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Rahmenprogramm

FP1-FRAMEWORK 1C

Vorheriges Programm

JRC-FUSAFE 2C

Nachfolgeprogramm

JRC-FUSAFE 4C

Programmfinanzierung

EUR 46,5 million

Referenz zum Amtsblatt

L 3 von 1984-01-05

Rechtsrahmen

von 1983-12-22
Förderung der Sicherheit der kommerziellen Nutzung der Kernfusionsenergie im Rahmen der JET-, NET- und DEMO-Projekte hinsichtlich der Vorkonstruktion und der Werkstoffe für die Herstellung von NET, die Entwicklung eines geeigneten neuen Werkstoffs für DEMO, Tritium-Brutdeckentechnologie sowie Unfall- und Umweltrisikoeinschätzung.

Kurzbeschreibung

Teil des ersten Rahmenprogramms (1984-1987) unter Subaktivität 5.2: "Fusion".

Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) beteiligt seit 1973 an der Forschung auf dem Gebiet der Technologie der Kernfusion. Neuere GFS-Studien konzentrierten sich auf die Sicherheit zukünftiger Kernfusionskraftwerke einschließlich der Sicherheit bei der Handhabung von Tritium.

Der kommerziellen Nutzung der Kernfusionsenergie müssen voraussichtlich drei weitere Schritte vorangehen:
- JET (Joint European Torus):
Bestätigung der wissenschaftlichen Durchführbarkeit. Die magnetische Einschließung ist ein wesentliches Forschungsgebiet. Die Haupt-Versuchsanlage befindet sich in Colham in Großbritannien, jedoch werden ergänzende Studien in anderen einzelstaatlichen Laboratorien durchgeführt;
- NET (Next European Torus).
Bestätigung der Durchführbarkeit einer kommerziell nutzbaren Fusion aus technologischer und Engineering-Sicht. Kontakte werden über die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) mit dem ähnlichen ITER-Projekt gepflegt;
- DEMO:
Die Konstruktion eines Demonstrations-Fusionsreaktors DEMO soll der Konstruktion von NET folgen.

Unterteilung

Fünf Gebiete:
- Reaktoren;
- Brutdeckentechnologie;
- Baustoffe;
-Risikoeinschätzung;
- Tritium-Labor:
Das europäische Tritium-Handhabungs- und Versuchslabor (ETHEL) des Ispra-Instituts von GFS untersucht die Sicherheitsaspekte der Tritium-Technologie.

Ausführung

Die Kommission war für die Durchführung des Programms verantwortlich. Dabei wurde sie vom Gouverneursrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt. Die Durchführung des Programms erfolgte im Ispra-Institut der GFS.

Die Verbreitung der Information erfolgte gemäß der Ratsvorschrift (EWG) Nr. 2380/74 vom 17. September 1974 (Amtsblatt Nr. L 255 vom 20.9.1974), nach der Verabschiedung von Maßnahmen zur Verbreitung von Informationen über Forschungsprogramme für die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft.

Die Kommission erstellte Jahresberichte für den Rat und das Europäische Parlament über die Ausführung des Programms. Vor der Unterbreitung von Vorschlägen für ein weiteres Vierjahresprogramm sollte eine kritische, unabhängige Analyse durchgeführt werden.

Fachgebiete

Kernfusion - Sicherheit
Datensatznummer: 8 / Zuletzt geändert am: 1990-03-26