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Kurzbeschreibung

Dieser Beitrag befaßt sich mit dem Problem der Erosion des Materials der Ersten Wand bei Fusionsreaktoren, daß man durch die Wahl geeigneter Materialien und Formgebung der Komponenten zu lösen versucht. Forschungsprogramme konzentrieren sich auf Entwicklung, Charakterisierung und Optimierung von Graphiten, Pyrokohlenstoffen und Faserverbundwerkstoffen auf Kohlenstoffbasis, sowie von dünnen kohlenstoffhaltigen Schutzschichten wegen der guten thermomechanischen Eigenschaften der Kohlenstoffe. Beim TEXTOR Experiment konnten hiermit Plasmen mit extremer Reinheit erzeugt werden. Bei den Maßnahmen gegen chemische Erosion sind Strukturen, bei denen Graphit auf ein gut wärmeleitendes metallisches Substrate wie Molybdän gelötet ist, oder Zusätze von Bor, Borkarbid, Silizium oder Siliziumkarbid von besonderer Bedeutung. Zudem ist die Karbonisierung oder Borierung der gesamten Ersten Wand bedeutsam, weil es die Lebensdauer der Schichten verlängert. Das wesentliche Verhalten von Materialien und Komponenten kann in einem integralen Test im TEXTOR untersucht werden. Für den erfolgreichen Einsatz von Kohlenstoff müssen jedoch die Leistungsdeposition im Normalbetrieb und die Erosionsprozesse auf physikalische Zerstäubung begrenzt werden. Homogene feinkörnige Mischungen aus wärmeleitender Keramik und fortgeschrittenen Graphiten sind für zukünftige Reaktorentwicklungen von besonderem Interesse.

Zusätzliche Angaben

Autoren: WINTER J, Kernforschungsanlage Jülich GmbH (DE)
Bibliografische Referenz: Article: AGF Forschungsthemen 1 (1988): Fusion No. 1 pp. 25-26
Datensatznummer: 198910487 / Zuletzt geändert am: 1994-12-01
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de