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Kurzbeschreibung

Schon eine sehr dünne Schutzschicht von nur 1/10 000 mm Dicke aus Bor oder aus einer Bor/Kohlenstoff-Mischung auf den Innenwänden von Fusionsanlagen verhindert die Erosion der Wand und ermöglicht die Erzeugung heisser Fusionsplasmen von bisher unerreichter Reinheit. Anfang der 80er Jahre gelang es, durch eine Wandvorbehandlung mit amorphem Wasserstoffhaltigem Kohlenstoff die Freisetzung von Metall in das Plasma zu unterdrücken. Ein Problem blieb die Verunreinigung des Plasmas durch Kohlenstoff und Sauerstoff, wobei der freigesetzte Sauerstoff wiederum zur verstärkten Erosion des Kohlenstoffs führte. Durch die Einführung von Bor in die Beschichtung wird der Sauerstoff gebunden. Zudem wird abgetragenes Material wieder abgelagert, was zu einer langen Lebensdauer der Schichten führt. Weitere themen im Artikel sind: (i) die zur Abscheidung der Schicht aus einer Gasmischung verwendete Methode; (ii) die Schichteigenschaften, insbesondere der chemische Bindungszustand der Bor- und Kohlenstoffatome; (iii) die betrieblichen Vor- und Nachteile der im Tokamak TEXTOR benutzten Borierungsschichten im Vergleich zur im JET verwendeten Wandbeschichtung bzw. Wandmaterial Beryllium; (iv) der mögliche Einsatz von den besonders harten und korrosionsbeständigen Borierungsschichten in weiteren Bereichen der Technik.

Zusätzliche Angaben

Autoren: WINTER J, Kernforschungsanlage Jülich GmbH, Institut für Plasmaphysik, Jülich (DE);ESSER H G, Kernforschungsanlage Jülich GmbH, Institut für Plasmaphysik, Jülich (DE);REIMER H, Kernforschungsanlage Jülich GmbH, Institut für Plasmaphysik, Jülich (DE);WIENHOLD P, Kernforschungsanlage Jülich GmbH, Institut für Plasmaphysik, Jülich (DE)
Bibliografische Referenz: Article: Sonderdruck Jahresbericht 1991 der KFA Jülich (1991) pp. 3-11
Datensatznummer: 199210854 / Zuletzt geändert am: 1994-12-02
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de
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