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FP6

FP6-INTEGRATING - Sonderprogramm Forschung, Technologieentwicklung und Demonstration 2002-2006 zur Integration und Förderung der Forschung in Europa innerhalb des sechsten Rahmenprogramms (FP6)

Rahmenprogramm

FP6

Nachfolgeprogramm

FP7-COOPERATION

Programmfinanzierung

EUR 14 682 million

Referenz zum Amtsblatt

L294/ von 2002-10-29

Rechtsrahmen

2002/834/EC von 2002-09-30
Ziel dieses Programms ist die Förderung weltmarktfähiger Forschungen in wichtigen Kernbereichen wie im 6. Rahmenprogramm (2002-2006) festgelegt sowie die weitere Integration der Forschungsarbeiten in Europa. Zu diesem Zweck konzentriert sich das Programm auf Forschungsthemen mit hoher Priorität und fördert das vernetzte Arbeiten sowie gemeinsame Anstrengungen nationaler und europäischer Rahmenprogramme zu Forschung und Innovation sowie die Entwicklung nationaler Forschungsprogramme.//GEN_GEN_TXT Nach Veröffentlichung des Artikels 'Towards a European Research Area' im Januar 2000 hat die Kommission für den Zeitraum 2002-2006 fünf neue Forschungsprogramme vorgeschlagen.

Forschung und Technologieentwicklung zählen zu den Hauptantriebskräften für das Wirtschaftswachstum, für sozialen Fortschritt und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und leisten somit einen entscheidenden Beitrag zur Beschäftigungssituation und einer verbesserten Lebensqualität. Dennoch gibt es in Europa auf diesem Gebiet noch einige Strukturschwächen, die mit dem Rahmenprogramm der EU überwunden werden sollen:
_ Unzureichende und verstreute Investitionen;
_ Unzureichende Personalkapazitäten in der Forschung;
_ Unzureichende Kapazitäten bei der Umwandlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in innovative und marktfähige Produkte und Dienstleistungen;
_ Fragmentierte Forschungspolitik in Europa.

Das 6. Forschungsrahmenprogramm ist das wichtigste Finanzierungsinstrument zur Förderung der Forschung in Europa. Es besteht aus drei Hauptaktivitätsbereichen:
_Konzentration und Integration der Forschung in der Gemeinschaft;
_Strukturierung der europäischen Forschung;
_Stärkung der Grundlagen der europäischen Forschung.
Dieses Sonderprogramm dient der Implementierung des ersten und dritten Abschnitts.

Weitere Informationen zum sechsten Rahmenprogramm finden Sie auf der FP6 Website unter:
http://www.cordis.lu/fp6/

Kurzbeschreibung

Im Anschluss an die Mitteilung der Kommission zur Förderung der Entwicklung eines Europäischen Forschungsraums (EFR), die im Januar 2000 vorgelegt wurde, hat die Kommission fünf neue Forschungsprogramme vorgeschlagen, die im Jahr 2002 umgesetzt werden sollen.

Forschung stellt eine Triebkraft des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts und einen Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, für die Beschäftigung und Lebensqualität dar. Die strukturellen Schwächen Europas im Bereich der Forschung sind jedoch noch immer nicht behoben. Die neuen Forschungsprogramme richten sich gegen folgende Schwachstellen:
_ unzureichende und gestreute Investitionen;
_ unzureichende Humanressourcen im Bereich Forschung;
_ begrenzte Fähigkeit zur Umsetzung wissenschaftlicher Errungenschaften in innovative und wettbewerbsfähige Produkte und Dienste;
_ gespaltene europäischen Forschungspolitik.

Zur Behebung dieser Schwachstellen wird das Rahmenprogramm um drei Targets herum umstrukturiert:
_ Bündelung der europäischen Forschung;
_ Strukturierung des Europäischen Forschungsraums;
_ Stärkung der Grundpfeiler des Europäischen Forschungsraums.

Weitere Informationen über das Sechste Rahmenprogramm sind vom RP6-Webdienst unter der folgenden Adresse abrufbar:
http://www.cordis.lu/fp6/

Unterteilung

Integration der Forschung

Forschungsthemen mit Priorität:

_ Life Sciences, Genomik und Biotechnologie für das Gesundheitswesen
Integration der postgenomischen Forschung in bereits etablierte biomedizinische und biotechnologische Verfahren zur Förderung der Grundlagenforschung, Anwendung des gesamten Potentials der Genominformationen und deren Nutzung für die menschliche Gesundheit. Davon wird die europäische Biotechnologiebranche profitieren, das Unternehmertum wird angeregt werden, und es entstehen neue Investitionschancen.

