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Kurzbeschreibung

Im Rahmen der Demontage und Beseitigung kerntechnischer Anlagen ist der Nachweis der Unterschreitung niedriger Radioaktivitätsgrenzwerte für alle aus dem Kontrollbereich freizugebenden Massen erforderlich. Der Nachweis der Unterschreitung niedriger Radioaktivitätsgrenzwerte durch Entscheidungsmessungen ist bisher bei Anlagenteilen und Stoffen mit komplexer Geometrie kaum möglich. Bei Anlagenteilen mit einfacher Geometrie (z.B. glatte, ebene, gut zugängliche Oberflächen) erfolgt die Bestimmung der spezifischen Aktivität bisher manuell, anhand repräsentativer Proben oder durch sequentielles Ausmessen der Oberfläche der freizugebenden Teile mit vorwiegend Beta-empfindlichen Großflächen-Durchflußzählern. Diese Messungen erfordern bei den hier betrachteten großen Massen großen Aufwand an Zeit, Personal und Kosten. Zur Senkung des Zeit-, Personal- und Kostenaufwandes für das Freimessen großer Mengen potentiell radioaktivitätsfreier abgebauter Anlagenteile und Stoffe aus Strahlenschutzbereichen kerntechnischer Einrichtungen entwickelte NIS eine schnellmessende, weitgehend automatisierte Entscheidungsmeßanlage. Der Nachweis der Aktivität erfolgt bei ihr über die im Vergleich zur Betastrahlung durchdringendere Gamma-Strahlung mit einer 4 Pi-nahen Detektoranordnung. Der Meßtunnel hat einen Querschnitt von 1,2 m x 1,2 m. Die zu messenden Teile können eine Länge von bis zu 4 m und eine Masse bis zu einem Megagramm besitzen.

Zusätzliche Angaben

Autoren: AULER I, NIS Ingenieurgesellschaft mbH, Hanau (DE);HELK F, NIS Ingenieurgesellschaft mbH, Hanau (DE);NEUKÄTER E, NIS Ingenieurgesellschaft mbH, Hanau (DE);ZIMMERMANN U, NIS Ingenieurgesellschaft mbH, Hanau (DE)
Bibliografische Referenz: EUR 13438 DE (1991) 86 pp., FS, ECU 8.75
Verfügbarkeit: (2)
ISBN: ISBN 92-826-0586-8
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