Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

FP7

FP7-JRC - Mit Hilfe direkter Maßnahmen von der Gemeinsamen Forschungsstelle unter dem Siebten Rahmenprogramm durchgeführtes spezifisches Programm

Rahmenprogramm

FP7

Vorheriges Programm

FP6-JRC

Programmfinanzierung

EUR 1 751 million

Referenz zum Amtsblatt

L 54/126 von 2007-02-22

Rechtsrahmen

2006/975/EC von 2006-12-19
Festlegung der Maßnahmen der Gemeinsamen Forschungsstelle im nichtnuklearen Bereich, Leistung auftraggeberorientierter wissenschaftlich-technischer Unterstützung für die Gestaltung der Politik der Europäischen Union, Unterstützung bei der Durchführung und Überwachung bestehender politischer Maßnahmen und Reaktion auf neue politische Erfordernisse.

Kurzbeschreibung


Ihre Unabhängigkeit von jeglichen privaten oder nationalen Interessen und ihre fachliche Kompetenz ermöglichen es der Gemeinsamen Forschungsstelle, zwischen Interessengruppen und den politischen Entscheidungsträgern zu vermitteln und einen Konsens herbeizuführen. Die GFS wird ihre Auftraggeberorientierung und ihre starke Vernetzung mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft im spezifischen Kontext Wachstum, nachhaltige Entwicklung und Sicherheit durch folgende Maßnahmen weiter ausbauen:

- flexible Reaktion auf neue Bedürfnisse und Anforderungen der politischen Entscheidungsträger der Europäischen Union;
- Konzentration auf gesellschaftlich relevante Fragen, die eine Forschungskomponente sowie eine entscheidende Gemeinschaftsdimension aufweisen;
- Aufbau von Partnerschaften mit Forschungszentren, Hochschulen, Industrie, öffentlichen Stellen und Regulierungsbehörden in den Mitgliedstaaten sowie mit Drittländern und internationalen Einrichtungen;
- Ausbau ihrer Kompetenzen und Einrichtungen;
Konzentration ihrer Ressourcen, um auf die Herausforderungen im Bereich "Wissenschaft und Technologie" (W&T) zu reagieren, Ausrichtung ihrer Tätigkeiten auf die wichtigsten Politikbereiche und Aufbau von Synergien mit anderen in den Mitgliedstaaten verfügbaren Quellen für wissenschaftliche und technische Unterstützung. Die GFS wird diese Kapazität durch Zusammenarbeit mit EU-Agenturen, anderen EU-Organen und Behörden in den Mitgliedstaaten weiter ausbauen;
- Verstärkung der Transparenz bei der Festlegung von Forschungsprioritäten durch Veröffentlichung der Kriterien.

Ein integriertes Konzept zur wissenschaftlichen und technischen Unterstützung der Politik ist ein Hauptmerkmal dieses spezifischen Programms. Mit der Beteiligung an den direkten Maßnahmen des Siebten Rahmenprogramms wird größtmögliche Komplementarität seiner Beteiligung an den direkten Maßnahmen des Rahmenprogramms angestrebt.

Die GFS wird ihre Position im Europäischen Forschungsraum (EFR) stärken, indem sie europäischen und nichteuropäischen Forschern, insbesondere Wissenschaftlern am Anfang der Laufbahn, den Zugang zu ihren Einrichtungen erleichtert, ihre Zusammenarbeit mit anderen staatlichen und privaten Forschungsorganisationen ausbaut, die wissenschaftliche Qualität ihrer eigenen Tätigkeiten kontinuierlich verbessert und die Aus- und Weiterbildung auf wissenschaftlich höherem Niveau unterstützt, wobei dieser Aspekt für die GFS weiterhin hohe Priorität haben wird.
Ein zentrales Merkmal dieses Konzepts wird die Verbreitung von Wissen unter den verschiedenen an diesem Prozess Beteiligten sein, und es werden Anstrengungen unternommen werden, um die Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an Forschungstätigkeiten zu verstärken. Ziel der Tätigkeiten wird auch die Unterstützung der Umsetzung der Rechtsvorschriften und der Überwachung ihrer Einhaltung sowie die Verbreitung bewährter Praktiken in den EU-25, den Bewerber- und den Nachbarländern sein.

