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Kurzbeschreibung

Im vorliegenden F&E-Vorhaben wurde ein leichtaufarbeitbarer Elektrolyt auf organischer Basis als Ersatz für die zur Dekontamination mittels Elektropolieren üblich eingesetzten anorganischen Elektrolyte (Phosphorsäure bzw. Phosphor/Schwefelsäure-Gemische) entwickelt. In Laborversuchen wurden drei verschiedene organische Elektrolyte - Ameisensäure (E 1), Oxalsäure (E 2) und Acetylaceton (E 3) mit Kaliumbromid (KBr) als Hilfselektrolyt - auf ihre Eignung zur elektrochemischen Auflösung von Stahl und Edelstahl getestet. Die besten Ergebnisse in den Vorversuchen zeigte Acetylaceton. Der Elektrolyt hatte die höchste Stromausbeute. Die gebildeten Acetylacetonate haben die geringste Löslichkeit und sedimentieren als grobkristallines Produkt aus der Lösung. Mit Acetylaceton wurden Versuche an radioaktiven Reaktorteilen in einer 400-A-Anlage durchgefuehrt. Dabei wurden Dekontaminationsfaktoren, die Standzeit des Elektrolyten und das erzeugte Abfallvolumen ermittelt und Verfahrensparameter ueberprueft und optimiert. Die gammaspektroskopische Auswertung zeigte, daß das sedimentierte Metallacetylacetonat die fünffache Aktivitätsmenge enthält wie der Elektrolyt. Es muß nur die verbrauchte Acetylacetonmenge nachdosiert werden. Die Elektrolytlösung selbst kann fast unbegrenzt weiterverwendet werden.

Zusätzliche Angaben

Autoren: STERINGER A, Kraftanlagen Aktiengesellschaft, Heidelberg (DE);MOSER T, Kraftanlagen Aktiengesellschaft, Heidelberg (DE)
Bibliografische Referenz: EUR 12383 DE (1989) 55 pp., FS, ECU 6.25
Verfügbarkeit: (2)
ISBN: ISBN 92-826-0903-0
Datensatznummer: 199010527 / Zuletzt geändert am: 1994-12-01
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de
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