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Kurzbeschreibung

Die Arbeiten dieses Forschungsvorhabens belegen, daß die schadlose Verwertung von Abfällen aus der Stillegung/Instandhaltung kerntechnischer Anlagen durch Einschmelzen und die Herstellung von qualifizierten Produkten, wie z.B. Typ-A- und Typ-B-Behälter, möglich ist. Die Umsetzung der Ergebnisse der Schmelzversuche der ersten Versuchsanlage TAURUS und die Schmelzversuche bildeten die Grundlage für den Bau der nutzbaren Schmelzanlage CARLA. Einzelversuche und betriebliche Langzeituntersuchungen an den Anlagen haben belegt, daß die Genehmigungsauflagen eingehalten werden und daß die Dosisbelastung des Betriebspersonals im Bereich der Grenzwerte für nichtstrahlenexponierte Personen liegt. Die Aktivitätsverteilung im hergestellten Gußprodukt ist homogen, so daß seine genaue Aktivitätsbestimmung möglich ist. Sie wird zur schadlosen Verwertung wieder in den kerntechnischen Bereich zurückgeführt. Das Schmelzen von Nichteisenmetallen zeigte, daß bei Kupfer spezifische Aktivitäten erreicht wurden, die eine Abgabe in den allgemeinen Bereich erlauben; bei Messing konnte ebenfalls eine erhebliche Reduzierung der spezifischen Aktivität erzielt werden, so daß die Freigabe für den industriellen Bereich möglich ist. Die Einbindung von radioaktivem Kohlenstoff ist nur in Form von zerkleinertem Graphit möglich. Während der Dauer des Forschungsprogramms sind ca. 2000 Mg Stahlabfall aus dem Nuklearbereich im Rahmen der schadlosen Verwertung eingeschmolzen und größtenteils zur Herstellung von Abschirmungen und Abfallbehältern verwendet worden.

Zusätzliche Angaben

Autoren: DEIPENAU H, Siempelkamp Gießerei GmbH & Co., Krefeld (DE);SEIDLER M, NIS Ingenieur Gesellschaft, Hanau (DE)
Bibliografische Referenz: EUR 13133 DE (1991) 66 pp., FS, ECU 6.25
Verfügbarkeit: (2)
ISBN: ISBN 92-826-2346-7
Datensatznummer: 199110622 / Zuletzt geändert am: 1994-12-02
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de