Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Nachfolgeprogramm

ENV-EVAL 2C
Bewertung der Ergebnisse gemeinschaftlicher Forschungs- und Entwicklungsprogramme durch externe Spezialisten, Weiterentwicklung vorausgegangener Bewertungsversuche auf einer breiteren, systematischeren Basis sowie weitere Verfeinerung der bisher eingesetzten Methodologien und Verfahren mit dem Ziel, die Entscheidungsfindung im Hinblick auf Prioritäten, Auswahl von Forschungsbereichen und Mittelzuteilung weiter zu vervollkommnen.

Kurzbeschreibung

Der Aktionsplan, dem eine Versuchsphase vorangegangen war, wurde verstanden als integraler Bestandteil der fortlaufenden Erarbeitung, Ausführung und Überprüfung von F&E-Politik und -Programmen, dem damit eine Schlüsselrolle innerhalb des Ersten Rahmenprogramms (1984-1987) zukam.

Unterteilung

Vier Aktivitäten:

- Weitergehende Stärkung bestehender interner Bewertungsmethoden, die während der Umsetzung von F&E-Programmen eingesetzt werden, um eine effektive Kontrolle der Arbeitsfortschritte und eine Anpassung an veränderte Umstände zu ermöglichen;

- Rückblickende Bewertung von F&E-Programmen der Gemeinschaft durch externe Expertengruppen;

- Von der Kommission in Auftrag gegebene externe Studien über bestimmte Aspekte der Bewertung;

- Veranstaltung von Workshops und Seminaren sowie schrittweiser Aufbau eines informellen Bewertungsnetzwerks der Gemeinschaft zur Förderung des Informationsaustausches.

Ausführung

Nach Maßgabe der diesem Aktionsplan zugrundeliegenden Entschließung des Rates setzte die Kommission eine von den F&E-Programmen unabhängige Bewertungsgruppe ein, die etwa sieben oder acht Bewertungen pro Jahr vornehmen und zwei Seminare sowie eine Konferenz veranstalten sollte.

Bei kostenteiligen Programmen wurde nach der peer evaluation"-Methode verfahren. Dieses Verfahren wurde auch in gemischten Bewertungsfällen eingesetzt, in denen es für notwendig erachtet wurde, Aktivitäten der Gemeinschaft in einem bestimmten Forschungsbereich mit unterschiedlichen Umsetzungsverfahren gleichzeitiger Bewertung zu unterziehen.

Bei von der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) durchgeführten Programmen setzte die Kommission eine zweistufige Bewertungsmethode ein, die zunächst jeweils die Relevanz und die Auswirkung von Forschungsergebnissen für die einzelnen Programme und anschließend die Probleme ordnungsgemäßer Managementpraktiken untersuchte.

Bei konzertierten Aktionen, u. a. auch den COST-Aktionen, wurde die einfachere Anhörungs"-Methode angewandt, um dem (im Hinblick auf die Gemeinschaftsleistung) kleineren Umfang und engeren Anwendungsbereich dieser Art von Forschungsaktion Rechnung zu tragen.

Die Ergebnisse der Bewertungen wurden veröffentlicht.

Am Ende der für den Aktionsplan vorgesehenen dreijährigen Laufzeit nahm die Kommission eine Überprüfung der Planaktivitäten in dem entsprechenden Bereich vor, aufgrund derer sie dann die Möglichkeit hatte, dem Rat eine weitere Mitteilung über ein anschließendes, voll funktionsfähiges Bewertungssystem vorzulegen.

Fachgebiete

Bewertung
Datensatznummer: 57 / Zuletzt geändert am: 1990-03-26