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Kurzbeschreibung

Die nur begrenzt zulässige Zuckerung von Traubenmost und Jungwein, um den Alkoholgehalt des Weines zu verbessern, kann durch die Messung des Verhältnisses der Wasserstoffisotopen im Zucker und im Alkohol des Weines eindeutig nachgewiesen werden. Dieses kernresonanzmagnetische (SNIF NMR) Messungsverfahren beruht darauf, daß im Rübenzucker weniger Deuterium vorhanden ist als im Traubenzucker. Auch eine Wässerung des Weines läßt sich nachweisen. Im Vergleich sind die bisher besten chemischen Analyseverfahren nur begrenzt anwendbar, denn man benötigt bei diesen in jedem Fall als Vergleichsprobe einen identischen, mit Sicherheit nicht verfälschten Wein. Der Deuteriumgehalt in Trauben hängt aber nur vom Klima und von der geographischen Lage ab, sodaß sich die Möglichkeit bietet, im Labor aus Trauben von ausgewählten Weinlagen kleinere Mengen Wein herzustellen, und diese dann der SNIF NMR zu unterziehen. So läßt sich eine Datenbank von Vergleichswerten aufbauen. Die EG-Kommission hat die Gemeinsame Forschungstelle in Ispra beauftragt, eine entsprechende europäische Datenbank aufzubauen. Ein Verordnungsentwurf sieht eine weitgehende Harmonisierung der Regeln vor, nach denen Entnahme, Behandlung, Lagerung und Aufarbeitung aller Proben für die Datenbank erfolgen sollen. Die jeweiligen Nationalbehörden sollten auf jeden Fall zusätzliche Daten über Moste und echte Weine sammeln und sie sollten künftig in der Lage sein, sämtliche Kontrollanalysen mit eigenen NMR-Messungsgeräten durchzuführen.

Zusätzliche Angaben

Autoren: CHRISTOPH N, JRC Ispra (IT)
Bibliografische Referenz: Paper presented: Meeting of German Wine Experts and Wine Controllers, Eltville (DE), May 15-17, 1990
Verfügbarkeit: Available from (1) as Paper EN 35480 ORA
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