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Kurzbeschreibung

Beim Abbauen von Flözstrecken im Steinkohlenbergbau kann sowohl die Vortriebsleistung als auch die Sicherheit erhöht werden, indem man Ankern anstatt Stützen verwendet. Dennoch ist in Europa - anders als im überseeischen Bergbau - der Ankerausbau selten anzutreffen. Auf den hier üblichen Langfrontbau reagiert das Gebirge auf eine Weise, die bislang nur unzureichend bekannt ist. Rund 40 km geankerte Basis- und Ausbaustrecken, teils mit, teils ohne Schaden, wurden untersucht, um ein Schema zu entwerfen, das es ermöglicht, die Standhaftigkeit einer geankerten Flözstrecke nach 18 Gliederungspunkten zu beurteilen. Diese entsprechen einer Reihe von Einflußgrößen, die sich aus der dynamischen und statischen Beanspruchung des Gebirges, sowie aus der Verbandfestigkeit der Schichten ergeben. Das Konzept sieht einen schrittweisen Bemessungsvorgang vor, der es erlaubt, solche Streckenabschnitte zu erkennen, in denen hohe Beanspruchung die Standhaftigkeit der Strecke gefährdet, um dort eine Verstärkung der Ankerung gezielt vorzunehmen. Damit ist man in der Lage, bei wirtschaftlich vertretbaren Kosten eine standsichere, mit Ankern ausgebaute Flözstrecke aufzufahren und abzubauen.

Zusätzliche Angaben

Autoren: REUTHER E-U, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Institut für Bergbaukunde I, Aachen (DE);HEIME A, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Institut für Bergbaukunde I, Aachen (DE)
Bibliografische Referenz: EUR 12996 DE (1990) 159 pp., FS, ECU 13.75
Verfügbarkeit: (2)
ISBN: ISBN 92-826-1951-6
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