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FP7

FP7-EURATOM-FUSION - EURATOM: Fusionsenergieforschung

Rahmenprogramm

FP7

Vorheriges Programm

FP6-EURATOM-FUSION

Programmfinanzierung

EUR 1 947 million

Referenz zum Amtsblatt

L 400 von 2006-12-30

Rechtsrahmen

2006/976/EC von 2006-12-19

FUSIONSENERGIEFORSCHUNG


ALLGEMEINES ZIEL


Schaffung der Wissensgrundlage für den Bau von Prototypreaktoren für sichere, nachhaltige, umweltverträgliche und wirtschaftliche Kraftwerke und Bau des ITER als wichtigster Schritt im Hinblick auf dieses Ziel.

MAßNAHMEN


1. REALISIERUNG DES ITER


Die Gemeinschaft hat — da sie den Standort für das Projekt stellt — im Rahmen der ITER-Organisation eine besondere Verantwortung und spielt eine führende Rolle, insbesondere bei der Steuerung der internationalen ITER-Organisation, bei Management und personeller Ausstattung und bei der allgemeinen technischen und verwaltungstechnischen Unterstützung.
Der Beitrag der Gemeinschaft als ITER-Vertragspartei umfasst die weitere Beteiligung am Bau von Ausrüstungsteilen und Anlagen, die am ITER-Standort benötigt werden, sowie die Unterstützung des Projekts während der Bauphase.
Die Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen zur Unterstützung des Baus des ITER werden in den Fusionsforschungsassoziationen und in europäischen Unternehmen durchgeführt. Hierzu gehören die Entwicklung und Prüfung von Bauteilen und Systemen.

2. FUE ZUR VORBEREITUNG DER BETRIEBSPHASE DES ITER


Im Rahmen eines gezielten physikalisch-technologischen Programms sollen die Projektentscheidungen für den ITER festgeschrieben und eine rasche Inbetriebnahme des ITER vorbereitet werden. Das Programm soll mittels koordinierter Versuche, theoretischer Arbeiten und Modellierungsarbeiten unter Nutzung der JET-Anlagen und anderer sachdienlicher Versuchsgeräte und Computer durchgeführt werden. Es soll sicherstellen, dass Europa über den nötigen Einfluss auf das ITER-Projekt verfügt, und eine starke europäische Beteiligung beim Betrieb des ITER vorbereiten.

3. BEGRENZTE TECHNOLOGISCHE MAßNAHMEN ZUR VORBEREITUNG DES KRAFTWERKS DEMO


In den Fusionsforschungsassoziationen und Unternehmen werden Schlüsseltechnologien und -werkstoffe für die Genehmigung, den Bau und den Betrieb des Kraftwerks DEMO weiterentwickelt, um sie im ITER zu erproben und die europäische Industrie in die Lage zu versetzen, DEMO zu bauen und künftige Fusionskraftwerke zu entwickeln.

4. LANGFRISTIGE FUE-MAßNAHMEN


Auf der Grundlage der speziell ITER und DEMO betreffenden Maßnahmen sollen im Rahmen des spezifischen Programms Kompetenzen und die Wissensbasis in Bereichen erweitert werden, die für künftige Fusionskraftwerke strategisch relevant sind. Diese Forschungsmaßnahmen sollen die technische Durchführbarkeit und die Wirtschaftlichkeit der Fusionsenergie verbessern.

5. HUMANRESSOURCEN, AUS- UND WEITERBILDUNG — AUFBAU DER „ITER-GENERATION“


Es soll sichergestellt werden, dass für den unmittelbaren und mittelfristigen Bedarf im Zusammenhang mit dem ITER sowie für die weitere Entwicklung der Fusionsenergie geeignete Humanressourcen zur Verfügung stehen und eine intensive Zusammenarbeit im Themenbereich der Fusionsenergie erfolgt.
Der in Europa im internationalen Rahmen der ITER-Organisation gebaute ITER wird die neuen Forschungsinfrastrukturen um eine starke europäische Dimension ergänzen.

7. TECHNOLOGIETRANSFER, BETEILIGUNG DER INDUSTRIE UND INNOVATION


Der ITER erfordert eine neue und flexiblere Organisationsstruktur, mit der die bewirkte Innovation und der resultierende technologische Fortschritt reibungslos auf die Industrie übertragen werden können, sodass europäische Unternehmen wettbewerbsfähiger werden können.


Datensatznummer: 867 / Zuletzt geändert am: 2007-11-06
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