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  • Übereinkommen zur internationalen Zusammenarbeit bei Forschung und Entwicklung im Bereich der intelligenten Fertigungssysteme (IFS) zwischen der Europäischen Gemeinschaft und Australien, Kanada, Japan, den Vereinigten Staaten von Amerika, Norwegen und der Schweiz, 1997-2007

Referenz zum Amtsblatt

L 161 von 1997-06-18

Rechtsrahmen

Decisione 97/378/CE von 1997-01-27
Zur Förderung und Erleichterung der Zusammenarbeit bei Forschung und Entwicklung im Bereich der intelligenten Fertigungssysteme zwischen Einrichtungen in der Europäischen Gemeinschaft, Australien, Kanada, Japan, den Vereinigten Staaten von Amerika, Norwegen und der Schweiz.

Kurzbeschreibung

Das vorgeschlagene Übereinkommen beruht auf einer abgeschlossenen zweijährigen Durchführbarkeitsstudie, in welcher empfohlen wurde, für die internationale Zusammenarbeit im Bereich der intelligenten Fertigungssysteme(IFS) Grundsätze festzulegen. Die Durchführbarkeitsstudie wurde von der Europäischen Gemeinschaft und mehreren EFTA-Ländern, Australien, Kanada, Japan und den Vereinigten Staaten von Amerika erstellt. Drei der EFTA-Teilnehmer (Österreich, Finnland und Schweden) sind inzwischen volle Mitglieder der Europäischen Union.

Die unter dem Zehnjahresprogramm festgelegte Zusammenarbeit hat folgende Ziele:

- die Bewältigung immer komplexerer Aufgaben bei der Fertigung;
- die Verbesserung der globalen Umwelt;
- die Vergrößerung der Effizienz bei der Benutzung erneuerbarer und nicht erneuerbarer Ressourcen;
- die Schaffung neuer Produkte und von Bedingungen, die eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität für die Benutzer darstellen;
- die Verbesserung der Fertigungsumgebung;
- die Entwicklung einer anerkannten Fachrichtung "Fertigung", die den Wissenstransfer an künftige Generationen fördert;
- eine effektive Reaktion auf die Globalisierung der Fertigung;
- die globale Ausweitung der Märkte bzw. Schaffung neuer Märkte;
- die Erreichung einer größeren Professionalität in der Fertigung weltweit durch globale Anerkennung einer Fachrichtung "Fertigung" und durch Schaffung eines entsprechenden Ausbildungsgangs

Bei der Verwirklichung dieser Ziele wird erwartet, daß die Zusammenarbeit im Rahmen des IMS-Programms als Katalysator dient für:

- die globale Kooperation bei der Fertigung unter Beteiligung großer und kleiner Unternehmen, der Benutzer und Anbieter, der Hochschulen und Regierungen;

- die Weitergabe der Ergebnisse wesentlicher Fertigungsverbesserungen weltweit;

- die Entwicklung globaler Fertigungsempfehlungen für Normen durch kooperative Arbeit an Themen im Vornormenbereich;

- die Bewertung und Auswahl von Prioritäten für die globale Kooperation in der Entwicklung des Fertigungsprozesses;

- die Verbreitung und Anwendung einheitlicher Leitlinien, Bestimmungen und Modellverträge, in denen die geistigen Eigentumsrechte der Teilnehmer und Projektpartner gewährt sind.

Unterteilung

Für diesen Abschnitt sind keine weiteren Angaben abrufbar.

Ausführung

Das IFS-Programm für Zusammenarbeit, das für eine Laufzeit von zehn Jahren festgelegt ist, wird von einer Managementstruktur geleitet, die besteht aus:

- Einem internationalen IFS-Lenkungsausschuß, der sich aus zwei Teilnehmern und einem Beobachter je Teilnehmer zusammensetzt, und für die Überwachung und Förderung der Durchführung des Programms für die Zusammenarbeit verantwortlich ist;

- Einem interregionalen Sekretariat, das die Logistik und Weitergabe von gemeinsamen Aktivitäten übernimmt, die unter das vorliegende Übereinkommen fallen;

- Ein regionales Sekretariat, von Teilnehmern ernannt und organisiert, das verwaltungstechnische und logistische Unterstützung bei der Durchführung des Programms bietet
%Die Zusammenarbeit unter dem IFS-Programm bezieht sich anfangs auf fünf technische Themen:

- Themen zum Lebenszyklus von Produkten;
- Prozesse;
Strategie-/Planungs-/Entwicklungsinstrumente;
- Personelle/organisatorische/soziale Fragen;
- Virtuelles/ausgedehntes Unternehmen.

Innerhalb dieser Bereiche können Kooperationsprojekte von Konsortien aufgeführt werden, die rechtliche Einrichtungen auf dem Hoheitsgebiet der Teilnehmer einschließen. Vorschläge für Forschungsvorhaben im Rahmen des IFS-Kooperationsprogramms werden zuerst den regionalen Sekretariaten für eine erste Prüfung vorgelegt. Das Konsortium legt zur genauen Bewertung durch die Regionen aller Partner einen endgültigen Vorschlag vor. Dieser in einem Standardformat abgefaßte Text sollte auch die formale Verpflichtung der Partner enthalten, sich an die Grundsätze und Strukturen des IMS-Programms und die darin vorgesehene Regelung der geistigen Eigentumsrechte zu halten, ferner ein unterzeichnetes Kooperationsabkommen bezüglich Fragen zu geistigen Eigentumsrechten. Die endgültige Entscheidung zu einem Projekt trifft der internationale IMS-Lenkungsausschuß. Jeder Teilnehmer kommt für die Kosten für die Teilnahme von Unternehmen in seinem Hoheitsgebiet selber auf. Im Bereich der Europäischen Gemeinschaft ist vorgesehen, daß die aus dem FTE-Rahmenprogramm stammenden Mittel für die Teilnahme von europäischen Unternehmen verwendet werden, insbesondere die Mittel aus den gegenwärtig spezifischen Programmen zur Deckung von Informationstechnologien sowie Industrie- und Materialtechnologie.

In dem Beschluß sind Bestimmungen enthalten, in denen sich die Europäische Gemeinschaft, die Schweiz und Norwegen das Recht vorbehalten als eine einzige europäische Region aufzutreten, im internationalen Lenkungsausschuß von einer gemeinsamen Delegation vertreten und von einem einzigen IFS-Sekretariat repräsentiert zu werden.
Datensatznummer: 618 / Zuletzt geändert am: 2003-07-01
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