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Kurzbeschreibung

Auf das Element 89, das Aktinium, folgen, im Periodensystem bis zum Element 103, die ohne Ausnahme giftigen und radioaktiven Aktiniden. Ähnlich wie bei den Lanthaniden (den Elementen 57 bis 71) sind die unteren Elektronenschalen 4f und 5f bei den Aktiniden unvollständig besetzt, was zu einer Reihe von nützlichen Eigenschaften führt, die weit weniger bekannt sind als die Anwendungen dieser Elemente in der Kerntechnik. Dieser Artikel befaßt sich mit diesen kürzlich entdeckten Eigenschaften, die sowohl bei den elementreinen Metallen wie auch in Verbindungen mit anderen Elementen auftreten. Schwerpunkte in dieser Diskussion sind: der hohe anisotrope Magnetismus sowie die Supraleitfähigkeit der Stoffe, Versuche in denen unter extrem hohen Druck die nichtgebundenen 5f-Elektronen in den gebundenen Status überführt werden, die Herstellung von reinen Aktiniden-Materialien als Voraussetzung für die Synthese von Verbindungen, wobei der eigene radioaktive Zerfall eine Quelle von Verunreinigungen darstellt, und schließlich die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Physikern und Chemikern sowohl in der Grundlagenforschung als auch bei der Entwicklung neuer Herstellungsmethoden bzw. Anwendungen für diese Materialien.

Zusätzliche Angaben

Autoren: FUGER J, JRC Karlsruhe (DE);LANDER G H, JRC Karlsruhe (DE)
Bibliografische Referenz: Article: Bild der Wissenschaft, Vol. 12 (1989) pp. 84-92
Datensatznummer: 199010712 / Zuletzt geändert am: 1994-12-01
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de