Die Maßnahmen der GFS werden die faktengestützten politischen Initiativen der Kommission flankieren. Die globale und internationale Dimension der Arbeit der GFS wird während der Laufzeit des Siebten Rahmenprogramms weiterentwickelt, um die neuen Anforderungen der außen- und sicherheitspolitischen Maßnahmen der Gemeinschaft erfüllen zu können.

Ein bestimmter Teil der GFS-Ressourcen ist der Sondierungsforschung gewidmet, mit der neue Kenntnisse und neue Kompetenzen aufgebaut werden sollen.
Auf der CORDIS-Webseite (http://cordis.europa.eu/fp7/find-doc_en.html) können Sie folgende Rechtsdokumente herunterladen: - BESCHLUSS Nr. 1982/2006/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2006 über das Siebte Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration (2007-2013). - Berichtigung zum Ratsbeschluss 2006/975/EG vom 19. Dezember 2006 über das von der Gemeinsamen Forschungsstelle innerhalb des Siebten Rahmenprogramms der Europäischen Gemeinschaft für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration durch direkte Maßnahmen durchzuführende spezifische Programm (2007 bis 2013).

Unterteilung

Die folgenden Informationen beruhen auf den offiziellen Angaben zum Zeitpunkt des Verfassens. Prioritäten und Maßnahmen können sich ändern.
Für die neusten Informationen beachten Sie bitte das Arbeitsprogramm, dass mit dem dazugehörigen Aufruf zu Verfügung steht:
http://cordis.europa.eu/fp7/dc/index.cfm


Die Aktivitäten der GFS werden in vier "politische Themenbereiche" gegliedert, die in separate Agenden unterteilt sind:


- Wohlstand in einer wissensintensiven Gesellschaft

Agenda 1. Wettbewerbsfähigkeit und Innovation

Weiterentwicklung
fortgeschrittener Techniken für ökonometrische Modellierung und Sensitivitätsanalyse in verschiedenen Politikfeldern, kurzfristige Analysen von Finanz-
und Konjunkturzyklen sowie Bewertung der entwickelten zusammengesetzten Indikatoren. Die Umsetzung der Agenda von Lissabon für Wachstum und Beschäftigung wird durch
direkte quantitative sozioökonomische Analysen in einer Reihe von Politikbereichen unterstützt werden, z. B. makroökonomische Stabilität und Wachstum, Finanzdienstleistungen, Aspekte der
Wettbewerbsfähigkeit und lebenslanges Lernen.

Agenda 2. Europäischer Forschungsraum

Direkter Beitrag der GFS zum Europäischen Forschungsraum (EFR) durch
die Intensivierung bzw. Ausweitung der wissenschaftlichen Vernetzung, der Ausbildung und Mobilität von Forschern, der Verbesserung des Zugangs zu Forschungsinfrastrukturen sowie der Verbundforschung. Sie wird sich
bei Bedarf an "europäischen Technologieplattformen", "gemeinsamen Technologieinitiativen" und "Maßnahmen im Rahmen von Artikel 169" beteiligen und wird ferner dazu beitragen, dass in der
Forschungspolitik sowohl auf Ebene der Gemeinschaft als auch der Mitgliedstaaten faktengestützte Entscheidungen getroffen werden können. Besonderes Gewicht wird auch die Einbeziehung von Partnern aus den neuen Mitgliedstaaten und den
Bewerberländern haben.

Agenda 3. Energie und Verkehr

Die GFS wird ihre Maßnahmen im Energiebereich auf einen reibungslosen Übergang zu weniger kohlenstoffintensiven
und erneuerbaren Energiequellen und -trägern, Energiesysteme mit höherem Wirkungsgrad und eine bessere technische und allgemeine Sicherheit bei der Energieversorgung konzentrieren. Die GFS verfolgt
folgende Ziele: Bereitstellung eines nachhaltigen Energiereferenzsystems, das entsprechend den Anforderungen der Gemeinschaftspolitik Fachwissen über technologische Innovationen und
Entwicklungen liefert und als Referenzzentrum für pränormative Leistungsprüfung und Zertifizierung ausgewählter Technologien fungiert.