Prioritäten:
- Fortgeschrittene Genomik und ihre Anwendung im Gesundheitsbereich.
Grundkentnisse und -instrumente der funktionalen Genomik; insbesondere Genausprägung und Proteomik, strukturelle Genomik, komparative Genomik und Populationsgenetik sowie Bioinformatik;
- Anwendungen der Genomik und Biotechnologie im Gesundheitsbereich: Forschungsaktivitäten umfassen Technologieplattformen zur Entwicklung neuer Diagnosemethoden sowie von Instrumenten zur Vorbeugung und Therapie, die Förderung innovativer Forschungen bei neugegründeten Genomikunternehmen;
- Bekämpfung schwerer Krankheiten. Die Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf die Bekämpfung von Krebs, Herz- und Gefäßkrankheiten sowie seltener Krankheiten, weiterhin auf die Verhinderung der Resistenz gegen bestimmte Medikamente, die Gehirnforschung sowie die Bekämpfung von Krankheiten des Nervensystems, die Erforschung der menschlichen Entwicklung und des Alterungsprozesses;
- Bekämpfung der wichtigsten Infektionskrankheiten, die mit Armut in Verbindung stehen, darunter HIV/AIDS, Malaria, Tuberkulose.

_ Technologien der Informationsgesellschaft
Beitrag zur europäischen Politik der Wissensgesellschaft und des E-Europe Aktionsplanes, inklusive mittel- und langfristige FTE von Technologien der nächsten Generation und deren Integration in den Alltag.

Forschungsprioritäten:
- Angewandte IST-Forschung zu den wichtigsten sozialen und ökonomischen Problemstellungen;
- Kommunikation, Computer und Softwaretechnologien;
- Komponenten und Mikrosysteme;
- Wissens- und Schnittstellentechnologien;
- Zukünftige und aufstrebende IST-Technologien.

_Nanotechnologien und Nanowissenschaften, wissensbasierte Multifunktionsmaterialien und neue Produktionsprozesse und -geräte
Schaffung einer wissenschaftlichen Grundlage, um den Wandel der europäischen Produktion von einer ressourcenbasierten Industrie zu einer wissensbasierten Branche zu fördern, sowohl in Quantität als auch in Qualität, und so innovationsfreudige Unternehmen und umweltfreundlichere Methoden zu fördern.

Die Forschung befasst sich mit Nanotechnologien und Nanowissenschaft, Multifunktionsmaterialien sowie neuen Produktionsprozessen und -verfahren.

_ Luft- und Raumfahrt
Konsolidierung und Konzentration der Forschungsanstrengungen zur Umsetzung der Europäischen Raumfahrtstrategie. In der Luftfahrt liegt das Hauptaugenmerk auf der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch die Reduzierung der Entwicklungs- und Betriebskosten sowie die Verringerung von Emissionen und Lärm und die Erhöhung der Sicherheit. In der Raumfahrtforschung liegen die Prioritäten auf dem Galileo Navigationssystem und satellitbasierter Informationssysteme und -kommunikation.

_ Qualität und Sicherheit von Nahrungsmitteln
Bessere Gesundheit für die Einwohner von Europa durch verbesserte Qualität und Sicherheit von Nahrungsmitteln und die Entwicklung neuer Nahrungsmittelproduktionsketten. Die Forschung konzentriert sich auf ernährungsbedingte Krankheiten und Allergien, Methoden zur Rückverfolgbarkeit, Kontrollmechanismen und Auswirkungen auf die Umwelt.

_ Nachhaltige Entwicklung, globaler Wandel und Ökosysteme
Verstärkung der wissenschaftlichen und technischen Kapazitäten zur Umsetzung eines Modells zur nachhaltigen Entwicklung auf Grundlage einer sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimension. Ein spezieller Schwerpunkt liegt auf nachhaltigen Energiesystemen, nachhaltigem Transport und Themen von globaler Reichweite wie der Ausstoß von Treibhausgasen, Artenvielfalt und Verwüstung von Landschaften.

_ Bürger und Verwaltung in der wissensbasierten Gesellschaft

Förderung der Forschung in den Wirtschafts-, Politik- und Sozialwissenschaften, um zu einem besseren Verständnis der gesellschaftlichen Veränderungen zu gelangen, die sich aus der Entstehung einer Wissensgesellschaft und den daraus resultierenden neuartigen Beziehungen zwischen Bürgern und Institutionen ergeben. Der Schwerpunkt liegt in diesem Bereich auf der Erforschung alternativer Möglichkeiten zur Entwicklung der Wissensgesellschaft, deren Auswirkungen auf den sozialen Zusammenhalt sowie die daraus resultierenden Veränderungen für Staatsbürgerschaften, Demokratie und neue Verwaltungsformen.

Diese Ziele werden durch folgende Aktivitäten umgesetzt:
_Grundsatzorientierte Forschung und zukunftsweisende Themen;
_Horizontale Forschungsaktivitäten auch zu KMU
_Spezielle internationale Kooperationen;

Stärkung der Grundlagen der europäischen Forschung

Ziel dieses Abschnitts ist die Förderung der Programmkoordination und gemeinsamer Aktionen auf nationaler und regionaler Ebene sowie zwischen europäischen Organisationen, ebenso wie die Entwicklung der gemeinsamen Wissensgrundlage, die für eine einheitliche Entwicklung von Strategien erforderlich ist.

