Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Vorheriges Programm

JRC-REACTSAFE 2C

Nachfolgeprogramm

JRC-REACTSAFE 4C

Programmfinanzierung

EUR 151,3 million

Referenz zum Amtsblatt

L 72 von 1980-03-18

Rechtsrahmen

80/317/CEE, Euratom von 1980-03-13
Verbesserung und Konstruktion und der Qualität der Schweißung bei Reaktorbauteilen und -systemen zur Steigerung der Zuverlässigkeit im Einsatz und damit der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit von Kernkraftwerken sowie Entwicklung von Modellen und Computercodes zur Beschreibung der Abläufe während eines Störfalls.

Kurzbeschreibung

In einem LOBI-System zur Untersuchung des Druckverlusts außerhalb des Reaktors (Untersuchung abnormaler LWR-Funktion) wurden Simulationstests gefahren; gleichzeitig wurde ein Testprogramm erarbeitet, mit dem große und kleinere Bruchstellen im Primärkreislauf des Leichtwasserreaktors (LWR) simuliert werden konnten. Dabei wurde die Super-Sara-In-Pile-Anlage verwendet.

Am 19. Mai 1981 bestätigte der Rat die Fortsetzung des Super-Sara-Projekts (Amtsblatt Nr. L 72 vom 18.3.1980), bei dem es sich um das wichtigste Experiment der GFS auf dem Gebiet der Reaktorsicherheit handelte. Zweck dieses Projekts war die Studie des Verhaltens der Brennstoffe in einem Kernreaktor vom Leichtwassertyp unter abnormalen Betriebsbedingungen, insbesondere im Falle eines Kühlmittelverlustes wie z.B. bei dem Three-Miles-Island-Störfall in den USA.

Der Beitrag der GFS zur Sicherheitsforschung auf dem Gebiet der flüssigmetallgekühlten schnellen Brüter (LMFBR) konzentrierte sich auf abnormale Ereignisse mit einem sehr niedrigen Wahrscheinlichkeitsfaktor, die jedoch gravierende Wirkungen für die Integrität der gesamten Anlage haben. Wichtige Meilensteine waren die Veröffentlichung des europäischen Störfallcodes (EAC) und die Aufnahme eines umfassenden Forschungsprogramm im Reaktor zur Lösung von Problemen bei der Wärmeableitung nach einem Störfall (PAHR). Zur Unterstützung der LWR- und LMFBR-Sicherheitsforschung wurde ein Werkstoff-Prüfprogramm eingeleitet.

Vor der Einführung einer zentralisierten Datenbank für LWR wurden außerdem zusätzliche Anstrengungen für das Zuverlässigkeits- und Risikoeinschätzungsprojekt gemacht.

Die Sammlung von Daten über die einzelnen Reaktoren der Gemeinschaft und die Verbesserung der informationstechnologischen Strukturen führten zur Entwicklung des europäischen Zuverlässigkeitsdatensystems (ERDS), das heute als ein unersetzliches Werkzeug für die probabilistische Risikoeinschätzung gilt.

Unterteilung

Elf Projekte:

- Projekt LOBI:
Studie von Unfällen mit Kühlmittelverlust bei Leichtwasserreaktoren;

- Projekt Super-Sara:
Reaktorversuch über das Verhalten von Leichtwasserreaktor-Brennstoffen bei Kühlmittelverlust;%

- Projekt LWR Primärkreislauf-Integrität:
Früherkennung von Mängeln in Leichtwasserreaktorhüllen;

-Thermohydraulik von Brennstoffunterbaugruppen für schnelle Brüter;

- Mechanische Prüfungen von Konstruktionswerkstoffen für schnelle Brüter;

- Entwicklung von hypothetischen Unfallcodes für schnelle Brüter;

- Projekt PAHR (Wärmeableitung nach einem Störfall):
Studie der Ableitung der in einem durchgeschmolzenen Kern eines schnellen Brüters enthaltenen Restwärme;

- Projekt PAHR im Reaktor;

- Studie der Wechselwirkung zwischen Brennstoff und Kühlmittel bei Störfällen;

- Studie des Verhaltens von Konstruktionen und der Hülle bei Beanspruchung in Störfällen;

- Analyse der Zuverlässigkeit, Risikoeinschätzung und Datenbank.

Ausführung

Gegenwärtig liegt keine Information vor.

Fachgebiete

Kernspaltung - Sicherheit
Datensatznummer: 83 / Zuletzt geändert am: 2000-06-05
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