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Rahmenprogramm

FP1-FRAMEWORK 1C

Nachfolgeprogramm

JRC-INDHAZ 2C

Programmfinanzierung

EUR 21 million

Referenz zum Amtsblatt

L 3 von 1984-01-05

Rechtsrahmen

von 1983-12-22
Untersuchung der mit dem Betrieb gefährlicher Industriebereiche, wie Verarbeitung, Chemie und Energie, und mit grossen technologischen Systemen verbundenen Risiken mit besonderer Betonung schwerer Unfälle, um Methoden zum Identifizieren, Bewerten und Bewältigen von weniger häufigen Zwischenfällen mit schweren Folgen zu entwickeln.

Kurzbeschreibung

Teil des ersten Rahmenprogramms (1984-1987) unter Aktion 8: "Umwelt" und Teil des Aktionsprogramms Forschung (RAP) "Umwelt".

Diese neue Aufgabe der Gemeinsamen Forschungsstelle ergänzte das Mehrjahresprogramm auf Kostenteilungsbasis für Pilotprojekte über grössere technologische Risiken, das 1986 anlief (TECHHAZ C), und unterstützte die regulierenden Massnahmen der Generaldirektion XI der Kommission im Rahmen der Richtlinie der Gemeinschaft über "Gefahren schwerer Unfälle bei bestimmten Industrietätigkeiten".

Die Forschungsarbeiten befassten sich mit der Zuverlässigkeit von Systemen und Strukturen, der Wechselwirkung Mann-Systeme, mit Entscheidungstheorie und Hilfssystemen für die Entscheidungsfindung, mit Explosionen im geschlossenen Raum und im Freien, mit dem Verhalten von Materialien und Strukturen unter Belastung, der Diffusion von Schadstoffen in der Luft und mit Notfallsimulation und -schutzplanung.

Ziel der Richtwertmassnahme über die Analyse grösserer Risiken (Benchmark Exercise on Major Hazard Analysis - BE-MHA) war die Einrichtung einer dem Stand der Technik entsprechenden Überprüfung von Verfahren, Methoden, Modellen und Datenbanken für die Risikoanalyse chemischer Einrichtungen. Nach ihrem Abschluss, mit diesem Programm, im Jahr 1987 wurde die MARS-Unfalldatenbank (MARS - Berichtsystem für grössere Unfälle) voll funktionsfähig.

Das integrierte Softwaresystem Unterstützung für Risikomanagement Ispra (IRIMS) wurde entwickelt, um Vergleichsrisikoszenarien für die Produktion, den Transport und die Verwendung von Chlor in den Niederlanden zu erstellen.

Unterteilung

Zwei Bereiche:

- Unfallverhütung:
Dieser Bereich umfasste die Richtwertmassnahme über die Analyse grösserer Risiken (Benchmark Exercise on Major Hazard Analysis - BE-MHA) und die Entwicklung der STARS (Software-Tool für die fortgeschrittene Zuverlässigkeits- und Sicherheitsanalyse) Expertensystem-Datenbank;

- Überwachung und Bewältigung von Unfällen:
Dieser Bereich betraf den Aufbau der Versuchseinrichtung für die Untersuchung der Sicherheit bei unkontrollierten Ereignissen (FIRES) zur Validierung spezifischer Zahlencodes für die Kontrolle industrieller chemischer Prozesse.

Ausführung

Die Kommission, die vom Verwaltungsrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt wurde, war für die Durchführung des Programms zuständig, das in der GFS-Einrichtung in Ispra abgewickelt wurde.

Die Verbreitung der Kenntnisse erfolgte gemäss der Verordnung des Rats (EWG) Nr. 2380/74 vom 17. September 1974 (Amtsblatt Nr. L 255 vom 20.9.1974) über die Regelung für die Verbreitung von Kenntnissen im Rahmen der Forschungsprogramme der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.

Die Kommission erstellte jedes Jahr für den Rat und das Europäische Parlament einen Bericht über die Durchführung des Programms. Ausserdem musste sie vor Vorlage des nächsten Vorschlags eines Vierjahresprogramms eine von unabhängigen Sachverständigen durchgeführte kritische Analyse des Programms unterbreiten.

Fachgebiete

Sicherheit
Datensatznummer: 81 / Zuletzt geändert am: 1990-03-26
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