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Kurzbeschreibung

Das Zerstäubungsverhalten einer Legierung aus Kupfer mit 17 at-% Lithium wurde unter fusionsrelevantem Beschuß von D(+), He(+), Ne(+) and Ar(+) untersucht. Die Strahlenenergie betrug zwischen 0.1 keV und 6 keV und die Teilchenflußdichte bis zu 1.0 E16/cm2s. Im Mittelpunkt des Interesses stand die Frage, ob die Segregation des Lithiumanteils an der Oberfläche die Zerstäubungs- und Verdampfungsverluste ausgleichen kann und sich auf diese Weise unter Bestrahlung bei hoher Teilchenflußdichte eine Lithium-Schutzschicht selbst erhält. Um zeitabhängige Zerstäubung zu untersuchen, wurde mittels laserinduzierter Fluoreszenzspektroskopie (LIF) Geschwindigkeitsverteilungen und absolute Dichten von Cu und Li gemessen, wodurch sich die absoluten partiellen Zerstäubungsausbeuten errechnen lassen. Nach den Ergebnissen ist ein Einsatz der untersuchten Legierung im Dauerbetrieb eines Fusionsreaktors nicht möglich. Im gepulsten Tokamak bei höheren Temperaturen könnte das Material als Limiter-Oberfläche Verwendung finden, aber nur bei einem begrenzten Puls/Pause-Verhältnis. Darüberhinaus wurde bei Temperaturen über 400 C eine relativ hohe Lithium-Verdampfungsrate festgestellt, was ebenfalls auf eine nur begrenzte Anwendung der Cu/Li Legierungen in Fusionsanlagen hindeutet.

Zusätzliche Angaben

Autoren: SCHORN R P, Institut für Plasmaphysik, Kernforschungsanlage Jülich GmbH, Jülich (DE)
Bibliografische Referenz: Report: Jül-2367 DE (1990) 118 pp.
Verfügbarkeit: Available from Zentralbibliothek der Kernforschungsanlage Jülich GmbH, Postfach 1913, 5170 Jülich (DE)
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