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  • Von der Gemeinsamen Forschungsstelle auszuführendes zusätzliches Forschungsprogramm für die Europäische Atomgemeinschaft - Hochflussreaktor -,1996-1999

Rahmenprogramm

EAEC-FWP-EAEC 1C

Vorheriges Programm

JRC-HFR 6C

Programmfinanzierung

EUR 39,7 million

Referenz zum Amtsblatt

L 172 von 1996-07-11

Rechtsrahmen

96/419/Euratom von 1996-08-27
Der Betrieb des Hochflussreaktors (HFR) der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) in Petten für die Niederlande, Deutschland und Frankreich zur Förderung ihrer Forschungsprojekte.

Kurzbeschreibung

Am 29 April 1992 verabschiedete der Rat ein zusätzliches Forschungsprogramm für eine Dauer von vier Jahren für den Zeitraum von 1992-1995 bezüglich des Betriebs des Hochflussreaktors (HFR) in Petten. Das vorliegende Programm soll die Fortführung dieser Tätigkeiten für den Zeitraum von 1996-1999 sicherstellen.

Der Hochflussreaktor in Petten wird von der Kommission betrieben, in Übereinstimmung mit dem Übereinkommen vom 25. Juli 1961 zwischen Euratom/Niederlande, in welchem die Kommission sich im Namen der Gemeinschaft verpflichtet hat, die zur optimalen Nutzung der Anlage, einschließlich des HFR, notwendigen Vorrichtungen zu erbauen, und die zusätzliche Ausrüstung bereitzustellen.

Unter der Programmphase 1992-1995 waren die Tätigkeiten des HFRs hauptsächlich das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen zwei Partnern, Deutschland und den Niederlanden, die die Finanzierung sicherstellten. Die neue Programmphase 1996-1999 enthält bedeutende Änderungen, die eine weitgehende Gewichtsverlagerung der Tätigkeiten des HFR anzeigen, insbesondere eine Serie interner Reformen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des HFR ohne Beeinträchtigung der Sicherheit oder Zuverlässigkeit.

Die Haupteigenschaften des neuen Programms sind die folgenden:

- Den finanziellen Beitrag der Niederlande auf gleicher Höhe wie in den vorherigen Programmen zu lassen;
- Den finanziellen Beitrag Deutschlands zu reduzieren;
- Der neue Mitgliedstaat Frankreich wird sich an den Tätigkeiten des HFR beteiligen und einen finanziellen Beitrag leisten;
- Das "institutionelle Budget" des HFR verzeichnet einen starken Rückgang, woraus hervorgeht, daß die Finanzen von langjährigen externen Verträgen erhöht werden müssen.

Unterteilung

Zwei Tätigkeiten:

- Den sicheren Betrieb des HFR in Petten zu gewähren; diese Tätigkeit umfaßt den normalen Betrieb der Anlage während einer Dauer von über 250 Tagen/Jahr, das Management des Brennstoffkreislaufs sowie Sicherheit und Qualitätsmanagement;

- Die rationale Nutzung des HFRs in einem weiten Bereich von Sektoren, einschließlich der Herstellung von Radioisotopen und damit zusammenhängenden Tätigkeiten; die experimentelle Bestrahlung von Werkstoffen für Spaltreaktoren und künftige Kernfusionsreaktoren, Neutronenanwendungen auf die Festkörperphysik und Forschungen auf dem Gebiet der Werkstoffkunde, Neutronenradiographie als zerstörungsfreies Prüfverfahren sowie Neutronenbehandlung bestimmter Krebsarten und verwandte Forschungsarbeiten.

Ausführung

Die Kommmission, die vom Aussichtrats der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt wird, sorgt für die Durchführung des Programms und nimmt dabei die Dienste der GFS in Anspruch.

Die für die Durchführung des Programms notwendigen finanziellen Mittel belaufen sich schätzungsweise auf 39,7 Millionen ECU. Dieser Beitrag ist von drei Mitgliedstaaten zu erbringen: den Niederlanden (32,5 Millionen ECU); Deutschland (6 Millionen ECU); und Frankreich (1,2 Millionen ECU). Diese Beiträge erfolgen entweder direkt durch den betroffenen Mitgliedstaat oder durch Übereinkommen mit Forschungsbehörden.

Die Beiträge der Mitgliedstaaten sind als Einnahmen des allgemeinen Budgets der Europäischen Kommission zu behandeln (unter Haushaltlinie 6221). Diese Einnahmen können zu weiteren Mitteln für Personalausgaben, Projektausführung und Betriebsmittel (normale Betriebsmittel, Investitionen und Verträge) führen. Die Beschaffung weiterer Finanzmittel erfolgt durch den Abschluß von formalen Verträgen mit externen Partnern.

Die Kommission unterbreitet dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß alljährlich vor dem 15. April einen Bericht über die Durchführung dieses Beschlusses. Dem Bericht werden die Bemerkungen des Aufsichtsrats beigefügt. Der Aufsichtsrat kann ferner dem Europäischen Parlament, dem Rat und dem Wirtschafts- und Sozialausschuß über die Kommission einen gesonderten Bericht über die einzelnen Aspekte der Durchführung dieses Beschlusses vorlegen.

Fachgebiete

Kernfusion - Kernspaltung
Datensatznummer: 570 / Zuletzt geändert am: 1997-08-13