Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Programmfinanzierung

EUR 70 million
Förderung der interregionalen Zusammenarbeit von Städten und Regionen der Europäischen Union mit Städten und Regionen im übrigen Europa (Mittel- und Osteuropa, den neuen unabhängigen Staaten der früheren Sowjetunion, den Ostsee-Anrainerstaaten und den Staaten der Mittelmeerregion).

Kurzbeschreibung

Gemäß Artikel 10 der Verordnung über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) (2083/93 Amtsblatt Nr. L 193 vom 31.7.1993) stellt der EFRE im Rahmen verschiedener Pilotprojekte Fördermittel für innovative Maßnahmen im Bereich der regionalen Entwicklung zur Verfügung. Diese innovativen Maßnahmen sollen mit Hilfe von Demonstrationsprojekten neue Wege zur Einführung von Innovation und Technologietransfer in die regionale Planung aufzeigen.

Das Pilotprojekt "Interregionale Zusammenarbeit an den Außengrenzen" gehört zu den acht vorrangigen Bereichen, die nach Maßgabe von Artikel 10 innerhalb des Zeitraums 1995 - 1999 zur Förderung vorgesehen sind. Bei den anderen Bereichen handelt es sich um:

-Interregionale Zusammenarbeit an den Binnengrenzen;
- Zusammenarbeit im Bereich der Informationsgesellschaft;
- Zusammenarbeit im Bereich von Innovation und Technologietransfer;
- Zusammenarbeit bei der Schaffung neuer Beschäftigungsquellen;
-Wirtschaftliche Entwicklung auf dem Gebiet der Kultur;
- Pilotprojekte im Bereich der Raumordnung;
- Städtische Pilotprojekte.

Die Maßnahmen im Rahmen des Pilotprojektes mit Regionen außerhalb der Gemeinschaft basieren auf den Kooperationsaktivitäten, die innerhalb des Programmzeitraums 1990 - 1994 (ECOS-OUVERTURE) zusammen mit den mittel- und osteuropäischen Staaten durchgeführt worden sind, und führen diese fort. Auch der geographische Rahmen ist erweitert worden und umfaßt nunmehr Regionen und Städte in den neuen unabhängigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion, in den Ostsee-Anrainerstaaten und in den Staaten der Mittelmeerregion.

Die innerhalb des Pilotprojektes durchgeführten Maßnahmen haben folgende Ziele:

- Stärkung der wirtschaftlichen und sozialen Kohäsion durch Beteiligung lokaler Akteure aus rückständigen Regionen an zukünftigen Kooperationsnetzen (Ost-West, Nord-Süd);

- Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Umstellung regionaler Behörden in Mittel- und Osteuropa;

- Beitrag zur regionalen Entwicklung und zur Modernisierung der lokalen und regionalen Administration lokaler und regionaler Behörden in Drittländern des Mittelmeerraums sowie Mittel- und Osteuropas;

- Unterstützung lokaler und regionaler Akteure beim Erwerb von Know-how sowie Aufbau neuer Fachzentren;

- Entwicklung eines europäischen Identitätsgefühls durch gemeinsame Erfahrungen der Europäer unterschiedlicher Herkunft.

Unterteilung

Fünf Aktionsbereiche für die Projekte:

- Verbesserung der Arbeitsmethoden öffentlicher Stellen;

- Verbesserter Zugang für kleine Unternehmen zum europäischen Markt sowie Verbesserung der Dienste, die diesen Firmen im Bereich der Innovation zur Verfügung stehen;

- Entwicklung der lokalen Möglichkeiten, insbesondere im Bereich der Arbeitsplatzschaffung;

- Einrichtung von Ressource-Zentren zur Förderung der Integration von Frauen in das Wirtschaftsleben;

- Schutz und Verbesserung der Umwelt.

Ausführung

Das Pilotprojekt "Interregionale Zusammenarbeit an den Außengrenzen" wird von der GD XVI der Europäischen Kommission im Rahmen von Artikel 10 der Verordnung über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) durchgeführt. Es wird von den Generaldirektion für Regionalpolitik (GD XVI) und der Generaldirektion für politische Außenbeziehungen (GD 1A) finanziert.

Die Maßnahmen werden mit Hilfe von Kooperationsprojekten im Rahmen von Netzen umgesetzt, die im Anschluß an im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlichte Aufrufe zur Einreichung von Vorschlägen ausgewählt werden.

Die Projektvorschläge sollten von drei bis sieben Partnern eingereicht werden. Mindestens einer dieser Partner muß aus einem zugelassenen Drittland (Mittel- und Osteuropa, den neuen unabhängigen Staaten der ehemaligen Sowjetunion, den Ostsee-Anrainerstaaten oder Staaten der Mittelmeerregion) und die anderen müssen aus mindestens zwei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten stammen. Zumindest einer der Partner aus den EU-Mitgliedstaaten muß "Ziel 1"-Status (Regionen mit Entwicklungsrückstand) oder "Ziel 6"-Status (dünnbesiedelte Regionen) aufweisen.

Bei dem federführenden Partner des Konsortiums kann es sich um eine regionale oder lokale Behörde oder eine öffentlich-rechtliche, halböffentliche oder privatrechtliche Körperschaft handeln. Die anderen Partner können regionale oder lokale Behörden, Entwicklungsagenturen, Handelskammern oder andere Stellen sein, die im öffentlichen Interesse handeln bzw. im wirtschaftlichen und/oder sozialen Bereich tätig werden.
Datensatznummer: 620 / Zuletzt geändert am: 1997-02-04