Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Programmfinanzierung

EUR 63 million
Das letztendliche Ziel des Programms besteht in der Förderung von FuE-Aktivitäten, um Verfahren und chemische Produkte zu verbessern und/oder anzupassen, unabhängig davon, in welchem Industriesektor sie zur Anwendung kommen, einschließlich Technologien zur Lösung von Umweltproblemen. Ein wesentlicher Aspekt ist die Modernisierung der Branche, von der Grundlagenforschung bis hin zur Umsetzung von Technologien in der Industrie.

Kurzbeschreibung

Das neue Ministerium für Wissenschaft und Technologie (im Jahr 2000 gegründet) vereint Referate und Direktionen für Forschung und Innovation, die zuvor in fünf verschiedenen Ministerien (Industrie, Bildung, Öffentliche Bauarbeiten, Landwirtschaft und Umwelt) verstreut waren. Darüber hinaus wurden fünf öffentliche Forschungszentren, die bis dahin verschiedenen Ministerien unterstanden, der gleichen Stelle unterstellt: CSIC, CIEMAT, INIA, IGME, IEO.

Innerhalb des IV. Nationalen Plans für F&E (2000-2003) besteht ein nationales spezifisches Programm für chemische Verfahren und Produkte. Im Rahmen des nationalen Programms für chemische Verfahren und Produkte werden pro Jahr Projekte mit etwa 21 Millionen Euro gefördert, die sich mit Aspekten des Entwurfs, der Herstellung, Nutzung und des Recycling am Ende der Produktlebensdauer befassen.

Unterteilung

Das Nationale Programm für chemische Verfahren und Produkte ist in vier Themenbereiche unterteilt:

1. Entwicklung chemischer Verfahren: Verbesserung herkömmlicher Verfahren; katalytische Verfahren; Entwurf von chemischen Reaktoren, Verbrennung, Abgase und Pyrolyse; integrale Entwicklung von Verfahren.

2. Fortgeschrittene Separationstechnologien: Fortgeschrittene Methoden zur Prognose physischer Eigenschaften, Schnittstellengleichgewicht und Transporteigenschaften; Verbesserung und Erneuerung herkömmlicher Systeme, fortgeschrittene Reinigungs- und Konzentrationsverfahren, industrielle Absorptionsverfahren, Ionenaustausch und Chromatographie; Separationstechnologien, Destillations- und Extraktionsverfahren; Modellierung und Maßstabanpassung; Membrantechnologien.

3. Innovation und Entwicklung chemischer Produkte: Verbesserung des Lebenszyklus der Produkte und der industriellen Verfahren; F&E von Mehrwertprodukten in Feinchemikalien und Spezialchemie, Synthese enantiomerisch reiner Produkte, Naturprodukte; neue Katalysatoren und Membranen, Entwicklung neuer Verfahren zur Fertigung spezieller Strukturen; Vorbereitung und Behandlung von fossilen und erneuerbaren Brennstoffen, Verbesserung der Energieeffizienz und Verringerung der Umweltauswirkungen. Energielieferanten (d.h. Batterien).

4. Verfahren und Umwelttechnologien: Produkte und Verfahren mit geringen Umwelteinflüssen, Minimierung von Rückständen, saubere Technologien (weniger verschmutzende Rohstoffe, Verfahrensänderungen usw.); Recycling und Nutzung von Rückständen und Produkten am Lebensende, neue Rohstoffe aus existierenden oder neuen spezialisierten Pflanzen; Entwicklung fortgeschrittener Technologien zur Beseitigung/Zerstörung von Schadstoffen; Bewertung der Umweltauswirkungen.

Ausführung

Die Durchführung von FuE-Projekten ist der fundamentale Mechanismus für die Umsetzung des Nationalen Plans. Dabei gelten folgende Modalitäten: FuE-Projekte (einschließlich gezielte Grundlagenforschung und pränormative FuE), die unabhängig durch Forschungsgruppen öffentlicher FuE-Zentren, private FuE-Zentren ohne Gewinnzweck und Technologiezentren oder Unternehmen durchgeführt werden; FuE-Kooperationsprojekte, die die langjährige Zusammenarbeit zwischen Akteuren fördern, werden von Konsortien durchgeführt, wobei ein Unternehmen Unteraufträge für FuE-Aktivitäten an ein öffentliches Zentrum oder ein Technologiezentrum vergeben kann.

FuE-Aktivitäten werden durch Innovationsmaßnahmen ergänzt, um im Rahmen von FuE-Aktivitäten erzielte Ergebnisse anzuwenden.

Der Umfang der Projektfinanzierung hängt von der Art der ausführenden Stelle und der Art der zu subventionierenden Kosten ab (Grenz- oder Gesamtkosten). Im Allgemeinen werden bei Projekten von öffentlichen Zentren oder Zentren ohne Gewinnzweck die Grenzkosten in Verbindung mit dem Projekt subventioniert. Bei Projekten von Technologiezentren und Unternehmen wird ein Prozentsatz der veranschlagten Gesamtkosten subventioniert. Dieser Prozentsatz kann im Fall von KMU oder Konsortien mit mehr als einem Unternehmen erhöht werden. Die verschiedenen Finanzinstrumente, die im spanischen Nationalen Plan vorgesehen sind, können auf die Unternehmen angewandt werden, sofern dabei beachtet wird, dass die in den Vorschriften der Europäischen Union festgelegten Grenzwerte für öffentliche Hilfe auf keinen Fall überschritten werden.

Die Auswahl der zu finanzierenden Vorschläge erfolgt nach öffentlichen Aufrufen. Diese Beurteilung wird in zwei Stufen durchgeführt, eine externe und eine interne des Verwaltungsgremiums.
Die externe Prüfung basiert für Grundlagen- und angewandte Produkte auf einer Beurteilung durch eine Peer-Group, die von der Agencia Nacional de Evaluacion y prospectiva(ANEP) durchgeführt wird. Bei den technologischen Innovationsprojekten wird die Beurteilung von Gremien durchgeführt, die vom Zentrum für industrielle technologische Entwicklung (CDTI - Centre for Industrial Technological Development) organisiert werden. Für die interne Stufe ist das Verwaltungsgremium (MCYT) zuständig, das die Beurteilungen der vorherigen Stufe berücksichtigt.

Bemerkungen

Neue Produktionsverfahren
Datensatznummer: 819 / Zuletzt geändert am: 2003-08-27
Folgen Sie uns auf: RSS Facebook Twitter YouTube Verwaltet vom Amt für Veröffentlichungen der EU Nach oben