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Kurzbeschreibung

Aufgrund des seit 1957 bestehenden Euratom-Vertrages und der gemeinsamen Anstrengungen der Mitgliedstaaten konnte innerhalb der EG eine einheitliche Strahlenschutzpolitik eingeleitet werden. Das bestehende europäische Strahlenschutzsystem wird inzwischen ausgebaut. Für den Fall eines Kernunfalls wurden Verhaltensmaßregeln sowie Höchstwerte an Radioaktivität in Nahrungsmitteln und Futtermitteln festgelegt. Der Strahlenschutz im medizinischen Bereich wurde gefördert. Weitere Verordnungen betreffen den Schutz externer Arbeitnehmer in kerntechnischen Anlagen und die grenzüberschreitende Beförderung radioaktiver Abfälle. Eine Teilrevision der Euratom-Grundnormen wird geplant, unter Berücksichtigung neuer ICRP-Empfehlungen. In einigen Mitgliedstaaten sind Bestrebungen zu beobachten, die den einheitlichen Charakter der Grundnormen in Frage stellen könnten. Im Euratom-Vertrag wird aber auf die Einheitlichkeit der Grundnormen Nachdruck gelegt, deren Inhalt per definitionem eine ausreichende Sicherheitsmarge vorsieht. Auf dieser Grundlage stehen industrielle und gesundheitspolitische Zielvorstellungen nicht in Konkurrenz zueinander. Bei genauer Beachtung und Einhaltung des Euratom-Vertrages sollten daher vom Strahlenschutz keine nennenswerten Hemmnisse im Zuge der Verwirklichung des Europäischen Binnenmarktes ausgehen.

Zusätzliche Angaben

Autoren: ERISKAT H, CEC Luxembourg (LU)
Bibliografische Referenz: Paper presented: Zweite Regionaltagung der Deutschen Landesgruppe der AIDN/INLA, Würzburg (DE), June 7-8, 1990
Verfügbarkeit: Available from (1) as Paper DE 35787 ORA
Datensatznummer: 199011622 / Zuletzt geändert am: 1994-12-02
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de
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