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Kurzbeschreibung

Es war ein Hauptziel dieser Arbeit, anstelle der eindimensionalen, nur vom Radius abhängigen Bestimmung der Strahlungsemissivität des Plasmas, eine zweidimensionale, auch vom Winkel abhängige, zu ermöglichen. Zu diesem Zweck wurde die Anordnung von Metallfilm-Bolometern an ASDEX wesentlich erweitert. Dadurch ist es möglich geworden, eine Methode der Computer-Tomographie zu entwickeln und anzuwenden, um zweidimensionale Verteilungen der Emissivität zu berechnen. Deuteriumentladungen mit ohmscher Heizung wurden untersucht. Lokale Strahlungsüberhöhungen oben und unten werden aus dem Innern des Plasmas emittiert, nicht aus den X-Punkten oder den Divertorhälsen, wie bisher vermutet wurde. Mit steigender Plasmadichte strahlt das Hauptraumplasma nach unten zunehmend mehr Leistung ab als oben oder außen. In der Nähe der maximal erreichbaren Dichte steigt diese Asymmetrie rapide an. Mit größer werdenden q(a) Werten nimmt sie jedoch ab. Bei q(a) größer als 3 am Dichtelimit treten dafür extrem starke innen/außen Asymmetrien, sogenannte Marfes, auf, die nach etwa 10 Millisekunden zum Abbruch der Entladung führen. Bei q(a) gleich 6 und bei borierter Gefäßwand bleiben Marfes sekundenlang stabil. Mit ihrer Bildung verdoppeln sich die Strahlungsverluste aus dem Hauptraumplasma.

Zusätzliche Angaben

Autoren: HARTINGER K T, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Garching bei München (DE)
Bibliografische Referenz: Report: IPP III/170 DE (1990) 102 pp.
Verfügbarkeit: Available from Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, 8046 Garching bei München (DE)
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