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Kurzbeschreibung

Die Beeinflußung des Zerkleinerungsvorganges durch Mahlhilfsmittel sowie durch Vorbehandlung des zu mahlenden Gutes wurde an Kohlen einer Inkohlungsreihe untersucht. Die Versuche wurden in einer Einzelkornprallapparatur, einer Laborschwingmühle, einer Plantenkugelmühle, einer Zahnkolloidmühle sowie einer Technikumskugelmühle durchgeführt. Als Mahlhilfsmittel kamen Methanol, Aethanol, Aethylenglykol und Ligninsulfonat bei der Naßmahlung und Triaethanolamin (TEA) bei der trockenen Vermahlung zum Einsatz. Die Vorbehandlung der Kohle bestand in einer verschieden langen Lagerung in Methanol und in Wasser. Die Wirkungsweise von Mahlhilfsmitteln bei der Kohlemahlung wird zum einen bestimmt von den Oberflächeneigenschaften, der Hohlraumstruktur und dem Vernetzungsgrad der Makromoleküle der Kohle und zum anderen von ihrem Einfluß auf das Fließverhalten der Mahltrübe. Bei der Naßmahlung bewirken geringe Zusatzmengen der eingesetzten Mahlhilfsmittel eine vollständige Benetzung der Kohleoberfläche sowie eine Senkung der Viskosität der Mahlsuspension. Die daraus resultierende verbesserte Dispergierung des während der Mahlung entstehenden Feingutes beeinflußt die im Mahlraum vorliegenden Reibungs- und Energieübertragungsverhältnisse positiv und führen zu einer Senkung der notwendigen Zerkleinerungsenergie während des Mählprozesses. Die Lagerung von Kohlen in Flüssigkeiten (Methanol und Wasser) führt kohlenarten- und zeitabhängig zu Quellvorgängen in der Kohlenmatrix, die mit der Bildung von neuen Mikrorissen und einer Schwächung der Verbindungzwischen den Kohle- und Mineralverwachsungen verbunden sind. Bei einer nachfolgenden Mahlung ergibt dies eine Senkung des Energiebedarfes, eine Erhöhung des Feingutanteiles sowie eine Ascheanreicherung in den Grobkornfraktionen.

Zusätzliche Angaben

Autoren: LEONHARDT J, Bergbau-Forschung GmbH, Essen (DE)
Bibliografische Referenz: EUR 12076 DE (1990) 91 pp., MF, ECU 4
Verfügbarkeit: (2)
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