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Kurzbeschreibung

Bisher waren Messungen des Transports von Verunreinigungsionen im Plasma eines Fusionsreaktors nicht hinreichend genau und zuverlässig. Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung einer neuartigen Meßmethode, die es gestattet, Transportparameter von Verunreinigungen detaillierter und mit verbesserter Genauigkeit zu messen. Insbesondere wurden Untersuchungen der radialen Abhängigkeiten bei der Diffusion und der überlagerten Drift damit erstmals zugänglich. Bei diesem Verfahren werden kleine Mengen von gasförmigen Verunreinigungen zeitlich moduliert in das Plasma eingebracht. Durch harmonische Analyse der gemessenen Signale können Phasen und Fourieramplituden bei der Modulationsfrequenz mit hoher Genauigkeit bestimmt werden. Neben der erhöhten Genauigkeit und der kleineren Störung des Plasmas wird durch die Betrachtung einzelner Frequenzkomponente anstelle des vollständigen Zeitverlaufs die Auswertung stark vereinfacht. Um die Methode anwendungsreif zu machen, mußten zunächst die theoretischen Grundlagen zur Analyse der Messungen geschaffen werden. Das Verfahren wurde dann am Tokamakexperiment ASDEX erprobt. Schließlich konnten erfolgreich Transportkoeffizienten in Abhängigkeit von verschiedenen Plasmaparametern gemessen werden.

Zusätzliche Angaben

Autoren: KRIEGER K W, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Garching bei München (DE)
Bibliografische Referenz: Report: IPP 1/257 DE (1990) 107 pp.
Verfügbarkeit: Available from Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, 8046 Garching bei München (DE)
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