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Kurzbeschreibung

In den letzten Jahren sind Gesenkschmiedeteile für die Fahrzeugindustrie in größerem Umfang durch Gußteile ersetzt worden, weil diese kostengünstiger hergestellt werden konnten. Damit hat auch Halbzeug aus Stahl Einbußen erlitten. Durch die Entwicklung der mikrolegierten Stähle und die gesteuerte Abkühlung aus der Umformwärme konnte diese Entwicklung verlangsamt werden. Weitere Anstrengungen sind jedoch notwendig. Kostengünstigeres Halbzeug fuer Gesenkschmiedeteile läßt sich bei Verwendung von Rohstrangguß (unverformter Strangguß) beistellen. Ein weiterer Schritt wäre die Verwendung von mikrolegierten Stählen mit höheren Zähigkeitseigenschaften. Aufgrund von Erfahrungen beim Schienenwalzen, sollte dazu die beschleunigte Abkühlung aus der Umformwärme untersucht werden. Bei Kurbelwellen wurden gleiche Ergebnisse wie bei vorverformtem Strangguß oder Blockguß gefunden. Bei Achsschenkeln war die Dauerschwingfestigkeit etwas niedriger. Die Versuche haben gezeigt, daß Kurbelwellen aus Rohstrangguß hergestellt werden können. Bei Achsschenkeln sind weitere Versuche notwendig, um zu klären, ob die Unterschiede typisch oder zufällig sind. Die beschleunigte Abkühlung von Gesenkschmiedeteilen aus mikrolegierten Stählen hat keine Verbesserung der Zähigkeitswerte ergeben. Bei den hohen Schmiedeendtemperaturen ist Rekristallisation und Kornwachstum nicht zu unterdrücken.

Zusätzliche Angaben

Autoren: FRODL D, Krupp Südwestfalen AG, Siegen (DE)
Bibliografische Referenz: EUR 12416 DE (1990) 45 pp., MF, ECU 4, blow-up copy ECU 6.25
Verfügbarkeit: (2)
Datensatznummer: 199010564 / Zuletzt geändert am: 1994-12-01
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de