Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Integration und Verbesserung von Umweltschutz und industrieller Wettbewerbsfähigkeit aller maritimen Aktivitäten mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien, u. a. Anwendungen auf dem Gebiet von Sicherheit und Umwelt, intelligenter Fertigung und Logistik-Netzwerken.

Kurzbeschreibung

Im Rahmen der G7-Ministerkonferenz zum Thema Informationsgesellschaft (25. - 26. Februar in Brüssel) beschlossen die G7-Mitglieder zusammen mit der Europäischen Kommission den Start von 11 Pilotprojekten, welche die potentiellen Vorteile der Informationsgesellschaft aufzeigen und ihren Einsatz anregen sollen.

Die zentralen Ziele der Pilotprojekte lauten:

-Förderung eines internationalen Konsenses über die allgemeinen Grundsätze für Anwendungen, Zugang und Interoperabilität von Netzwerken;
- Schaffung eines Fundamentes für eine Zusammenarbeit der G7-Partner mit dem Ziel, eine Gruppierung von ausreichendem Gewicht für die Auseinandersetzung mit den Fragen der globalen Informationsgesellschaft zu bilden;
Schaffung einer Möglichkeit zum Informationsaustausch, die zu einer Weiterentwicklung der Informationsgesellschaft führt;
- Feststellung und Auswahl von Modellvorhaben mit greifbaren, verständlichen und aufzeigbaren sozioökonomischen und kulturellen Vorteilen;
Feststellung von Hemmnissen bei der Umsetzung von Anwendungen einer globalen Informationsgesellschaft;
- Unterstützung bei der Schaffung von Märkten für neue Produkte und Dienste.

Das Pilotprojekt für die Maritime Informationsgesellschaft (MARIS) soll die Vorteile einer globalen Informationsgesellschaft durch Einrichtung spezifischer Anwendungen demonstrieren. Diese Anwendungen werden auf bereits bestehenden Systemen aufbauen (wie das Projekt "Elektronische Karte", das Anzeige- und Informationssystem für elektronische Karten (ECDIS), das Projekt COST 326 sowie die Projekte "Martians", "Marscource" und "Marvel") und die Verknüpfbarkeit und Interoperabilität fördern; dies wird einen verbesserten internationalen Zusammenarbeitsprozeß einleiten und zu einer weltweiten Schaffung neuer Dienste führen. Es werden die folgenden unmittelbaren Resultate erwartet:

- Verbesserung der maritimen Sicherheit;
- Umweltschutz;
- Effizientere Logistik;
- Bessere Einbeziehung des Seeverkehrs in aus verschiedenen Verkehrsträgern zusammengesetzten Transportketten;
- Bessere Bewirtschaftung maritimer Ressourcen und erhöhte Wettbewerbsfähigkeit maritimer Industrien.

Die Arbeiten beginnen mit der Vernetzung bestehender Informationssysteme und ihrer Interoperabilität, dem Aufbau neuer Systeme auf weltweiter Ebene sowie mit Maßnahmen, die neue Partner dazu anregen sollen, weltweit kompatible Systeme zu entwickeln, die ein integraler Bestandteil des Pilotprojektes werden.

Unterteilung

Für diesen Abschnitt stehen keine näheren Einzelheiten zur Verfügung.

Ausführung

Die Europäische Kommission und Kanada sind für die betriebliche Umsetzung des MARIS-Projektes zuständig.

MARIS stellt ein Rahmenwerk für die Durchführung der folgenden, von den einzelnen G7-Ländern vorgeschlagenen Unterprojekten dar:

- Maritime Sicherheit und Schutz der maritimen Umwelt;
- Logistik und intermodaler Verkehr;
-Wissensaustausch in bezug auf Nutzung und Schutz maritimer Ressourcen, insbesondere Fischereitätigkeit;
- Intelligente Fertigung durch weltweite Zusammenarbeit.

Bei der Umsetzung von MARIS wird ein basis-orientierter Ansatz verfolgt, in dessen Rahmen sowohl die aktive Teilnahme aller maritimen Industrien als auch die Beteiligung öffentlicher Stellen angestrebt wird. Mit einer Anzahl von Projekten ist bereits seit einiger Zeit begonnen worden; diese Projekte sind eher auf Integration und internationale Kooperation als auf Entwicklung ausgerichtet.

Die Durchführung von MARIS soll in vier Phasen erfolgen. Im Verlauf der ersten Phase soll eine Bestandsaufnahme für alle Unterprojekte durchgeführt werden. Dies ist notwendig, um auf der Grundlage bestehender Systeme eine Definition von Nutzerbedürfnissen zu ermöglichen. In dieser Phase sollen Konsortien geschaffen sowie ein Arbeitsplan und eine Methodologie entwickelt werden.

In der zweiten Phase sollen Möglichkeiten für eine weitere internationale Kooperation ausgearbeitet und eine Erweiterung der Konsortien ins Auge gefaßt werden. Darüber hinaus sind Entwicklungen in den Bereichen Datenmodellierung und Normung für Verknüpfungen, Interoperabilität sowie mögliche neue Dienste geplant und die Durchführung erster Versuche vorgesehen. In der dritten Phase werden weitere Versuche durchgeführt mit dem Ziel, zu konkreten Ergebnissen zu gelangen.

Die vierte und letzte Phase soll 1998 rechtzeitig für eine Vorstellung der Resultate des MARIS-Projektes auf der in Lissabon stattfindenden Weltausstellung EXPO '98 unter dem Titel "Die Meere: Ein Erbe für die Zukunft" abgeschlossen sein. Der für die Umsetzung der anderen Phasen vorgesehene zeitliche Rahmen stellt sich wie folgt dar: Phase 1 - bis Ende 1995, Phase 2 - bis Ende 1996, Phase 3 - im Verlauf des Jahres 1997.
Datensatznummer: 569 / Zuletzt geändert am: 1998-05-07
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben