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Vorheriges Programm

REG-INTERREG 2

Programmfinanzierung

EUR 330 million

Referenz zum Amtsblatt

2001/ von 2001-05-15
Zur Beschreibung der Methoden fr die Einfhrung von interregionalen Kooperationsmaánahmen im Rahmen der Gemeinschaftsiniative INTERREG III, die zur St„rkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts in der Europ„ischen Union w„hrend des Zeitraums 2002-2006) beitragen soll.

Kurzbeschreibung

Das Programm INTERREG III C ist Teil der Initiative INTERREG III der Europ„ischen Gemeinschaft, mit der der wirtschaftliche und soziale Zusammenhalt in der Europ„ischen Union gest„rkt werden soll. Die anderen zwei Ausrichtungen von INTERREG III konzentrieren sich auf die grenzberschreitende (Ausrichtung A) bzw. die transnationale (Ausrichtung B) Zusammenarbeit. Die interregionale Zusammenarbeit (INTERREG III C) zielt im Allgemeinen darauf ab, die Politiken und Instrumente fr Regionalentwicklung und regionalen Zusammenhalt effizienter zu gestalten . Um dies zu erreichen, wird der umfassende Austausch von Informationen und Wissen sowie von Erfahrungen und erfolgreichen Ans„tzen zwischen den europ„ischen Regionen gef”rdert. Strukturierte, koh„rente interregionale Kooperationsmaánahmen haben gegenber einer Vielzahl von Einzelprojekten Vorrang.
INTERREG III C f”rdert die interregionale Zusammenarbeit zwischen regionalen und anderen ”ffentlichen Beh”rden im gesamten EU-Gebiet sowie in angrenzenden Staaten. Groáe Regionen ohne gemeinsame Grenzen k”nnen durch das Programm zusammen an gemeinsamen Projekten arbeiten und Kooperationsnetzwerke entwickeln. Auf gemeinschaftlicher Politikebene sollen diese Maánahmen den Zusammenhalt f”rdern und die regionale Wettbewerbsf„higkeit st„rken.

Unterteilung

Das Programm beinhaltet die folgenden fnf Bereiche fr interregionale Zusammenarbeit:

1. Maánahmen, die im Rahmen von Ziel 1 und 2 der Strukturfonds untersttzt werden (d.h. strukturelle Anpassung der Regionen, deren BIP unter oder nahe dem Durchschnitt der Gemeinschaft von 75% liegt, sowie der Regionen mit Strukturproblemen in Industrie, Landwirtschaft, Fischerei und st„dtischen Regionen):
Ziel ist die Schaffung von umfassenderen M”glichkeiten zum Informations- und Erfahrungsaustausch, indem die direkte Zusammenarbeit zwischen ”ffentlichen Beh”rden oder gleichwertigen Stellen in Europa bei solchen Projekten gef”rdert wird, welche im Rahmen der oben genannten Ziele untersttzt werden.
- Die Partner mssen nicht zu den in Ziel 1 und 2 eingeschlossenen Arten von Regionen geh”ren, aber sie mssen an einer Teilnahme an denjenigen Maánahmen interessiert sein, die durch diese Ziele untersttzt werden.
- Zu den Maánahmen k”nnen der Austausch von Erfahrungen oder die Verbreitung der Ergebnisse von erfolgreichen Projekten geh”ren.

2. Interregionale Zusammenarbeit zur Verbindung von ”ffentlichen Beh”rden oder gleichwertigen Stellen, die an anderen INTERREG-Programmen beteiligt sind:
Ziel ist die F”rderung des Erfahrungsaustauschs und der Vernetzung zwischen Grenzgebieten und transnationalen Regionen.
- Die Partnerschaft ist auf ”ffentliche Beh”rden oder gleichwertige Stellen beschr„nkt, die an laufenden oder frheren INTERREG-Programmen beteiligt sind bzw. waren.
- Die Maánahmen k”nnen die Zusammenarbeit bei grenzberschreitenden und transnationalen Aktivit„ten einschlieáen oder auf die Umsetzung der INTERREG-Programme (d.h. Vernetzung zwischen verschiedenen Sekretariaten)ausgerichtet sein.

3. Stadtentwicklung:
Ziel ist die F”rderung von weitreichenderen Kooperationsmaánahmen mit Hinblick auf Themen der Stadtentwicklung.
- Die Partnerschaft steht allen St„dten und st„dtischen Regionen einschlieálich kleinen und mittleren St„dten offen.
- Die Maánahmen umfassen die Verbreitung von Stadtentwicklungspraktiken durch konkreten Erfahrungsaustausch. Dazu geh”rt der Austausch von erfolgreichen Ans„tzen mit Hinblick auf die Implementierung und Verbreitung von Projektideen und -ergebnissen.

4. Regionale innovative Maánahmen zu den folgenden drei Schwerpunkten:
a) eine auf Wissen und technischen Innovationen basierende regionale Wirtschaft;
b) e-EuropeRegio; die Informationsgesellschaft und regionale Entwicklung;
c) regionale Identit„t und nachhaltige Entwicklung:
Verschiedene regionale Akteure werden gemeinsam eine Strategie fr innovative Maánahmen erarbeiten. Im Rahmen dieser Strategie, die auch dem Erfahrungsaustausch zwischen den Regionen dient, werden individuelle Projekte eingefhrt.
- Die Partnerschaft steht verschiedenen regionalen Akteuren offen.
- Die Strategie wird auf einem oder mehreren der oben genannten Schwerpunkte beruhen.

