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Kurzbeschreibung

Die in der Veröffentlichung beschriebene Auswertung der durchgeführten Messungen enthält mehrere Fehler, die bei Berücksichtigung der veröffentlichten Literatur voraussichtlich vermieden worden wären. Die Behauptung, daß die gemessene Fusionsrate um den Faktor 100 größer ist, als in einem reinen Gestarget, widerspricht veröffentlichten Arbeiten verschiedener Gruppen und beruht wahrscheinlich auf der unzureichenden Auswertung der Messungen. Erstens ist die Abbremsung von energiereichen Ionen nicht genügend berücksichtigt worden; zweitens ist die Annahme, daß von den aus der Ionenquelle auf die Kathode auftreffenden D(+), D(2)(+) und D(3)(+) Ionen nur die Atomionen zu Fusionsreaktionen beitragen, nicht richtig; drittens ist die Deuteriumdichte unterschätzt worden durch die falsche Annahme, daß diese in der von den Ionen beschossenen Oberflächenschicht der Kathode nur durch Diffusion von dem elektrolytisch eingebrachten Deuterium bestimmt wird. Zusammenfassend muß festgestellt werden, daß es mehrere Effekte gibt, welche bei der Durchführung und der Auswertung der Messungen nicht berücksichtigt wurden. Eine korrekte Berücksichtigung dieser Effekte würde die behauptete Diskrepanz zwischen gemessener und erwarteter Fusionsrate voraussichtlich zum Verschwinden bringen.

Zusätzliche Angaben

Autoren: BEHRISCH R, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Garching bei München (DE)
Bibliografische Referenz: Article: Berichte der Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie, Vol. 96 (1992) No. 5, p. E7891
Datensatznummer: 199211035 / Zuletzt geändert am: 1994-12-02
Kategorie: publication
Originalsprache: de
Verfügbare Sprachen: de