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FP7

FP7-KBBE - Spezifische Programm „Zusammenarbeit“: Lebensmittel, Landwirtschaft und Biotechnologie

Rahmenprogramm

FP7

Programmfinanzierung

EUR 1 935 million

Referenz zum Amtsblatt

L 400 von 2006-12-30

Rechtsrahmen

2006/971/EC von 2006-12-19

LEBENSMITTEL, LANDWIRTSCHAFT UND BIOTECHNOLOGIE



Neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der nachhaltigen Bewirtschaftung, der Produktion und des Einsatzes biologischer Ressourcen (Mikroorganismen, Pflanzen, Tiere) bilden die Grundlage für neue, nachhaltige, wirtschaftliche und wettbewerbsfähige Produkte für die Landwirtschaft, die Fischerei, die Lebensmittel, Gesundheits und Forstindustrie sowie für verwandte Industriezweige. Man erwartet wichtige Beiträge zur Durchführung bestehender und künftiger Strategien und Vorschriften auf dem Gebiet der Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen und des Verbraucherschutzes. Neue erneuerbare Energiequellen werden unter dem Konzept einer europäischen, wissensbasierten Bio-Wirtschaft gefördert werden.

Was ist der Nutzen für Bürger:


Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft werden gemeinschaftlich die sozialen, wirtschaftlichen und umweltbedingten Herausforderungen eines nachhaltigen Umgangs mit biologischen Ressourcen angehen. Sie werden auch Fortschritte in mikrobiologischer, pflanzlicher und tierischer Biotechnologie dazu verwenden, neue, gesündere, ökoeffiziente und wettbewerbsfähige Produkte und Dienste zu entwickeln. Die Fortentwicklung ländlicher Gebiete und von Küstengebieten wird durch einen Anschub der lokalen Wirtschaft unterstützt, bei der Kulturerbe und Kulturvielfalt erhalten bleiben.

Was ist der Nutzen für Forscher:


Es werden Forschungen zur Sicherheit von Lebens und Futtermittelketten, ernährungsbedingten Krankheiten, Ernährungsgewohnheiten und den Auswirkungen von Nahrungsmitteln auf Ernährung und Gesundheit durchgeführt.
Zu den Forschungstätigkeiten gehören:
• Nachhaltige Erzeugung und Bewirtschaftung biologischen Ressourcen aus Böden, Wäldern und Wasserräumen: Forschungen zu nachhaltigen Produktionssystemen;
Pflanzen und Tiererzeugung und Gesundheit; Tierschutz; Fischereien und Aquakulturen einschließlich der Bewirtschaftung und nachhaltigen Nutzung ihrer Artenvielfalt.
• Die Integrität und Kontrolle der Lebensmittelkette („Vom Tisch zum Bauernhof“) wird untersucht, und dabei werden Nahrungsmittel, Gesundheit und Wohlergehen behandelt.
• Die Biowissenschaften und die Biotechnologie im Dienst nachhaltiger Non-FoodProdukte und Verfahren werden verbesserte Kultursorten und Forstprodukte entwickeln, Futtermittelbestände, Meereserzeugnisse und Biomasse zur Energieerzeugung, für den Umweltschutz und zum Erhalt von Produkten mit hohem Mehrwert, wie beispielsweise Materialien und Chemikalien.

Mehrere europäische Technologieplattformen leisten ihren Beitrag dazu, gemeinsame Forschungsprioritäten in verschiedenen Bereichen zu setzen, wie beispielsweise Lebensmitteltechnologien und verfahren, Pflanzengenomik, Forstwirtschaft, Tiergesundheit und Tierzucht.

Was ist der Nutzen für Industrie und KMU:


Man erwartet von der Schaffung einer europäischen Bio-Wirtschaft, dass diese bahnbrechend für Innovationen und wirksamen Technologietransfer sein wird. Dabei ist das Ziel, alle Industrie und Wirtschaftszweige zusammenzuführen, die biologische Ressourcen erzeugen,bewirtschaften oder auf andere Weise nutzen und dabei auch verwandte Dienste aus der Zuliefer- oder Verbraucherindustrie zu berücksichtigen. Die Maßnahmen entsprechen der europäischen Strategie für Biowissensschaften und Biotechnologie - sie sollen die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Agrarwirtschaft, der Biotechnologie und der Saat und Lebensmittelindustrie verbessern, insbesondere der High-Tech-KMU. Dadurch soll letztendlich der gesellschaftliche Wohlstand verbessert werden.
Datensatznummer: 851 / Zuletzt geändert am: 2014-03-05