Im Hinblick auf
die Entwicklung eines nachhaltigen Verkehrs in Europa wird die GFS ihre Tätigkeiten auf folgende Aspekte konzentrieren: Umweltaspekte mit Forschungsarbeiten im Bereich der Emissionskontrolle und der sich daraus ergebenden
Auswirkungen auf die Ökosysteme, technisch-wirtschaftliche Aspekte mit Forschungsarbeiten zu optimierten Kraft- und Treibstoffen sowie Motoren und alternativen Fahrzeugkonzepten sowie
soziale Aspekte.

Agenda 4. Informationsgesellschaft

Die GFS wird durch Entwicklung prospektiver Analysen und Strategien die Konzipierung von technologiepolitischen Maßnahmen und
Instrumenten für die Informationsgesellschaft unterstützen, die zum Aufbau einer wettbewerbsfähigen europäischen Wissensgesellschaft beitragen. Konvergente Anwendungen
werden in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt verfolgt werden.

Agenda 5. Biowissenschaften und Biotechnologie

Die GFS wird Studien zu
den sozioökonomischen Auswirkungen bestimmter Anwendungen der Biotechnologie und der Biowissenschaften durchführen. Durch eine integrierte Anstrengung zur Anwendung von Nano-Biotechnologie, Physik,
Biologie und Chemie auf Nachweistechniken wird die GFS zur Entwicklung neuer Strategien und Technologien für Umwelt- und
Gesundheitsüberwachung sowie zur Kontrolle und Sicherheit der Lebens- und Futtermittelkette beitragen.

- Solidarität und verantwortungsvolle Bewirtschaftung der Ressourcen

Agenda 1. Ländliche
Entwicklung, Landwirtschaft und Fischerei

Die GFS wird mit ihren Forschungsarbeiten die europäische Politik in den Bereichen ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Fischerei unterstützen
und dabei Erzeugungs-, Umwelt- und Verbraucheraspekte der Nachhaltigkeit abdecken. Sie möchte zu einem anerkannten Wissenschafts- und Technologiereferenzzentrum werden,
das sich auf Lebensmittelqualität, Rückverfolgbarkeit und Sicherheit, Raumplanung und Auflagenbindung konzentriert.

Agenda 2. Natürliche Ressourcen

Die GFS beteiligt sich
an der Entwicklung eines ganzheitlichen Konzepts zur Beobachtung der globalen Umwelt und Ressourcen und der Analyse von Auswirkungen und Belastungen, um
integrierte Ansätze für die nachhaltige Entwicklung auszuarbeiten. Sie wird besonderes Augenmerk auf die Bereitstellung harmonisierter europäischer Georeferenzdaten und den Austausch
von Rauminformationen richten. Die Entwicklung der Globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung wird unterstützt, indem sie bei den diesbezüglichen
Forschungsmaßnahmen wichtige Aufgaben übernimmt.

Agenda 3. Umwelt und Gesundheit

Unterstützung für die Umsetzung des "Aktionsplans zu Umwelt und Gesundheit" der EU durch
Unterstützung für laufende Maßnahmen, die auf die Entwicklung eines integrierten Umwelt- und Gesundheitsinformationssystems der Gemeinschaft abzielen.

Agenda 4. Klimaänderung

Die Anpassung an den Klimawandel ist zu einer Notwendigkeit geworden, und die GFS wird weiterhin Daten zu den Klimaauswirkungen auf
verschiedene sensible Sektoren der europäischen Wirtschaft sammeln und auswerten. Dazu gehören Land- und Forstwirtschaft, Wasserressourcen sowie Naturrisiken. Bei der Bewertung der mit dem Klimawandel zusammenhängenden Risiken wird die Häufigkeit des Auftretens
von Überschwemmungen, Dürreperioden, Waldbränden, Stürmen, Verschlechterungen der Luftqualität sowie von Küsten- und Meeresprozessen in Europa im Mittelpunkt stehen.
%l - Freiheit,
Sicherheit und Gerechtigkeit
%l Agenda 1. Innere Sicherheit

Zusammenarbeit mit einschlägigen Gremien zur Entwicklung von Maßnahmen, die zur
Schaffung eines Raums beitragen, in dem Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit herrschen. Schwerpunkt wird die Anwendung von Informationstechnologien und Systemanalysen
beim Schutz von Bürgern und kritischen Infrastrukturen vor Terrorismus, organisiertem Verbrechen und Betrug sowie bei Zuwanderung und Grenzschutz sein.


