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Förderung von Arbeiten, die speziell auf Anwendung, Validation und Demonstration bestehender Normen ausgerichtet sind - oder einen Beitrag zur Schaffung potentiell neuer Normen leisten können - und dadurch Bereiche unterstützen, die in bezug auf die Informationsgesellschaft von besonderer wirtschaftlicher oder sozialer Bedeutung sind.

Kurzbeschreibung

In Anerkennung des Bedürfnisses nach spezifischen Standardisierungsaktionen zur Förderung der Informationsgesellschaft nahm die Kommission im Jahre 1995 eine Serie von sechs Projekten in Angriff. Jedes der Vorhaben stellte entweder bestehende neuartige Normen in Frage oder entwickelte bzw. spezifizierte mögliche neue Standards zur Vorlage bei den zuständigen Normungsgremien.

1996 wurde ein Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht, der auf einem in Übereinstimmung mit der Ratsentscheidung zur Normung auf dem Gebiet der Technologie und der Telekommunikation (87/95/EWG) erarbeiteten Arbeitsprogramm basierte. Ende 1997 oder Anfang 1998 soll ein weiterer Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen veröffentlicht werden.

Unterteilung

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Ausführung

Die Kommission, GD III - Direktion B (Rechtsvorschriften und Normung; Telematiknetze), ist für die Umsetzung des Programms verantwortlich. Sie wird dabei von der Gruppe hoher Beamter zur Normung auf dem Gebiet der Informationstechnologie (SOGITS) unterstützt, die sich aus Verwaltungsvertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt.

Zur Förderung von Arbeiten, die speziell auf Anwendung, Validation und Demonstration bestehender Normen ausgerichtet sind - oder einen Beitrag zur Schaffung potentiell neuer Normen leisten können - und dadurch Bereiche unterstützen, die in bezug auf die Informationsgesellschaft von besonderer wirtschaftlicher oder sozialer Bedeutung sind, stellt die Gemeinschaft Kofinanzierung in Höhe von 50 % für Projekte zur Verfügung, die von multinationalen Konsortien durchgeführt werden. Besondere Bedeutung wird dabei der Identifizierung der Nutzeranforderungen an Normen und/oder der Akzeptanz neuer Normentwürfe sowie der Abstimmung und Validation wichtiger Schnittstellen zugemessen, die für das ordnungsgemäße Zusammenwirken von Diensten und Anwendungen notwendig sind.

Im Rahmen von ISIS werden Anwendungen als Konzeptionen, Untersuchungen und/oder Versuche verstanden, die zum Entwurf eines Beitrags zu einer möglichen neuen Norm führen. Validation bedeutet die Überprüfung, ob eine neue unerprobte Norm technisch geeignet und im wesentlichen fehlerfrei ist. Methodisch kann dies durch eine Kombination aus formalen Prüfverfahren, In-silico-Simulationen und Feldversuchen erfolgen. Demonstration - wozu im Extremfall auch Pilotversuche gehören - heißt Erstellung realistischer kleinmaßstäblicher Normumsetzungen zur Messung der realen Leistung.

Zu den Sekundärzielen gehören gezielte Förderung und Aufklärung im Hinblick auf die durch die Anwendung von Normen in spezifischen Bereichen eröffneten Möglichkeiten.

ISIS steht allen juristischen Personen offen, die in einem der Mitgliedstaaten der Europäischen Union ansässig sind (Industrieunternehmen - sowohl Großunternehmen als auch KMU -, Universitäten, Forschungsorganisationen, Bürgervereinigungen, Sozialpartnern, etc.), sowie der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS). Konsortien, die Vorhaben zur Finanzierung vorschlagen, müssen sich aus mindestens zwei Partnern aus unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten zusammensetzen. Partner aus Drittländern sind zur Teilnahme ohne Förderung durch die Gemeinschaft zugelassen.
Datensatznummer: 631 / Zuletzt geändert am: 2002-03-12