5. Andere geeignete Maánahmen:
Neben den oben erl„uterten vier Bereichen eignen sich auch die folgenden Themengebiete fr eine Zusammenarbeit: maritime Fragestellungen, Inseln und Gebiete in „uáerster Randlage, Forschung und technologische Entwicklung, KMU, Informationsgesellschaft, Besch„ftigung, Unternehmertum, Tourismus, Kultur sowie Umwelt. Die Projekte innerhalb dieser Kategorie k”nnen auch auf die Zusammenarbeit bei Raumordnungsfragen oder auf die Besch„ftigung mit natrlichen und durch Menschenhand verursachten Katastrophen ausgerichtet sein. Desweiteren k”nnen Regionen untersttzt werden, die auf Grund ihrer Gebirgslage oder einer geringen Bev”lkerungsdichte benachteiligt sind.

Die einzige Voraussetzung fr einen Einbezug der vorgeschlagenen Maánahme in diese Themenfelder ist, dass dieses Projekt zum obersten Ziel von INTERREG III C, d.h. zur Verbesserung der regionalen Entwicklungsrichtlinien, -strategien und -instrumente, beitragen muss. Innerhalb dieses Rahmens kann eine Vielzahl von Themen abgedeckt werden.

Ausführung

Alle Regionen des Gebietes der Europ„ischen Union k”nnen an INTERREG III C teilnehmen. Regionen aus Drittstaaten, besonders aus den Bewerberstaaten, werden zu einer Teilnahme ermuntert. Inselgebiete und Gebiete in „uáerster Randlage sollen beim Auswahlprozess Vorrang haben. Die Finanzierung fr Partner aus Drittstaaten wird mit den eigenen Mitteln des jeweiligen Landes realisiert oder von einer entsprechenden Finanzierungsquelle der EU (Phare, Tacis, CARDS, MEDA, EDF) bernommen.

Im Anhang A dieses Programms sind die vom Programm abgedeckten Gebiete sowie die Mitgliederstaaten und berechtige Regionen in den Mitgliederstaaten fr INTERREG III aufgefhrt. Der obligatorische Inhalt jedes INTERREG III C-Programms wird in Anhang B erl„utert.
Die Maánahme wird vom federfhrenden Partner fr das Programm eingereicht, in dessen Gebiet er t„tig ist. Die Richtlinien fr die finanzielle und administrative Verwaltung der Projekte sind die gleichen wie fr andere Strukturfondsprogramme.

Drei Arten von interregionalen Kooperationsmaánahemn k”nnen im Rahmen des INTERREG III C-Programms gef”rdert werden:

1. Regionale Rahmenprojekte:
- Ziel ist die F”rderung der Zusammenarbeit innerhalb einer Gruppe von Regionen.
- Eine umfassende regionale Kooperation bei einer begrenzten Zahl von kleineren Projekten.
- Die Maánahmen k”nnen sich auf alle Themen beziehen, die in den ,Unterabschnitten des Programms' beschrieben sind.
- Das Konsortium muss mindestens drei verschiedene Staaten einbeziehen, von denen mindestens zwei EU-Mitglieder sein mssen. Die Partner mssen regionale Beh”rden oder gleichwertige ”ffentliche Stellen sein. Die Partner der Unterprojekte, die innerhalb des regionalen Rahmenprojektes gef”rdert werden, mssen ”ffentliche Beh”rden oder gleichwertige Stellen sein.
- Anhang C dieses Programms enth„lt eine ausfhrliche Liste der Anforderungen fr ein regionales Rahmenprojekt.
- Fr diese Maánahme werden ungef„hr 50-80% der fr jedes INTERREG III C-Programm vorgesehenen Mittel verwendet. Der Gesamtbeitrag von ERDF liegt normalerweise zwischen 500.000 und 5.000.000 Euro.


2. Individuelle Projekte:
- Ziel ist die F”rderung des Erfahrungsaustauschs bei Methoden und projektorientierten Maánahmen.
- Die Maánahmen k”nnen sich auf alle Themen beziehen, die in den ,Unterabschnitten des Programms' beschrieben sind.
- Das Konsortium muss mindestens drei verschiedene Staaten einbeziehen, von denen mindestens zwei EU-Mitglieder sein mssen. Die Partner mssen regionale Beh”rden oder gleichwertige ”ffentliche Stellen sein, die die Kapazit„t und die Vollmacht fr die Verwaltung ”ffentlicher Gelder haben.
- Fr diese Maánahme werden ungef„hr 10-30% der fr jedes INTERREG III C-Programm vorgesehenen Mittel verwendet. Der Gesamtbeitrag von ERDF liegt normalerweise zwischen 200.000 und 1.000.000 Euro.


3. Netzwerke:
- Ziel ist die Verbindung der verschiedenen Regionen innerhalb und auáerhalb der Europ„ischen Union mit Hinblick auf Projektentwicklung und Methoden zur Projektumsetzung.
- Die Maánahmen k”nnen sich auf alle Themen beziehen, die in den ,Unterabschnitten des Programms' beschrieben sind - mit Ausnahme der ,regionalen innovativen Maánahmen'.
- Das Konsortium muss mindestens fnf verschiedene Staaten einbeziehen, von denen mindestens drei EU-Mitglieder sein mssen. Die Partner mssen regionale Beh”rden oder gleichwertige ”ffentliche Stellen sein, die die Kapazit„t und die Vollmacht fr die Verwaltung ”ffentlicher Gelder haben.
- Die Maánahmen k”nnen sich auf alle Themen beziehen, die in den ,Unterabschnitten des Programms' beschrieben sind - mit Ausnahme der ,regionalen innovativen Maánahmen'.
- Fr diese Maánahme werden ungef„hr 10-20% der fr jedes INTERREG III C-Programm vorgesehenen Mittel verwendet. Der Gesamtbeitrag von ERDF liegt normalerweise zwischen 200.000 und 1.000.000 Euro.
Datensatznummer: 831 / Zuletzt geändert am: 2004-10-11
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