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FP5

FP5-INNOVATION-SME - Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration auf dem Gebiet der Förderung der Innovation und der Einbeziehung von KMU, 1998-2002

Rahmenprogramm

FP5

Vorheriges Programm

FP4-INNOVATION

Nachfolgeprogramm

FP6-SME - FP6-INNOVATION

Programmfinanzierung

EUR 363 million

Referenz zum Amtsblatt

L64 von 1999-03-12

Rechtsrahmen

1999/172/EC von 1999-01-25
Verbesserung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wirksamkeit der FTE-Maßnahmen insbesondere innerhalb des Rahmenprogramms durch Ausbau der Maßnahmen zur besseren Verwertung der Ergebnisse sowie für Transfer und Verbreitung der entwickelten Technologien, zufriedenstellende Beteiligung von KMU und Transfer und Verbreitung von Technologien aus verschiedenen Quellen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kunden und Benutzer.

Kurzbeschreibung

Durch die Stellungnahme des Parlaments vom 18. Dezember 1997 und den gemeinsamen Standpunkt des Rates vom 23. März 1998 wurde der Vorschlag der Kommission für das Fünfte FTE-Rahmenprogramm der Gemeinschaft in seinen Grundsätzen bestätigt. Danach sollen die Forschungsarbeiten durch multidisziplinäre Maßnahmen innerhalb thematischer und horizontaler Programme auf die wichtigsten sozioökonomischen Erfordernisse der Union konzentriert werden.

Dieses Dokument umfaßt die Vorschläge der Kommission für das Programm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration auf dem Gebiet der Förderung der Innovation und der Einbeziehung von KMU zur Durchführung der dritten Tätigkeit des Fünften Rahmenprogramms. Die dritte Tätigkeit betrifft die Verbreitung und optimale Nutzung der Ergebnisse der Forschung, technologischen Entwicklung und Verbreitungstätigkeiten.

Obwohl das Rahmenprogramm selbst noch nicht verabschiedet wurde, hat die Kommission diese Vorschläge angenommen, um so bald wie möglich tiefgreifende Diskussionen über die spezifischen Programme zu führen, damit sichergestellt wird, daß das Fünfte Rahmenprogramm Anfang 1999 anlaufen kann.

Die Ziele des Programms werden durch eine schlüssige Innovationsstrategie verfolgt, die zur Umsetzung des ersten Aktionsplans für Innovation beiträgt, und vor allem durch die Berücksichtigung von KMU und ihrer Teilnahme am Fünften Rahmenprogramm. Die innerhalb dieses Programms durchgeführten Tätigkeiten ergänzen die in den Mitgliedstaaten durchgeführten Tätigkeiten. Sie dienen der Unterstützung und Ausrichtung von Aktivitäten, die in anderen spezifischen Programmen oder, sofern zutreffend, im Rahmen anderer Bemühungen der Gemeinschaft durchgeführt werden.
%Die vollständigen Angaben über die Vorbereitung des Fünften Rahmenprogramms sind von der CORDIS Focus Webseite für das Fünfte Rahmenprogramm erhältlich:
http://www.cordis.lu/fifth/home.html.

Unterteilung

Das spezifische Programm setzt sich wie folgt zusammen:

-Koordinierungsmaßnahmen in den Bereichen Innovation und Einbeziehung der KMU;
. Die Arbeiten im Bereich der Innovation sollen die Synergie zwischen den "Innovationsstellen" gewährleisten, die Methoden und Mechanismen festlegen, mit denen die Nutzung der Ergebnisse der Forschungsprojekte dieser Programme verbessert werden kann;
. Maßnahmen zur stärkeren Einbeziehung von KMU umfassen die Koordinierung der Tätigkeiten zur Unterstützung der Teilnahme von KMU an den im Rahmen dieser Programme durchgeführten FTE-Aktionen und Aktionen im Bereich der Demonstration. Sie beruhen in erster Linie auf gemeinsamen Forschungstätigkeiten und -plänen wie den "Sondierungsprämien", mit denen die Teilnahme von KMU an Projekten unterstützt werden soll.

- Spezifische Maßnahmen im Rahmen des horizontalen Programms;
. Verbesserte Nutzung der gemeinschaftlichen Forschungsergebnisse mit dem Ziel, die Nutzung der Forschungsergebnisse durch die Ermittlung und Entwicklung von Mechanismen zu verbessern, während der Projektabwicklung die erworbenen Kenntnisse zu schützen, die gewonnenen Technologien und Ergebnisse zu nutzen oder zu transferieren sowie den Zugang zu privaten Finanzierungsmöglichkeiten zu erleichtern, mit denen die Nutzung der Ergebnisse gewährleistet werden;
. Neue Konzepte für den Technologietransfer, mit dem Ziel, Methodiken zu entwickeln und sie in Pilot-oder Demonstrationsprojekten zu validieren und anzuwenden;
. Ermittlung und Förderung bewährter Praktiken, Analyse und Bewertung der Innovationsleistung und politik nach gemeinsamen Kriterien und Förderung des Austauschs und des Einsatzes von nachahmenswerten Verfahren. Die wird vor allem in der regelmäßigen Veröffentlichung einer synoptischen Übersicht resultieren.

