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Kurzbeschreibung

In der vorliegenden Arbeit werden Eigenschaften magnetohydrodynamischer Instabilitäten (MHD-Moden) am Garchinger Tokamakexperiment ASDEX untersucht. Dazu wurde die Mirnov-Diagnostik (Messung der Fluktuationen des Magnetfelds) betrieben und weiterentwickelt. In der Analyse des MHD-Modenverhaltens des Tokamaks liegt der Schwerpunkt auf der Untersuchung der Physik des Mode Locking, d.h. des Prozesses des Abbremsens rotierender Moden, der oftmals dem für einen Fusionsreaktor gefährlichen Stromabbruch vorausgeht. Die im Rahmen der Arbeit entwickelte Theorie ermöglicht es, den experimentellen Befund unter Einbeziehung der Ergebnisse weiterer Diagnostiken konsistent zu interpretieren. Ein besonders interessanter Aspekt ist der experimentell beobachtete Drehimpulsverlust rotierender Plasmen durch Mode Locking. Auf diese Erkenntnisse aufbauend werden Experimente zur Modenstabilisierung und Verhinderung von Stromabbrüchen dargestellt. Eine Reihe weiterer MHD-Phänomene unter verschiedenen Plasmabedingungen wird auf der Grundlage der entwickelten Modellvorstellungen diskutiert. Es zeigt sich, daß das Hauptplasma im Tokamak durch eindimensionale Modelle mit zylindrischer Geometrie gut beschreibbar ist, während die Randzone des Plasmas eine komplexere Analyse erfordert.

Zusätzliche Angaben

Autoren: ZOHM H, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Garching bei München (DE)
Bibliografische Referenz: Report: IPP 1/254 DE (1990) 108 pp.
Verfügbarkeit: Available from Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, 8046 Garching bei München (DE)
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