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Programmfinanzierung

EUR 35 million
Zur Förderung des Wirtschaftswachstums und des Verständnisses zwischen Europa und Asien durch Verbesserungen auf den Gebieten Bewusstsein, Zugang zu und Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Das Ziel liegt darin, die direkte Zusammenarbeit zwischen Europa und Asien im Bereich IKT zu steigern, den IKT-Bedürfnissen lokaler Gemeinden und Bürger besser zu entsprechen und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten.

Kurzbeschreibung

Dieses Programm wurde Ende des Jahres 1999 für einen Zeitraum von 5 Jahren angesetzt, um die Allianzen auf den Gebieten Informationstechnologie und Kommunikation zwischen Asien und den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) zu fördern und zu verstärken. Es konzentriert sich insbesondere auf kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) und strebt eine Verbindung von Asien und Europa bei der Suche nach kompatiblen IKT-Lösungen und –Standards an.

Das Programm fungiert als Vermittler zwischen den bestehenden Schemata zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Asien und den IKT-Maßnahmen innerhalb des Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung (FTE) der Europäischen Kommission. Dies geschieht, indem es die Finanzierung von IKT-Initiativen in den Partnerländern auf den folgenden sechs Funktionsbereichen unterstützt: Landwirtschaft, Bildung, Umwelt, E-Regierung, Gesundheitswesen und Transport. Diese Funktionsbereiche sind insbesondere für die asiatischen Gesellschaften relevant und werden die Integration der betroffenen Länder/Gebiete in die globale Informationsgesellschaft steigern.

Das Programm richtet sich insbesondere auf:
- die Stimulierung eines offenen Dialogs zwischen Regierungen, Bürgern und Schlüsselfiguren im IKT-Sektor, Berufsverbänden, Handelskammern, Nicht-Regierungsorganisationen (NRO), Regulatoren, Normungsgremien und dem privaten Sektor beider Regionen,
- die Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich IKT zwischen Europa und Asien (sowie innerhalb Asiens), insbesondere in den am wenigsten entwickelten Ländern,
- den Aufbau langfristiger IKT-Partnerschaften,
- die weitere Integration asiatischer Länder in die Informationsgesellschaft,
- die Stärkung des gegenseitigen Handels und der Investitionsströme im Bereich IKT zwischen den Regionen,
- die Ausweitung der europäischen IKT-Präsenz in Asien.

Phase II des EU-Asia IT&C-Programms ist nun abgeschlossen. Ab 2005 sind solche Projekte im Rahmen des Asia-Invest-Programms (http://europa.eu.int/comm/europeaid/projects/asia-invest/html2002/main.htm) teilnahmeberechtigt, die den KMU besondere Aufmerksamkeit widmen und die die vom Informations- und Technologiesektor bei der Förderung von Handel und Investition sowie dem gegenseitigen Verständnis zwischen der EU und Asien gespielte Schlüsselrolle anerkennen.

Unterteilung

Die Maßnahmen im Rahmen von Asia IT&C werden in folgenden Funktionsbereichen durchgeführt: Landwirtschaft; Bildung; E-Regierung; Umwelt; Gesundheitswesen; Transport.

A. Landwirtschaft – zur Steigerung von Produktion und Produktivität durch den Transfer von Vorteilen der technologischen Innovation in Form einer Ausweitung der Zusammenarbeit im Bereich der Forschung sowie einer Verbesserung der Kooperation zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor und der entwickelten und der sich entwickelnden Welt. Die Kategorien der Maßnahmen umfassen:
- Internetverbindungen und -kommunikation,
- Modellierung,
- Management-Informationssysteme (MIS) und Geografische Informationssysteme (GIS),
- Fernerkundung,
- Globale Positionierungssysteme (GPS),
- computerunterstützte Bildung und Schulung (CAT),
- verschiedene zweckbestimmte Softwareanwendungen/Beratungsdienste,
- Forschungs- und Umweltüberwachung,
- natürliche Gefahren,
- Luftbildfotografie und Präzisionslandwirtschaft.

B. Bildung – zur Bekämpfung von Analphabetentum, zur Steigerung des Grades der Teilnahme an Bildungsmöglichkeiten und zur Verbesserung der Qualität von sowie der Zugänglichkeit zu Bildung. Die Kategorien der Maßnahmen umfassen:
- Schulbildung,
- lebenslanges Lernen/kontinuierliche Bildung.

C. Gesundheitswesen – zur Förderung einer besseren Gesundheit und Vorbeugung von Krankheiten innerhalb der Bevölkerung; zur Steigerung der Lebenserwartung und zum Ausbau der Standards in Gesundheitswesen und Medizin; zur Verbesserung des Gesundheitsbewusstseins und der Formen des Lebensstils, insbesondere in Hinblick auf Ernährung und sportliche Betätigung; zur Lösung von Problemen in Bezug auf Kindersterblichkeit und Reproduktionsgesundheit. Die Kategorien der Maßnahmen umfassen:
- elektronische Gesundheitsnetzwerke,
- intelligente Patientenumgebungen,
- Informationssysteme,
- Regulierung.

