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Nachfolgeprogramm

ENG-ENERGY C

Programmfinanzierung

EUR 200,4 million
Garantie einer sicheren Energieversorgung, Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit, Förderung der Vereinbarkeit zwischen der Entwicklung des Energiemarkts und dem Ziel des Umweltschutzes.

Kurzbeschreibung

Dieses Mehrjahresprogramm liefert einen Rahmen, der die allgemeinen Ziele, Finanzelemente, Koordinierungsmaßnahmen und die Dauer der Maßnahmen der Gemeinschaft im Energiebereich festlegt. Es soll die Kohärenz und Effektivität von Maßnahmen und Programmen der Gemeinschaft im Energiebereich maximieren, indem es die diversen Politiken und Programme, die von der Generaldirektion für Energie (GD XVII) der Europäischen Kommission durchgeführt werden, in einem einzigen einheitlichen Konzept zusammenzufaßt.

Das erste Rahmenprogramm für Energie deckt den Zeitraum von 1998 bis 2000 ab. In diesem Zeitraum sollen sechs spezifische Programme horizontaler und thematischer Art durchgeführt werden. Bereits eingerichtete Programme - SAVE, ALTENER, SYNERGY - werden jetzt innerhalb des neuen Mehrjahres-Rahmenprogramms abgewickelt.

Das Konzept basiert auf der Verbindung horizontaler und thematischer Aktionen bzw. Programme in einem transparenten und integrierten Rahmen.

Horizontale Programme:

- Vorausschauende Analysen und Marktbeobachtung;
- Internationale Zusammenarbeit im Energiebereich (SYNERGY).

Thematische Programme:

- Förderung erneuerbarer Energieträger und Umsetzung einer Gemeinschaftsstrategie und eines Aktionsplans bis 2010 (ALTENER 2);
- Förderung der rationellen Nutzung der Energiequellen und der Energieeffizienz (SAVE 2);
- Förderung umweltschonender und effizienter Technologien für feste Brennstoffe (CARNOT);
- Kooperation im Kernenergiebereich hinsichtlich Sicherheit, industrieller Zusammenarbeit mit den NUS und dem Transport radioaktiver Stoffe, einschließlich Maßnahmen zur Bekämpfung des illegalen Handels.

Zusätzlich zum Gewährleisten einer größeren Koordinierung zwischen den Maßnahmen, die im Rahmen dieser sechs Programme durchgeführt werden, sind auch Maßnahmen zur Koordinierung energiebezogener Aktionen zu ergreifen, die im Rahmen anderer Gemeinschaftsrahmen und -politiken abgewickelt werden, insbesondere der folgenden:

- einschlägige Tätigkeiten, die in den Rahmenprogrammen für Forschung und technologische Entwicklung (FTE) durchgeführt werden;

-transeuropäische Energienetze.

Das Augenmerk ist auch auf eine bessere Koordinierung zwischen allen anderen Gemeinschaftsaktionen, die eine energiepolitische Komponente enthalten, zu legen, insbesondere im Bereich der internationalen Zusammenarbeit (PHARE, TACIS, MEDA), die Strukturfonds und die Investitionsförderung.

Das Rahmenprogramm für Maßnahmen im Energiebereich darf nicht mit den FTE-Rahmenprogrammen der Gemeinschaft verwechselt werden.

Unterteilung

Sechs spezifische Programme:

Horizontale Programme:

- Die in Zusammenhang mit den Mitgliedstaaten vorzunehmende Entwicklung eines Programms für die regelmäßige Beobachtung der Energiemärkte und -trends mit dem Ziel, die energiepolitischen Entscheidungen auf eine gemeinsame Analyse zu stützen.

- Die Verstärkung der internationalen Zusammenarbeit im Energiebereich - in den Grenzen der Zuständigkeit des Rahmenprogramms - insbesondere mit dem Ziel, einerseits eine größere Diversifizierung der Energieträger und andererseits eine größere Transparenz und Stabilität der internationalen Märkte, vor allem des Erdgas- und des Erdölmarktes (SYNERGY), zu fördern.

Thematische Programme:

-Die Förderung neuer und erneuerbarer Energieträger und Umsetzung einer Gemeinschaftsstrategie und eines Aktionsplans für erneuerbare Energieträger bis zum Jahre 2010 (ALTENER 2).

- Die Schaffung von Anreizen für eine rationelle und effiziente Nutzung der Energiequellen (SAVE 2).

- Die Unterstützung einer Neubelebung des Kohlesektors, insbesondere durch Verwendung umweltschonender Technologien (CARNOT).

- Die Erhöhung der Sicherheit bei der Nutzung der Kernenergie durch Zusammenarbeit im Kernenergiebereich hinsichtlich Sicherheit, industrieller Zusammenarbeit mit den NUS sowie dem Transport radioaktiver Stoffe, einschließlich Maßnahmen zur Bekämpfung des illegalen Handels.

Ausführung

Die Umsetzung des Rahmenprogramms für Maßnahmen im Energiebereich erfolgt durch sechs spezifische Programme, die jeweils durch spezifische Entscheidungen in Kraft gesetzt werden (siehe "Unterabschnitte" dieses Dokuments).

Die Durchführung des Rahmenprogramms und die Erstellung der Entwürfe für Leitlinien zu den Aktionen und Maßnahmen, die im Rahmen der spezifischen Programme durchzuführen sind, obliegen der Kommission. Die Kommission wird von einem Ausschuß mit beratender Funktion unterstützt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt. Dieser Ausschuß wird hinsichtlich der Förderung der Koordination zwischen den sechs spezifischen Programmen und mit anderen Gemeinschaftsaktionen im Energiebereich, insbesondere durch verstärkte Kooperation mit anderen einschlägigen Organen und Ausschüssen der Gemeinschaft (z.B. dem beratenden Ausschuß für Energie, FTE-Programmverwaltungsstellen und dem Richtlinienausschuß für die transeuropäischen Energienetze), eine wichtige Rolle spielen.

Die Kommission muß alljährlich den Stand der Abwicklung des Rahmenprogramms prüfen und dabei die allgemeine Effizienz des Programms sowie seinen Beitrag zu den Zielen der Gemeinschaftspolitik bewerten. Ferner muß sie beurteilen, ob die Ziele, die Prioritäten und die Haushaltsmittel dem Entwicklungsstand des Bereichs noch angemessen sind, und gegebenenfalls Vorschläge für eine Anpassung oder Ergänzung des Rahmenprogramms und/oder der spezifischen Programme unterbreiten.
Datensatznummer: 637 / Zuletzt geändert am: 2000-06-16