerk:
Ausbau des bestehenden europäischen Netzwerks grenzübergreifender Ausbildungspartnerschaften (UETP), insbesondere in folgenden Gebieten:
. Identifizierung technologischer Ausbildungserfordernisse;
. Ausbildung im Hinblick auf Innovationstransfer;
. Verstärkung der interregionalen Zusammenarbeit;

- Grenzübergreifender Austausch:
Zuschüsse für Studenten, einschließlich neuer Hochschulabsolventen, die eine Zeit lang in Unternehmen ausgebildet werden, die sich in einem anderen Mitgliedstaat befinden sowie für akademische Kräfte und Mitarbeiter von Unternehmen, die für Ausbildungszwecke in einem anderen Mitgliedstaat abgestellt werden.

- Gemeinschaftliche fortgeschrittene Ausbildungsprojekte sowie Multimedia-Fernausbildungsprojekte:
Unterstützung für fortgeschrittene Ausbildungsgänge mit europäischer Dimension, die der Förderung der rapiden Verbreitung in Hochschulen und Unternehmen von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in Bezug auf neue Technologien sowie der Erleichterung des Innovationstransfers für KMU dienen.

- ergänzende Maßnahmen:
. Unterstützung für Projektvorbereitungsbesuche oder -besprechungen;
. Strukturierter Austausch von Informationen und Erfahrungen, insbesondere durch die Schaffung von COMETT Informationszentren zur Verbindung von Projekten mittels E-Mail;
. Analyse der Auswirkungen neuer Technologien auf Qualifikationen und Ausbildungserfordernisse;
. Erlangung besserer beiderseitiger Kenntnisse der Hindernisse bei der ausbildungsbezogenen Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Unternehmen;
. Fortlaufende Bewertung des Programms.

Ausführung

Die Kommission ist für die Programmumsetzung zuständig. Sie wird dabei durch einen Beratungsausschuß unterstützt, der sich aus je zwei Vertretern aus allen Mitgliedstaaten zusammensetzt (von denen mind. einer ein Industrieller sein muß) und dessen Vorsitz von einem Vertreter der Kommission geführt wird. Zwei von der Kommission ernannte Vertreter der Sozialpartner nehmen als Beobachter an der Arbeit des Ausschusses teil, der für die Verbindungsarbeit zwischen dem Programm und ähnlichen Initiativen verantwortlich ist, die in den einzelnen Mitgliedstaaten umgesetzt werden.

Die Maßnahmen zielen auf neue Hochschulabsolventen, Vertreter der Sozialpartner, Ausbilder und andere Mitarbeiter ab.

Der finanzielle Pauschalbeitrag der Gemeinschaft zu Projekten darf normalerweise 50% der förderungswürdigen Kosten nicht überschreiten. Bei der Auswahl von Projekten wird deren potentieller Beitrag zum Fortschritt des Rahmenprogramms über Forschrung und Technologische Entwicklung (1987-1991) ungeachtet der Teilnahme der betreffenden Unternehmen an diesem Programm berücksichtigt. Besonderes Gewicht wird auf die Aus-und Weiterbildungserfordernisse von KMU gelegt.

Jahresberichte über die Umsetzung des Programms werden von der Kommission nach Beratung mit dem COMETT Ausschuß dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß vorgelegt. Bis zum 30. Juni 1992 wird sie diesen Gremien einen Evaluierungsbericht und bis zum 30. Juni 1995 einen Abschlußbericht unterbreiten.
Datensatznummer: 55 / Zuletzt geändert am: 1995-01-19