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Vorheriges Programm

PRE-FUSION 6C

Nachfolgeprogramm

PRE-FUSION 8C

Programmfinanzierung

EUR 385,5 million

Referenz zum Amtsblatt

L 72 von 1980-03-18

Rechtsrahmen

80/318/Euratom von 1980-03-13
Zur Fortsetzung wichtiger Forschung über die thermonuklearen Kernfusionsreaktoren Tokamak unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung von Plasmaerwärmungsmethoden, insbesondere durch den Bau und die Nutzung eines Gemeinschaftsunternehmens unter der Bezeichnung Joint European Torus (JET), im Hinblick auf die Nutzung gesteuerter thermonuklearer Kernfusion zur Sicherstellung der langfristigen Energieversorgung der Gemeinschaft.

Kurzbeschreibung

Das Programm wurde gemäß den im Euratom-Vertrag (Art. 7) festgelegten Vorschriften und als langfristiges Zusammenarbeitsprojekt durchgeführt, das sich auf alle in den Mitgliedstaaten durchgeführten Arbeiten im Bereich gesteuerter thermonuklearer Kernfusion erstreckt. Das Programm wurde mit dem Ziel des gemeinsamen Baus von Prototypen eingerichtet, im Hinblick auf ihre industrielle Produktion und Marketing.

Angefangen mit dem Programm 1976-1980 hat der Rat das Prinzip des Gleitprogramms angewandt, wobei alle drei Jahre ein neues Kernfusionsprogramm eingeführt wird. Auf diese Weise überlappen die ersten beiden Jahre des neuen Programms die letzten beiden Jahre des vorigen Programms. Autorisierte Mittelzuweisungen, die durch das Programm nicht wahrgenommen werden konnten, werden in das nächste Programm übernommen.

Unterteilung

- Plasmaphysik:
Studien grundlegender Art bzw. betreffend Einschluß in angemessenen Einrichtungen und Methoden zur Herstellung und Erwärmung von Plasma;
- Forschung über den Einschluß - in geschlossenen Konfigurationen - von Plasma stark variierender Dichte und Temperatur, nach Möglichkeit unter Erzielung von Zündbedingungen;
- Forschung über Licht-Materie-Wechselwirkungen und Transportphänomene sowie die Entwicklung von Multi-Kilowatt-Lasern;
- Entwicklung und Anwendung von Einrichtungen für den Einschluß mit ausreichend leistungsfähigen Plasmaerwärmungsmethoden;
- Verbesserung diagnostischer Methoden;
-Studie technologischer Probleme in Verbindung mit laufender Forschung und Problemen im Hinblick auf die Anwendung thermonuklearer Reaktionen;
- Umsetzung des Projekts Joint European Torus (JET).

Ausführung

Dafür hatten alle an dem Programm beteiligten Assoziationsmitglieder das Recht, an den Experimenten teilzunehmen, die mit den in diesem Zusammenhang hergestellten Geräten/Anlagen durchgeführt wurden. Mit Unterstützung durch den Beratenden Ausschuß des Kernfusionsprogramms (CCFP) war die Kommission für die Umsetzung des Programms zuständig.

Die Umsetzung des Projekts Joint European Torus (JET) wurde dem JET Joint Undertaking anvertraut, das für einen Zeitraum von zwölf Jahren ab 1. Juni 1978 durch Beschluß des Rats 78/471/Euratom (ABl. Nr. L 151 of 7.6.1978) eingerichtet wurde. Die Verantwortung für das Joint Undertaking wurde dem JET-Rat (mit Unterstützung vom Exekutivausschuß und dem JET Wissenschaftlichen Rat) und dem Direktor des Projekts JET übergeben.

Andere Projekte wurden auf dem Wege der Assoziation oder in Form von Verträgen begrenzter Laufzeit durchgeführt, die die Resultate erbringen sollten, welche zur Umsetzung des Programms erforderlich sind, wobei in diesem Zusammenhang auch die von der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) durchgeführte Arbeit mit in Betracht gezogen wurde - insbesondere in Bezug auf die Studie technologischer Probleme sowie von Problemen, die sich auf die Verwendung thermonuklearer Reaktionen bezogen.

Nach einer technischen Untersuchung wurde der CCFP ermächtigt, Projekten Vorrang zu geben, die auf einen der folgenden Bereiche entfielen:
- Tokamaksysteme und Unterstützung für JET;
- Andere Toroidmaschinen;
Heizung und Injektion, einschl. Unterstützung für JET in diesem Bereich;
Kernfusionstechnologie;
- Forschung über Licht-Materie-Wechselwirkungen und Transportphänomene sowie die Entwicklung von Multi-Kilowatt-Lasern.

Die Kommission hat diese Projekte zu einem einheitlichen Vorzugssatz von ca. 45% finanziert. Dafür hatten alle an dem Programm beteiligten Assoziationsmitglieder das Recht, an den Experimenten teilzunehmen, die mit den in diesem Zusammenhang hergestellten Geräten/Anlagen durchgeführt wurde.

Die Obergrenze für die Ausgaben für das Programm - ausschl. JET - wurden auf 190,5 Mio. ERE (EU-Rechnungseinheiten) festgesetzt. Der Höchstbetrag für JET war ursprünglich auf 145 Mio. ERE festgesetzt worden. Dieser Betrag wurde später aufgrund von Änderungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Bedingungen als unzureichend betrachtet und auf ECU 195 Mio. (Beschluß des Rats 81/380/Euratom vom 19.5.1981) erhöht.

Die Kommission hatte dem Rat im Jahre 1981 vorgeschlagen, das Programm mit Wirkung vom 1. Januar 1992 durch ein neues Fünfjahresprogramm zu ersetzen.

Fachgebiete

Kernfusion
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