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Programmfinanzierung

EUR 33,8 million
Ziel der Initiative für nachhaltige Technologien (Sustainable Technologies Initiative - STI) ist es, die Industrie zusammen mit der Wissenschaftsbasis dazu zu bekommen, neue Technologien, die nachhaltiger sind und zur nachhaltigen Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit beitragen werden, zu entwickeln und anzunehmen.

Kurzbeschreibung

Man hofft, dass die STI in der Lage sein wird, alle drei Säulen der Nachhaltigkeit zu unterstützen, und erwartet, dass sie sich anfangs zumindest auf die wirtschaftlichen und Umweltaspekte konzentrieren wird. Sie zielt daher in erster Linie auf die Abkopplung des Wirtschaftswachstums von negativen Umweltauswirkungen wie Emissionen von Treibhausgasen, Abfallproduktion und Nutzung von gefährlichen Stoffen oder allgemeiner durch geringe Effizienz bei der Nutzung von Ressourcen ab. Dies wurde beschrieben als die Notwendigkeit, eine Erhöhung der Ressourceneffizienz um das Vierfache zu erzielen.

Die STI basiert außerdem auf dem Grundsatz, dass Fortschritte in Richtung des Faktors 4 Sprünge in Bezug auf Verfahren und Produkte erfordern werden. Dies ist mit schrittweisen Verbesserungen wahrscheinlich nicht zu erreichen. Die STI strebt daher insbesondere Vorschläge an, die wirklich neuartige Ansätze für die Entwicklung und Produktion von Verfahren, Produkten und Dienstleistungen darstellen. Im Wesentlichen erwarten wir Vorschläge, die Nachhaltigkeit ab der Entwurfsphase in Verfahren und Produkte integrieren werden. Die Nachhaltigkeit sollte nicht nachrangig sein.

Die STI ist ein Programm zur Unterstützung der kollaborativen Forschung und Entwicklung, das auf die Verbesserung der Nachhaltigkeit der Wirtschaft im VK abzielt. Es wird gemeinsam vom Ministerium für Handel und Industrie (Department of Trade and Industry - DTI), dem Forschungsrat Physikalische und Ingenieurwissenschaften (Engineering and Physical Sciences Research Council - EPSRC), dem Forschungsrat Wirtschaft und Gesellschaft (Economic and Social Research Council - ESRC), dem Forschungsrat Biotechnologie und biologische Wissenschaft (Biotechnology and Biosciences Research Council - BBSRC) und dem Ministerium für Umwelt, Ernährung und ländliche Angelegenheiten (Department of Environment, Food and Rural Affairs - DEFRA) finanziert.

Die gesamten Fördermittel belaufen sich auf 33,8 Millionen EUR (16,1 Millionen EUR vom DTI, 8,1 Millionen EUR vom EPSRC, 4,8 Millionen EUR vom ESRC, 3,2 Millionen EUR vom DEFRA und 1,6 Millionen EUR vom BBSRC) für zehn Aufrufe zur Vorschlagseinreichung (einer im November und ein weiterer im April jedes Jahres bis April 2005).

Unterteilung

Die potenziellen Forschungsbereiche umfassen:
- Produktion, Änderung und neuartige Nutzungsmöglichkeiten von Pflanzenfasern;
- Die Entwicklung von Pflanzenölen für neue industrielle Anwendungen;
- Nutzung von pflanzlichen Kohlenhydraten in neuen Werkstoffen;
- Die Entwicklung von Getreide zu Quellen von Spezialchemikalien, einschließlich hochwertiger Pharmaprodukte.

Die Forschung zur Erfüllung der Bedürfnisse verschiedener Industriesektoren erfordert voraussichtlich Input von einer Reihe von Disziplinen, einschließlich:
- Pflanzenbiotechnologie und -biochemie (die Informationen, die sich aus der Pflanzengenomik ergeben, werden voraussichtlich bedeutende Auswirkungen haben),
- Biochemisches und Verfahrens-Engineering,
- Chemie,
- Werkstoffwissenschaft und Werkstoffverarbeitung,
- Wirtschaftswissenschaften und Systemanalyse.
Die STI beabsichtigt, keine Bereiche zu kopieren, in denen es bereits aktive Programme gibt, die sich auf die Nachhaltigkeit beziehen.

Ausführung

Die STI wird wie folgt operieren:
- LINK*-Programm, finanziert von DTI, EPSRC, BBSRC und DEFRA, das bis zu 50 Prozent der Finanzierung für kollaborative F&E-Projekte zwischen Unternehmen und Hochschulen bereitstellt
- DTI-Fördermittel für Unternehmen für spezifische Projekte, bis zu 50 Prozent der zuschussfähigen Kosten
- EPSRC-Finanzierung für Netzwerke
- ESRC-Stipendien für Hochschulen

Die LINK-Initiative spornt teilnahmeberechtigte Unternehmens- und Hochschulpartner zur Zusammenarbeit an vorwettbewerblichen Forschungsprojekten in Schlüsseltechnologiesektoren an. Für DTI-Fördermittel müssen die Vorschläge kollaborativ sein, aber keinen Hochschulpartner umfassen.

LINK- und DTI-Vorschläge werden nach folgenden Kriterien bewertet:
- Potenzielle Nachhaltigkeitsverbesserungen, die im Vorschlag spezifisch identifiziert werden sollten und die wirtschaftlichen, Umwelt- und gesellschaftlichen Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung ansprechen; Wissenschaftliche/technische Exzellenz, Neuartigkeit und Innovation; Lieferfähigkeit des Teams;
- Qualität, Rechtzeitigkeit und Preis-/Leistungsverhältnis der Forschung;
- Kommerzielle Relevanz und potenzieller wirtschaftlicher Nutzen;
- Die Ausgewogenheit und das Fachwissen der Teammitglieder, einschließlich potenzieller Endnutzer der Technologie;
- Additionalität, d.h. Notwendigkeit von Regierungsunterstützung.

* LINK ist der Mechanismus der britischen Regierung zur Finanzierung kollaborativer Forschung unter Beteiligung der Industrie und der Forschungsbasis.

Bemerkungen

Multifunktionale Werkstoffe
Datensatznummer: 777 / Zuletzt geändert am: 2000-12-16