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Rahmenprogramm

FP1-FRAMEWORK 1C

Vorheriges Programm

JRC-REACTSAFE 3C

Nachfolgeprogramm

JRC-REACTSAFE 5C

Programmfinanzierung

EUR 192 million

Referenz zum Amtsblatt

L 3 von 1984-01-05

Rechtsrahmen

von 1983-12-22
Untersuchung von Wegen zum Schutz von Bevölkerungen und der Umwelt gegen das Risiko der unbeabsichtigten Freisetzung von Radioaktivität durch Zusammenarbeit nationaler Einrichtungen auf dem Gebiet der Reaktorsicherheit und durch Entwicklung von analytischen Werkzeugen, Simulationsmodellen und Testmethoden sowie durch die Zusammenstellung von Sicherheits-und Störfall-Analysendaten.

Kurzbeschreibung

Teil des ersten Rahmenprogramms (1984-1987) unter Subaktivität 5.1: "Kernspaltung".

Die Forschung konzentrierte sich auf:
- Verhütung von Störfällen:
Handhabung von Problemen betreffend die Verbesserung von Reaktorsystemen und Instrumenten, Inspektionsmethoden und Verfahren für die Früherkennung von Konstruktionsmängeln oder Funktionsstörungen;
- Störfallanalyse, Kontrolle und Minimierung der Folgen:
Gewährleistung eines eingehenderen Verständnisses von störfallbezogenen Merkmalen und Entwicklung von Modellen und Computercodes zur Simulation der aufeinanderfolgenden Phasen eines Störfalles.

Studien über die Verhinderung von Störfällen und die Störfallanalysen bezogen sich auf thermisch gekühlte und mit leichtem Wasser gebremste Reaktoren (LWR) sowie schnelle Brüter mit flüssiger Metallkühlung (LMFBR).

Unterteilung

Acht Gebiete:

- Zuverlässigkeit und Risikoeinschätzung:
Entwicklung und Implementierung der Datenbanken, die das europäische Zuverlässigkeits-Datensystem (ERDS) bilden, das seit 1980 besteht;

- PISC (Projekt für die Inspektion von Stahlbauteilen):
Eine Reihe in 1979 begonnenen internationalen Vergleichen bezieht sich ausschließlich auf die Auswertung zerstörungsfreier Untersuchungsmethoden und Verfahren für die Feststellung, Auffindung und Messung von Fehlern in Reaktorkonstruktionen; PISC werden unter der Ägide der OECD und der Kommission der Europäischen Gemeinschaften durchgeführt;

- Vorhersage der Standzeit von Bauteilen der Primärkreise von Leichtwasserreaktoren (LWR):
Leistung eines Beitrags zur internationalen Vorgehensweise für die zuverlässig Voraussage über das Ende der Standzeit von druckbeaufschlagten Bauteilen von Reaktoren, die durch Alterung und Schäden während des Reaktorbetriebs beeinflußt werden;

- Studie von abnormalem Betriebsverhalten von LWR-Kühlsystemen:
Bereitstellung von Versuchsdaten über das thermohydraulische Verhalten des Reaktor-Kühlsystems und Auswertung von Modellen und Codes für die Analyse von Verlusten bei Störfällen in Kühlsystemen und bei Spitzen;

- Quellen-Term:
Untersuchung des Spaltprodukt- und Aerosolverhaltens in der LWR-Reaktor-Sicherheitshülle unter besonderer Berücksichtigung der Modellentwicklung und der Codeauswertung;

- Einbeziehung von analytischen und experimentellen Arbeiten der Merkmale hypothetischer, schwerer Störfälle bei schnellen Brütern;

- PAHR (Wärmeableitung nach Störfällen) im Reaktor:
Studie von Ereignissen bei schweren LMFBR-Störfällen. Eines der Hauptziele ist die Langzeitkühlung einer Schüttung von Bruchteilen, die von einer Reaktorkonstruktion gebildet wird, wenn ein Teil oder das gesamte Material der Hülle abschmilzt;

- LMFBR-Materialeigenschaften und Verhalten der Struktur:
Dieser Teil bezog sich auf die Untersuchung der mechanischen Eigenschaften von Werkstoffen für die Herstellung von Reaktorbauteilen und auf die Verbesserung der analytischen Werkzeuge für die Prädiktion des strukturellen Verhaltens.

Ausführung

Die Kommission war für die Durchführung des Programms verantwortlich, das durch das Institut für Sicherheitstechnologie des GFS in Ispra durchgeführt wurde. Dabei wurde sie durch den Gouverneurrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt.

Ein großer Teil der Forschung über Reaktorsicherheit wurde durch die GFS durchgeführt. Der restliche Teil wurde unter Leitung des GFS-Managements in einzelstaatlichen Laboratorien im Rahmen von Verträgen auf der Basis von Kostenteilung zwischen der Kommission und öffentlichen oder privaten Organisationen der Mitgliedstaaten durchgeführt.

Im dritten Programmjahr erfolgte eine Überprüfung, wonach die Möglichkeit eines weiteren Vierjahresprogramms ins Auge gefaßt wurde. Die Kommission war jedoch verpflichtet, vorher dem Rat und dem Europäischen Parlament eine kritische, unabhängige Analyse der GFS-Programme zu unterbreiten.

Fachgebiete

Kernspaltung - Sicherheit
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