D. Transport – zur Verbesserung der Beförderung von Passagieren und Gütern sowie zur fortwährenden Suche nach schnelleren, größeren, zuverlässigeren, sichereren und erschwinglicheren Transportmöglichkeiten. Die Kategorien der Maßnahmen umfassen:
- die Entwicklung der gesamten Transportkette,
- Unterstützung, Kontrolle und Nachbereitung,
- Prognosemöglichkeiten.

E. E-Regierung – zur Unterstützung und Vereinfachung der Regierungsform für Regierung, Bürger und Unternehmen. Die Kategorien der Maßnahmen umfassen:
- E-Demokratie,
- E-Regierung,
- Bürgerbeteiligung,
- Regierungsvorteile,
- E-Regierung für benachteiligte Gemeinden.

F. Umwelt – zur Förderung nachhaltiger Methoden zur Umweltverwaltung in Asien, die sich auf das Wirtschaftswachstum im einundzwanzigsten Jahrhundert richten. Die Kategorien der Maßnahmen umfassen:
- Forschungs- und Umweltüberwachung,
- natürliche Gefahren,
- Modellierung,
- Fernerkundung,
- Satellitensysteme,
- Geografische Informationssysteme (GIS),
- Luftbildfotographie,
- computerunterstützte Bildung und Schulung (CAT),
- Internetverbindungen und -kommunikation.

Diese verschiedenen Funktionsbereiche des EU-Asia IT&C-Programms werden im Rahmen von fünf Programmkomponenten abgedeckt:

1. Maßnahmen zur Kontaktaufnahme und -aufrechterhaltung: zur Bestimmung und Verbindung von Organisationen in Form von Projektgruppen, Workshops, Seminaren und Konferenzen zur Beurteilung, Suche und Spezifizierung von Lösungen für Anpassungs- und Kompatibilitätsprobleme zwischen europäischen und asiatischen IKT-Umgebungen.

2. Praktische Demonstrationsprojekte: zur Unterstützung der Demonstration von europäischen IKT-Funktionen mit dem Ziel der Sammlung von Beobachtungen und Empfehlungen zu möglichen Verbesserungen.

3. Kurze Kurse auf Technik- und Universitätsniveau: zur Förderung von Kursen und Workshops mit Absolventen- oder Graduiertenstandard, zur Untersuchung und zum Transfer von Fachkenntnissen bzw. Suche nach Lösungen für bedeutende IKT-Probleme.

4. Verbindungsaufnahme zu europäischen IKT-Initiativen und –Programmen: zur Unterstützung bei Identifizierung und Aufstellung von Projektgruppen, Workshops bzw. anderen Veranstaltungen, die zur Verbesserung und Vereinfachung der Kontaktaufnahme, der Beteiligung und des Transfers von Fachkenntnissen beitragen.

5. Verständnis der Strukturen in europäischen und asiatischen Regulierungs- und Rechtsbehörden: zur Förderung von Studien, Projektgruppen, Workshops, Seminaren bzw. Konferenzen mit dem Ziel der Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses der Strukturen in europäischen und asiatischen Regulierungs- und Rechtsbehörden.

Ausführung

Das Asia IT&C-Programm wird von einem Programmverwaltungsbeamten (PMO – Programme Management Officer) mit jeweils einem Büro in jeder Region verwaltet. Der europäische PMO ist in Brüssel, Belgien, und der asiatische PMO in Bangkok, Thailand, stationiert.

Um ein Anrecht auf einen Zuschuss zu haben, müssen die Konsortien aus mindestens drei Partnerorganisationen bestehen: zwei aus zwei verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten und eine aus einem teilnehmenden asiatischen Land/Gebiet.
Bewerber und Partner müssen auf gemeinnütziger Basis arbeiten. Es muss sich dabei um nationale oder regionale Behörden, Unternehmer des öffentlichen Sektors oder gemeinnützige Organisationen aus dem Privatsektor oder der Zivilgesellschaft (beispielsweise Forschungszentren, Universitäten, NRO, Berufsverbände oder Föderationen; insbesondere solche, die kleine und mittelgroße Unternehmen vertreten) handeln.
Ihren Hauptsitz müssen diese in der EU oder in einem der folgenden Länder haben: Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, Kambodscha, Volksrepublik China (ausgenommen Hong Kong and Makao), Ost-Timor, Indien, Indonesien, DVR Laos, Malaysia, Malediven, Nepal, Pakistan, Philippinen, Sri Lanka, Thailand, Vietnam.

Die Maßnahmen müssen in einem oder mehreren der berechtigten und am Programm teilnehmenden Länder durchgeführt werden. Die Maßnahme muss sich auf einen bestimmten geografischen Bereich beziehen, und die Gründe für die Wahl müssen in der Maßnahmebeschreibung vollständig dargelegt werden. Sie kann sich auf ein Land oder sogar auf eine einzelne Region innerhalb eines großen Landes konzentrieren. Die Dauer eines Projekts/einer Maßnahme darf 36 Monate nicht überschreiten.

Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen werden jährlich im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht.
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