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Programmfinanzierung

EUR 50,7 million
Durchführung und Koordination der Forschung im Bereich der transmissiblen spongiformen Enzephalopathien (TSE), einschließlich BSE (Rinderwahnsinn) und anderer Prionenkrankheiten, insbesondere des Creutzfeldt-Jakob-Syndroms.

Kurzbeschreibung

Am 13. November 1996 gab die Europäische Kommission ihre Absicht bekannt, einen Aktionsplan für die Erforschung von BSE (Rinderwahnsinn) in die Wege zu leiten. Das Forschungsprogramm wurde auf die gemeinsame Initiative von Frau Edith Cresson, dem für Forschung verantwortlichen Kommissionsmitglied, und Herrn Franz Fischler, dem für Landwirtschaft verantwortlichen Kommissionsmitglied, vorgeschlagen und wird alle transmissiblen spongiformen Enzephalopathien (TSE), einschließlich BSE und anderer Prionenkrankheiten, insbesondere des Creutzfeldt-Jakob-Syndroms, berücksichtigen.

Der Programmvorschlag bildet die Antwort auf den dringenden Bedarf nach einer koordinierten europäischen Forschung, da die bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) möglicherweise ernsthafte Risiken für die menschliche Gesundheit darstellt. Die Forschungsarbeiten werden auf Basis von Prioritäten durchgeführt, die von der Weissmann-Gruppe ermittelt wurden - einer von der Kommission errichteten Arbeitsgruppe zur Überprüfung des Forschungsbedarfs in bezug auf BSE.

Unterteilung

Fünf Bereiche:

- Klinische und epidemiologische Forschung im Bereich der menschlichen spongiformen Enzephalopathien;
- Die Krankheitserreger und ihre Übertragungsmechanismen;
- Diagnose der spongiformen Enzephalopathien;
- Beurteilung der Risiken für das Auftreten der spongiformen Enzephalopathien;
- Behandlung und Verhinderung spongiformer Enzephalopathien.

Ausführung

Die Forschungsprojekte des Aktionsplans werden im Rahmen von drei spezifischen FTE-Programmen des Vierten Rahmenprogramms durchgeführt:

- Biomedizin und Gesundheit;
- Biotechnologie;
- Landwirtschaft und Fischerei (einschließlich Agro-Industrie, Lebensmitteltechnologie, Forstwirtschaft, Aquakultur und ländliche Entwicklung).

Für die Durchführung des Aktionsplans wird ein Haushalt in Höhe von 50,7 Mio. ECU als notwendig erachtet. Davon sind 45,7 Mio. ECU für die Forschungsarbeiten selbst und 5 Mio. ECU zur Deckung der Kosten für die Koordinierung der Aktivitäten zwischen den Mitgliedstaaten bereitzustellen. Die Kommission schlägt vor, die Mittel wie folgt auf die drei spezifischen Programme zur Durchführung des Aktionsplans zu verteilen: 19,9 Mio. ECU für Biomedizin und Gesundheitswesen; 8,5 Mio. ECU für Biotechnologie und 22,3 Mio. ECU für Landwirtschaft und Fischerei.

Ein Betrag in Höhe von 15,7 Mio. ECU steht im Rahmen der obengenannten spezifischen Aktionen bereits zur Verfügung. Die verbleibenden 35 Mio. ECU, die für die Beendigung des Aktionsplans erforderlich sind, werden voraussichtlich den zusätzlichen Mitteln für das Vierte Rahmenprogramm entnommen. Dies muß noch vom Europäischen Parlament und dem Ministerrat gebilligt werden.
Datensatznummer: 621 / Zuletzt geändert am: 2012-04-26