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Kurzbeschreibung

Die Konditionierung der dem Plasma zugewandten Komponenten von Fusionsanlagen, z.B. der inneren Wandflächen und der Plasmabegrenzer, ist eine notwendige Voraussetzung für die Herstellung reiner und stabiler Fusionsplasmen. Hochfrequenzunterstützte Glimmentladungen in verschiedenen Gasen (Wasserstoff, Sauerstoff, Methan) sind ein flexibles Hilfsmittel zur Erzeugung reaktiver Spezies, die reduzierbare Sauerstoff- und Kohlenstoff- verbindungen aus den Wandflächen entfernen oder mit deren Hilfe gut definierte dünne Schichten plasmachemisch auf diese aufgebracht werden können. Die Karbonisierungstechnik, d.h. das in situ-Aufbringen amorpher, wasserstoffhaltiger Kohlenstoffschichten (a-C:H) und die daraus resultierenden Auswirkungen auf Tokamak-Plasmen werden im Detail erörtert. Ihre Anwendung führt zu einer signifikant verbesserten Plasmaleistung. Nach seiner Entwicklung und Charakterisierung im Tokamak TEXTOR in Jülich wird das Verfahren nunmehr weltweit angewandt.

Zusätzliche Angaben

Autoren: WINTER J, Kernforschungsanlage Julich GmbH (DE)
Bibliografische Referenz: Report: Jül-2207 DE (1988)
Verfügbarkeit: Available from Zentralbibliothek der Forschungszentrum Jülich GmbH, Postfach 1913, 5170 Jülich (DE)
Datensatznummer: 198910223 / Zuletzt geändert am: 1994-12-01
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de