Agenda 2. Katastrophen und Hilfsmaßnahmen

Die GFS wird zur Verbesserung von Reaktionskapazitäten und Krisenmanagement der Gemeinschaft im Hinblick auf
Schnelligkeit, Überwachung und Schadensbewertung beitragen. Sie wird sich auf die Entwicklung von Frühwarn- und Alarmsystemen konzentrieren und sich dabei auf Modelle,
Erdbeobachtungstechnologien und Messnetze für verschiedene Krisensituationen in ganz Europa stützen.

Agenda 3. Sicherheit und Qualität von Lebens- und Futtermitteln

Die GFS wird
für ein breites Spektrum von Lebens- und Futtermitteln validierte Methoden und harmonisierte Verfahren bereitstellen. Sie wird ihre Fähigkeiten zur Bewältigung von Lebens- und Futtermittelkrisen ausbauen,
wobei eine enge Zusammenarbeit mit der "Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit" gewährleistet werden soll.

- Europa als Weltpartner

Agenda 1. Globale
Sicherheit

Die GFS wird die Gemeinschaftsprogramme für Wiederaufbau und humanitäre Hilfe durch neue Technologien intensiver unterstützen, um
verschiedene Interventionsebenen zu bedienen und folgende Bereiche abzudecken: Ermittlung "vergessener" Krisen, Frühwarnung bei drohenden Krisen und
Schadensbewertung im Anschluss an Krisen.

Agenda 2. Entwicklungsunterstützung

In Afrika,
im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean (AKP) soll zunächst eine "Beobachtungsstelle für nachhaltige Entwicklung und Umwelt" eingerichtet werden. Hauptkomponenten des Systems für
Informationserfassung und Kommunikation, das den Kern der Beobachtungsstelle bilden soll, werden die drei Bereiche Umweltdiagnostik, Länderprofile und politikübergreifende Wechselwirkungen sein.

Ausführung



Die Gemeinschaft wird von der GFS umgesetzte Maßnahmen durchführen, die als "direkte Maßnahmen" bezeichnet werden. Zu diesem Zweck stimmt das Mehrjahres-
Arbeitsprogramm der GFS für den Zeitraum 2007­13 mit der politischen Agenda der Kommission überein. Das Programm dient den Zielen Wachstum, nachhaltige
Entwicklung und Sicherheit durch eine Reihe von Maßnahmen für die Entwicklung und Bereitstellung wissenschaftlicher und technischer Unterstützung für die relevanten politischen
Punkte.
Dies wird eine bestmögliche Übereinstimmung zwischen der Agenda der GFS und den vorrangigen politischen Bedürfnissen sicherstellen. Dieses Mehrjahres-Arbeitsprogramm liefert eine allgemeine
Beschreibung der Arbeitsschritte und Begleitmaßnahmen, die während der Laufzeit des Siebten Rahmenprogramms durchgeführt werden. Es liefert außerdem eine erste
Schätzung der Mittel, die jeder der 21 "politischen Agenden" im EG-Teil des Programms zugewiesen werden.

Das Mehrjahres-Arbeitsprogramm wird vor dem Beginn jedes Jahres durch ein jährliches Arbeitsprogramm ergänzt, in dem die Maßnahmen aufgeführt sind, die
von der GFS für dieses Jahr durchzuführen sind. Diese Maßnahmen werden in Bezug auf Ziele, Ergebnisse und Ressourcen (Mitarbeiter und Finanzmittel) sowie eine beigefügte Ressourcentabelle beschrieben.