Die Aktivitäten können in allen wissenschaftlichen und technischen Bereichen durchgeführt werden, die zu den Schlüsselthemengebieten gehören. Sie haben die Form von Koordinationsprogrammen bzw. speziellen Förderprogrammen.

Folgende Forschungsaktivitäten werden vorgeschlagen:
_ Koordination von Aktivitäten zur Entwicklung von Synergien zwischen bestehenden nationalen Aktivitäten mit dem Ziel der gegenseitigen Öffnung und der Vorbereitung und Leitung gemeinsamer Aktivitäten, wodurch sich die einzelnen Aktionen der Gemeinschaft in diesem Rahmenprogramm noch besser mit denen anderer europäischer Wissenschaftskooperationsprogramme ergänzen sollen
_ Einheitliche Entwicklung von Forschungs- und Innovationsstrategien in Europa durch die Unterstützung bei der Aufdeckung von Problemen und allgemeiner Interessengebiete sowie durch die bessere Information und die Bereitstellung von Instrumenten zur Erleichterung der Entscheidungsfindung für die Strategieplaner.

Das Programm ergänzt das Programm "Structuring the European Research Area" sowie das Sonderprogramm der GFS. Die Umsetzung der Programme wird entsprechend miteinander abgestimmt werden.

Ausführung

Die Kommission wird von einem Komitee aus Vertretern der Mitgliedsstaaten unterstützt. Die Leitung obliegt einem Mitglied der Kommission. Die Kommission ist verantwortlich für die Umsetzung des Sonderprogramms. Das Arbeitsprogramm bezieht relevante Forschungsaktivitäten der Mitgliedsstaaten, assoziierter Länder sowie europäischer und internationaler Organisationen ein.

Die Kommission unternimmt folgende Maßnahmen zur Umsetzung des Sonderprogramms:
_ Entwicklung und Aktualisierung eines Arbeitsprogramms, das die Ziele sowie die wissenschaftlichen und technischen Prioritäten detailliert wiedergibt.
_ Erstellung eines Zeitplans für die Umsetzung;
_ regelmäßige Berichte über die allgemeinen Fortschritte bei der Umsetzung des Sonderprogramms;
_ Organisation der Durchführung einer unabhängigen Bewertung der Aktivitäten, die in dem vom Programm abgedeckten Bereichen durchgeführt werden.

Um das volle Potential dieses Programms zu nutzen, muss die aktive Beteiligung aller relevanten Parteien, insbesondere der Mitgliedsstaaten, assoziierten Beitrittskandidaten und anderer assoziierter Staaten durch gemeinsame Anstrengungen aller gefördert werden, um die Forschungsaktivitäten in Europa stärker zu vereinheitlichen. Dazu zählen unter anderem die Aufstellung und Koordination nationaler Programme sowie der freie Zugang zu Informationen über Forschungsaktivitäten auf allen Ebenen.

Die Umsetzung dieses Programms sollte auf flexible, effiziente und transparente Weise erfolgen. Die jeweiligen Interessen müssen dabei Beachtung finden, insbesondere die der wissenschaftlichen und politischen Nutzergemeinschaften. Wo nötig, müssen die im Rahmen des Programms durchgeführten Forschungsaktivitäten an die Bedürfnisse der Richtlinien der jeweiligen Gemeinschaften sowie an die wissenschaftliche und technische Entwicklung angepasst werden. Die Teilnahme der äußersten Regionen der FTE Aktionen der Gemeinschaft muss durch geeignete Maßnahmen an die spezielle Situation ermöglicht werden.

Durch die Veröffentlichung wichtiger Informationen zu den Inhalten, Konditionen und Verfahrensweisen soll die Beteiligung an den Aktivitäten dieses Programms gefördert werden. Diese Informationen müssen allen potentiellen Teilnehmern pünktlich und detailliert zur Verfügung gestellt werden. Dazu zählen auch potentielle Teilnehmer aus assoziierten Beitrittsländern und anderen assoziierten Staaten. Es werden spezielle Maßnahmen zur Förderung der Teilnahme von Wissenschaftlern und Institutionen aus Entwicklungsländern, den Mittelmeerstaaten inklusive der westlichen Balkanstaaten sowie aus Russland und den Neuen Unabhängigen Staaten (NUS)getroffen.und Institutionen aus Entwicklungsländer na zu zählen auch die potentiellen Teilnahg an den Aktivitäten dieses Programms vereinfacht werdeden werden sollen.

Bemerkungen

Momentan existieren keine offiziellen Kürzel für dieses Programm.
Datensatznummer: 701 / Zuletzt geändert am: 2012-04-30