Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Kurzbeschreibung

Die Gefäßwände von Fusionsforschungsanlagen werden beschichtet um zu verhindern, daß metallische Verunreinigungen von der Wand in das Plasma gelingen, da dies zu Energieverlusten führen würde. Das bevorzugte Beschichtungsmaterial ist ein dünner, amorpher wasserstoffhaltiger Kohlenstoffilm (a-C:H-film). Ziel dieser Arbeit war, durch Laborexperimente die Permeation von Wasserstoff durch eine solche Schicht, sowie die Wechselwirkung des Wasserstoffes mit der beschichteten Wand zu studieren. Neben Messungen mit reinem Wasserstoff aus der Gasphase wurde auch der niederenergetische Fluß von Wasserstoffionen auf die Wand einer Tokamak-Fusionsforschungsanlage simuliert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, daß, innerhalb der Schicht, freie Wasserstoffatome wesentlich unbeweglicher sind als Moleküle. Beim Beschuß der Schicht mit energiereichen Teilchen aus einer RG-Entladung wurde aus der Schicht Wasserstoff auf der Primärseite freigesetzt und zwar etwa dreihundertmal soviel wie die permeierende Menge. Durch die Beaufschlagung bilden sich aus dem im Schicht vorhandenen Überschußanteil von gebundenem Wasserstoff freie Wasserstoffatome, die sowohl untereinander als auch mit eingedrungenen H- bzw. D-Atomen rekombinieren und in dem Gasraum freigesetzt werden. Die in diesen Laborversuchen gewonnenen Erkenntnisse lassen sich direkt auf die Verhältnisse in dem heutigen Fusionsforschungsanlagen, wie z.B. TEXTOR, übertragen.

Zusätzliche Angaben

Autoren: PILLATH J, Institut für Plasmaphysik, Kernforschungsanlage Jülich GmbH, Jülich (DE)
Bibliografische Referenz: Report: Jül-2292 DE (1989) 153 pp.
Verfügbarkeit: Available from Zentralbibliothek der Kernforschungsanlage Jülich GmbH, Postfach 1913, 5170 Jülich (DE)
Datensatznummer: 199010736 / Zuletzt geändert am: 1994-12-01
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de