- Intensivierung der Beteiligung von KMU;
. Einrichtung einer einzigen Anlaufstelle für sämtliche Gemeinschaftsprogramme, die sich auf die bestehenden Unterstützungsnetze in den Mitgliedstaaten stützt und den KMU die Teilnahme an diesen Programmen erleichtern soll;
. Gemeinsame Instrumente für Verwaltung und Unterstützung, deren Ziel es ist, die Bedingungen für die Teilnahme von KMU zu vereinfachen und zu harmonisieren und damit den Nutzen der einzigen Anlaufstelle zu erhöhen. Es wird spezifische Einrichtungen für die Unterstützung von KMU geben und stärkere Nutzung elektronischer Medien (Versand von Informationspaketen und Einreichung von Vorschlägen, "Help Line" usw.);
. Wirtschaftsinformation mit Informationen von größerer Bedeutung für KMU.

-Gemeinsame Maßnahmen im Bereich Innovation/KMU;
. Europäisches Netz zur Förderung von Forschung und Innovation, das die vorhandenen Netze ("Innovation Relay Centres" und CRAFT-Kontaktstellen) nutzt, mit dem Ziel der Erhöhung der Bereitschaft der Unternehmen zur Übernahme von Technologien, die geeignet sind, ihre Innovationsfähigkeit zu verbessern, den internationalen Transfers von Technologien und die Verbreitung der Nutzung der gemeinschaftlichen Forschungsergebnisse zu fördern und potentielle Teilnehmer an diesen Forschungsmaßnahmen zu informieren und unterstützen;
. Elektronische Informationsdienste und andere Verbreitungsmedien durch Verwendung von CORDIS und Erweiterung des Pilotversuchs ERGO. Diese Tätigkeit dient der Verbreitung sämtlicher Daten über die Forschungs- und Innovationstätigkeit, die Modalitäten ihrer Durchführung und ihrer Ergebnisse und über die Bereitstellung von Information über die sozioökonomischen Auswirkungen der Innovationspolitik;
. Geistiges Eigentum mit dem Ziel Einrichtung eines Informationssystems über Patente und Schutzrechte. Die Einrichtung eines "Help Desk" für die Teilnehmer an Gemeinschaftsprogrammen und Maßnahmen zum Schutz und zur Verwertung der im Besitz der Gemeinschaft befindlichen Forschungsergebnisse in Verbindung mit der GFS.

- Zugang zu privaten Finanzierungsmöglichkeiten für die Innovation mit dem Ziel der Information und Beratung der KMU über die Modalitäten des Zugangs zu privaten Finanzierungsinstrumenten und der Förderung der Zusammenarbeit zwischen Finanzsektor, Forschung und Industrie;
. Mechanismen zur Erleichterung der Gründung und Entwicklung innovativer Unternehmen für private Investitionen in solchen Firmen in Zusammenarbeit mit EIF, EIB und anderen Finanzakteuren.

Ausführung

Das Programm wird während des Zeitraums 1998-2002 durchgeführt.

Die Anmeldungen für die Arbeiten im Rahmen dieses Programms sind im Anschluß an die Veröffentlichung einer Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen bei der Kommission einzureichen. Die Kommission wird von einem Programmausschuß unterstützt, der sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt und in dem der Vertreter der Kommission den Vorsitz führt. Die Kommission behält die Verantwortung für die Aufstellung eines Zeitplans und die Koordinierungsvereinbarungen sowie die Auswahl- und Teilnahmekriterien und die Vereinbarungen für deren Anwendung auf jede Art Maßnahme.

Die finanzielle Beteiligung an den im Rahmen des Programms durchgeführten FTE-Tätigkeiten werden unter verschiedenen Kategorien von "indirekten FTE-Aktionen" festgelegt, die von dritten Ländern gemäß den mit der Gemeinschaft geschlossenen Verträgen ausgeführt werden. Diese sind wie folgt:

-Aktionen auf Kostenteilungsbasis;
. Projekte in den Bereichen Forschung und technologische Entwicklung, die mit 50% der erstattungsfähigen Kosten gefördert werden;
. Demonstrationsprojekte, die in der Regel mit 35% der erstattungsfähigen Kosten gefördert werden;
. Integrierte Projekte, die 35% der erstattungsfähigen Gesamtkosten für das Demonstrationselement und 50% für FTE erhalten;

