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Nachfolgeprogramm

ECSC-COALRES 4C

Referenz zum Amtsblatt

C 60 von 1974-05-25
Steigerung der Produktionsleistung und der Produktivität unter Berücksichtigung der Vielfalt der Kohle-Lagerstätten; Verbesserungen bei der Anreicherung und Steigerung der Nutzleistung von Produkten und Nebenprodukten aus dem Kohlebergbau, Sicherheit und Umweltschutz.

Kurzbeschreibung

Gemäß Artikel 55 des Vertrags über die Einrichtung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) hat die Kommission die Pflicht zur Förderung technischer und wissenschaftlicher Forschung betreffend die Produktion und verstärkte Nutzung von Kohle. Mit diesem Ziel wurde seit 1958 finanzielle Unterstützung gewährt, und seit 1967 werden mittelfristige Leitlinien festgelegt. Die Mittel für diese Förderung stammen aus Abgaben, die Gemäß Artikel 49 des EGKS-Vertrags auf die Produktion von Kohle und Stahl erhoben werden.

Dieser dritte Satz von mittelfristigen Leitlinien für technische Kohleforschung (Amtsblatt Nr. C 60 vom 22.5.1974) wurde in Zusammenarbeit mit dem Kohleforschungsausschuß (CRC) ausgearbeitet. Dieser Ausschuß setzt sich aus Vertretern der Kohleproduzenten, Kohleforschungsinstituten, Hochschulen und Gewerkschaften in der Gemeinschaft zusammen.

Der Schwerpunkt der mittelfristigen Leitlinien für 1975-1989 liegt auf:

- Konzentration der Anstrengungen auf die Gebiete, auf denen konkrete Ergebnisse am schnellsten zu erwarten sind;
- Harmonisierung der Forschung;
Erleichterung der Identifikation von für eine Unterstützung in Frage kommenden Anwendungen, die sich auf im wesentlichen praktische Entwicklungen beziehen;
- Auswahl der wichtigsten Projekte für finanzielle Unterstützung durch die Kommission.

Unterteilung

Fünf Sektoren und Gebiete:

- Untertagebetrieb:
. Kohlemaßnahmen;
. Entwicklungsarbeiten;
. Methanstudien, Klimaprobleme, Gebirgsdruck und Ausbau;
. Arbeitsmethoden und Kohlegewinnungsmethoden;
. Outby-Dienste unter Tage;
. Telekommunikation, Beobachtung, Fernsteuerung und Automatisierung;
. Sicherheit und Unfallverhütung;
. Neue Technologie;

- Betriebsleitung und Planung;
. Organisation und Geschäftsleitung;%. Planung und Einsatzkontrolle;

Produktveredelung;
. Mechanische Kohleaufbereitung;
. Verkoken und Brikettieren von Kohle;
- Neue chemische und physikalische Prozesse;

- Kohlenutzung:
. Verstromung;
. Neue Anwendungsgebiete;
. Marketing;

- Schädliche Einflüsse (Umwelt):
. Maßnahmen zur Verhinderung der Luftverschmutzung;
. Wasserreinhaltung;
. Lärmdämmung.

Ausführung

Die Kommission gewährte finanzielle Unterstützung für einzelne Forschungsprojekte mit Zustimmung des Rats und nach Beratung mit dem EGKS-Beratungsausschuß, der aus Vertretern der Kohle- und Stahlindustrie der einzelnen Mitgliedsländer besteht.

In der Regel belief sich der Förderungsbeitrag der Kommission auf ca. 60% der geschätzten Gesamtkosten für die Finanzierung der Projekte. Zur Antragstellung berechtigt waren alle Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Einzelpersonen mit einem Interesse an Forschung auf den Gebieten, die in den mittelfristigen Leitlinien für 1975-80 für die Unterstützung der Kohleforschung genannt wurden. Anträge mußten vor dem 1. Februar 1975 vorliegen, um für eine Finanzierung im Jahre 1975 in Frage zu kommen. Später wurde dieses Datum auf den 1. September des Jahres für die Finanzierung im Folgejahr verschoben. Das Verfahren für die Antragstellung und die Bedingungen für finanzielle Unterstützung, sowie die Pflichten hinsichtlich der Verbreitung der Forschungsergebnisse wurden im Amtsblatt Nr. C 139 vom 12.11.1974 bekanntgemacht.

Fachgebiete

Fossile Brennstoffe
Datensatznummer: 575 / Zuletzt geändert am: 1996-01-29