Die Maßnahmen werden jährlich überprüft, um Fortschritte zu ermitteln und den Bedarf an Ressourcen für das kommende Jahr zu bestimmen. Diese jährlichen Anpassungen
bringen ein Element der Flexibilität in das Programm, da sie mit der "High Level Users Group" und dem "Board of Governors" der EG vor der
Umsetzung umfassend diskutiert werden. Die GFS wird auch weiterhin an dem Rahmenprogramm "indirekte Maßnahmen" auf derselben Grundlage wie die Einrichtungen in den
Mitgliedstaaten teilnehmen. Die Zusammenarbeit mit nationalen öffentlichen und privaten Forschungsinstituten, Hochschulen, Industrie und internationalen Gremien trägt zum Erwerb und
Transfer von Fachwissen und Know-how bei. Die Teilnahme an "indirekten Maßnahmen" ist in der Tat ein wichtiges Instrument für die Vernetzung mit der Forschungsgemeinschaft und für
die Verteidigung der Spitzenposition in Bezug auf aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen. Ein zentrales Kriterium für den Entwurf und Abschluss eines beträchtlichen Teils der Aktivitäten der GFS war
die Komplementarität mit nationalen F&E-Aktivitäten. Dies ist der Grund für die Einbeziehung der GFS in den Europäischen Forschungsraum (EFR). Die Forschungsprogramme der GFS hatten
immer eine starke europäische Dimension mit einer Tradition der Vernetzung und einer starken internationalen Beteiligung.
Die Europäische Kommission unterstützt
die westlichen Balkanländer umfassend durch Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen". Zudem hat die Europäische Union im Jahr 2004 die Europäische
Nachbarschaftspolitik (ENP) eingeleitet, mit dem Ziel der Vermeidung des Auftretens neuer Trennungslinien zwischen der erweiterten EU und ihren Nachbarn und stattdessen
der Stärkung von Stabilität, Sicherheit und Wohlergehen für alle betroffenen Bürger. Vor diesem Hintergrund und auf Grundlage der positiven Ergebnisse des Sechsten
Rahmenprogramms wird die GFS unter dem RP7 eine spezifische "Erweiterungs- und Integrationsmaßnahme" weiterverfolgen, die auf die Förderung der Integration neuer Mitgliedstaaten in ihren Tätigkeiten abzielt und die Anstrengungen der derzeitigen und potenziellen Kandidatenländer und, auf selektiver Ebene auch der Nachbar- und Partnerländer der EU, zur Anpassung an den gemeinschaftlichen Besitzstand und europäische Standards unterstützt, wobei die GFS über relevante W&T-Kompetenz verfügt. Dies betrifft hauptsächlich (aber nicht nur) die
folgenden Bereiche:
- Erweiterungs- und Integrationsprojekte;
- Fortschrittliche und Fortbildungsworkshops;
- Befristete Stellen für Gastwissenschaftler;
- Verbreitungsmaßnahmen.

Die vorgesehenen umfassenden Maßnahmen umfassen:
- Ermittlung und Schutz von Forschungsergebnissen aus dem Arbeitsprogramm der GFS, Förderung des Transfers viel versprechender Technologien der GFS durch Lizenzvergabe;

- gemeinsame F&E mit Beteiligung der Industrie zur Förderung des Unternehmertums unter den Forschern der GFS sowie Förderung der Gründung von Spin­off-Unternehmen auf Grundlage von Technologien der GFS.

Zur verstärkten Integration bei der Ausführung des Arbeitsprogramms der GFS wurden sieben vorrangige Bereiche ermittelt. Hierbei handelt es sich um Gruppen von Maßnahmen, die in Bezug
auf das Thema der Studie, Bereiche für wissenschaftliche Unterstützung, erforderliche Versuchsanlagen und Gesamtkompetenzen miteinander verbunden sind. Diese Gruppen von Maßnahmen erfordern ähnliche Kompetenzen und tragen zu demselben politischen Gesamtbereich bei.

Die Direktoren des Instituts übernehmen die Aufgaben von "Koordinatoren vorrangiger Bereiche" ("Priority Area Coordinators" - PACs). Die PACs werden bei der Entwicklung ihres jeweiligen vorrangigen Bereichs die Führung übernehmen, wobei sie sich auf die Integration
der relevanten Maßnahmen in Bezug auf Strategie, Inhalte und Entwicklung von Kompetenzen konzentrieren. Gegebenenfalls werden die PACs auch die Lieferung von Produkten an die Kunden anregen und überwachen. Die PACs
werden von der GD delegiert, um die strategische Planung und Integration der Umsetzung von Maßnahmen in ihrem vorrangigen Bereich zu koordinieren. Sie führen außerdem vorausschauende
Analysen und Vorausschätzungen durch, die nicht auf die vorhandenen Maßnahmen beschränkt sind. Der Vorteil einer solchen Vorgehensweise besteht darin, die Vorteile der multidisziplinären
Art der GFS optimal zu nutzen und einen integrierten und kohärenten Dienst für die politischen Dienste der GD zu bieten.
Datensatznummer: 844 / Zuletzt geändert am: 2006-08-01