. Unterstützung der Förderung des Zugangs zu Forschungsinfrastrukturen durch Aufnahme von Forscherteams der Gemeinschaft, um ihnen zu ermöglichen, ihre Forschungsarbeiten unter optimalen Bedingungen durchzuführen, die mit bis zu 100% der erstattungsfähigen Zusatzkosten gefördert wird;
. Forschungsprojekte auf Kooperationsbasis, die mindestens drei mit nicht miteinander verbundene KMU aus mindestens zwei Mitgliedstaaten gemeinsam eine dritte Person, die über die nötigen Forschungskapazitäten verfügt, mit der Lösung gemeinsamer technologischer Problemstellungen beauftragen können. Diese werden mit bis zu 50% der erstattungsfähigen Projektkosten gefördert;
. Sondierungsprämien zur Ermöglichung der Sondierungsphase eines FTE-Projekts, dazu können z.B. Machbarkeitsstudien, Projektvalidierung, Vorbereitung und Partnersuche während eines Zeitraums von nicht mehr als zwölf Monaten zählen, die mit bis zu 75% der erstattungsfähigen Kosten der Sondierungsphase gefördert werden.

-Ausbildungsstipendien, die mit bis zu 100% der erstattungsfähigen Ausbildungskosten gefördert werden.

-Unterstützung von Netzen;
. das Zusammenführen von Produzenten, Benutzern, Universitäten, Forschungszentren und Einrichtungen im Bereich der Verbreitung oder des Transfers von Innovation zur Förderung wissenschaftlicher und technologischer Fachkenntnisse wird mit bis zu 100% der erstattungsfähigen Zusatzkosten finanziert;
. Die Schaffung von Netzwerken für die Forschung zu Ausbildungszwecken in fortgeschrittenen oder neuen Forschungsbereichen zu Themen, die auf junge Forscher vor und nach dem Doktorabschluß abzielen, wird mit bis zu 100% der erstattungsfähigen Zusatzkosten finanziert.

- Konzertierte Aktionen zur Koordinierung von Projekten, die bereits gefördert werden, um die gewonnenen Erfahrungen auszutauschen, die Forschung zu erweitern und die Ergebnisse zu verbreiten und Benutzer zu informieren, werden mit einem Prozentsatz von bis zu 100% der erstattungsfähigen Zusatzkosten finanziert;

- Begleitende Maßnahmen werden zur Durchführung des Programms bzw. zur Vorbereitung zukünftiger Tätigkeiten einschließlich Verbreitungs-, Informations- und Kommunikationstätigkeiten) beitragen und sollen die Erreichung bzw. Formulierung ihrer strategischen Ziele ermöglichen. Sie sollen darüber hinaus die anderen indirekten FTE-Aktionen vorbereiten und unterstützen. Ausgeschlossen sind Maßnahmen zur Vermarktung von Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen, Marketingtätigkeiten oder sowie die Absatzförderung. Die finanzielle Beteiligung der Gemeinschaft beträgt bis zu 100% der erstattungsfähigen Gesamtkosten der Maßnahmen;

-Pilotmaßnahmen, die allen Bereichen des Programms durchgeführt werden, dienen der Erprobung neuer Maßnahmen, die spezifische Umsetzungsbestimmungen erfordern. Die Bestimmungen für diese Pilotmaßnahmen können sich von denen für indirekte Aktionen unterscheiden.

Die Teilnahme ist offen für alle juristischen Personen aus einem Mitgliedstaat oder assoziierten Staat. Außerdem werden Vereinbarungen für die Teilnahme von juristischen Einheiten aus Drittländern und von jeder internationalen Organisationen getroffen, vorausgesetzt, daß ihre Teilnahme u.a. im Interesse der Gemeinschaft ist. Die GFS kann an den im Rahmen dieses spezifischen Programms durchgeführten indirekten Aktionen teilnehmen.

Die Kommission wird die Komplementarität zwischen den indirekten Aktionen sicherstellen, indem sie diese um gemeinsame Ziele gruppiert. Dies wird die Koordinierung zwischen anderen spezifischen Programmen zur Durchführung des Fünften Rahmenprogramm wie EUREKA, COST und anderen forschungsbezogenen Elementen wie PHARE, TACIS, MEDA, EIF, Strukturfonds und EIB sicherstellen.

Die Kommission prüft mit Hilfe unabhängiger Sachverständiger alle Vorschläge für im Rahmen dieses Programms zu finanzierende Projekte und im Anschluß an Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen auf der Grundlage der spezifischen Prioritäten des Programms und des Arbeitsprogramms.

Ebenso prüft die Kommission jährlich mit Hilfe qualifizierter unabhängiger Sachverständiger die Fortschritte bei der Durchführung des Programms. Sie prüft insbesondere, ob die Ziele, Prioritäten und der finanzielle Rahmen angesichts der Entwicklung der Lage noch angemessen sind und unterbreitet gegebenenfalls Vorschläge zur Anpassung oder Ergänzung des Programms.
Datensatznummer: 645 / Zuletzt geändert am: 2012-04-30