Forschungs- & Entwicklungsinformationsdienst der Gemeinschaft - CORDIS

Kurzbeschreibung

Die Wirkungsweise von Bor und deren Beeinflussung durch Ti, Zr, Al und N in wasservergüteten schweißbaren Baustählen wurde untersucht. Hierbei sollten die Zusammenhänge zwischen Stahlzusammensetzung, Umwandlungsverhalten, Struktur und den daraus resultierenden mechanischen Eigenschaften hergestellt werden. Zielgröße war die Einstellung einer Mindeststreckgrenze von 700 N/mm2. Werkstoffuntersuchungen an Laborschmelzen unterschiedlicher Legierungskombination wurden durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, daß eine Verzögerung der diffusionsgesteuerten Umwandlung und damit eine Härtbarkeitssteigerung durch Bor nur erreicht wird, wenn der Stickstoff durch starke Nitridbildner wie Ti und Zr vollständig abgebunden wird und das Bor praktisch nur in gelöster Form im Stahl vorliegt. Durch Al wird in borlegierten Stählen gegenüber borfreien Stählen praktisch keine Härtbarkeitssteigerung erreicht. Im Hinblick auf die Einstellung optimaler Festigkeits- und Zähigkeitskennwerte in Ti-B-legierten Stählen nach Vergüten sollte hiernach ein Ti-N-Verhältnis von 4 bis 5 bei möglichst niedrigen Ti- und N-Gehalten nicht Überschritten werden.

Zusätzliche Angaben

Autoren: SCHRIEVER U, Thyssen Stahl AG, Duisburg (DE)
Bibliografische Referenz: EUR 13503 DE (1991) 115 pp., FS, ECU 11.25
Verfügbarkeit: (2)
ISBN: ISBN 92-826-2593-1
Datensatznummer: 199111264 / Zuletzt geändert am: 1994-12-02
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de